Frage von Revic, 62

Welche Fragen findet ihr bei Nachkontrollen zur Tierhaltung wichtig?

Was würdet ihr wissen wollen, um euch zu vergewissern, dass ein Tier ein gutes neues Zuhause gefunden hat (ohne Vorinformationen)?

Ein paar Beispiele: Wie lange ist das Tier täglich allein? Was würden Sie tun, wenn Verhaltensauffälligkeiten auftreten? Wer kümmert sich bei Krankheit/Urlaub um das Tier?

Da es ja bei jeder Tierart auch unterschiedliche Dinge zu wissen gibt, beschränke ich mich hier mal auf Hunde und Katzen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr aber gerne auch zu anderen Tierarten etwas schreiben. Danke im Vorraus.

Antwort
von BrightSunrise, 52

Hunde:

Wie lange ist der Hund alleine?

Wie viel Auslauf bekommt er?

Wird er ausreichend beschäftigt?

Welches Futter bekommt er?

Darf er sich im Haus aufhalten?

Wer kümmert sich bei längerer Abwesenheit (Urlaub) um ihn?

Katzen:

Hat die Katze Artgenossen?

Wird die sie ausreichend beschäftigt?

Wie viele Katzenklos stehen ihr zur Verfügung?

Bekommt sie Freigang?

Welches Futter bekommt sie?

Wird sie kastriert?

Wer kümmert sich bei längerer Abwesenheit (Urlaub) um sie?

Grüße

Antwort
von Dahika, 10

Ich hatte zweimal eine Vorkontrolle zu Hause. Und bestanden. Ich kann mich gar nicht erinnern, welche Fragen gestellt worden sind. Man hat sich die Wohnung angeguckt, ach ja, und gefragt, ob es Räume gäbe, die in die der Hund nicht dürfe. Nein!

DAs war´s. Wir haben uns eine Weile unterhalten. Ich bekam die Hunde. Also je einen im Abstand von ca 10 Jahren.

Ok, die erste Kontrolleurin war nicht so rasend begeistert, dass ich den Hund umtaufen wollte. Er hieß auf seiner Pflegestelle Kevin - oh Graus - und sollte nun Schroeder heißen. Die Kontrolleurin hieß allerdings auch Schröder und fand es nur mäßig lustig.

Ich bin aber vorher schon am Telefon einiges gefragt worden. Das war dann wohl die Vorauswahl. Ich hatte allerdings von mir aus einiges erzählt, unter anderem, dass mein Hund mit in die Dienststelle darf. Als Beweis hatte ich mir ein Schreiben der Chefin geben lassen.

Ach, ich seh gerade, es geht  um eine Nachkontrolle. Nö,die gab es nie. Oder ständig. Denn die Dame, die die Vorkontrolle gemacht hat, lebt in meinem Dorf und sieht mich und meinen Hund ganz viel auf dem Feld. Sie geht dann mit ihrem Hund spazieren.

Antwort
von KleinerKeks135, 28

Wie viel Erfahrung man bereits gesammelt hat, bzw. was man dem Tier damit gleichzeitig bieten kann (z.B bezogen auf Hunde, die besonders viel Auslauf brauchen und auch gerne mal durch Spiele gefordert werden können/ sollten). Ich denke das trifft letztendlich auf mehrere Tiere zu, der neue Halter sollte sich schon ein bisschen damit auskennen. 

Ansonsten evtl. noch die Umgebung/ Unterbringungsmöglichkeit. Hasen etc. nur mit sehr viel Platz und Auslaufmöglichkeit, Hunde z.B nicht in einen Zwinger packen usw.

Persönlich würde ich auch irgend wann mal vorbei schauen, sofern das möglich ist. Einfach nur um das Tier mal wieder zu sehen und gleichzeitig bisschen überprüfen zu können. Soll nicht heißen, dass man niemandem trauen kann oder so. Aber nachschauen schadet nie :)

Antwort
von Arashi01, 8

Auf solche Fragen gibt es so viele Antworten, die wahr sein können oder auch nicht. Ich würde die Leute einfach mal fragen, wies ihnen geht und ob sich das Tier eingelebt hat. Wenn sie dann berichten, kann man da ja mal die eine oder andere Frage einfließen lassen.

Eine gute Menschenkenntnis ist besser wie jeder Fragebogen. Solche Fragen wie: Haben sie schon Freunde gefunden, mit denen der Hund spielt? Sind die Jäger bei ihnen auch immer so kiebig, wenn der Hund nicht angeleint ist? Werden mehr über die wahre Tierhaltung aussagen, als die Konfabulation auf die Fragen wie lange der Hund Auslauf hat.

Antwort
von Prinzessle, 17

Man kann natürlich viel fragen und kriegt bestimmt schöne Antworten, solche die man hören möchte..

Ich würde mir eher einen persönlichen Eindruck verschaffen, und einen Kaffee anbieten um zu plaudern....man erfährt so meist mehr über jemanden als wenn man einen Fragekatalog durch geht... 

der Umgang bei der Begrüssung mit dem Tier und während des Besuches kann man so auch einfach mal beobachten...und gucken, ob das passen könnte. 

Antwort
von October2011, 18

schauen sich die Haltung an, stellen Fragen und müssen dann entscheiden, ob das Tier im neuen Zuhause bleiben kann oder nicht.

Die Person, die eine Nachkontrolle macht, hat da gar nichts zu entscheiden!

Wenn eine Tierheim ein tier verkauft dann gehört es dem neuen Eigentümer. Da hat kein Tierheimmitarbeiter oder gar ein Ehrenamlicher etwas zu
bestimmen oder zu entscheiden.

Der Tierbesitzer muss dich noch nicht einmal in die Wohnung / das Haus lassen.

Wenn die Haltungsbedingungen gegen das Tierschutzgesetz verstoßen kann das Tierheim nur das zuständige Veterinäramt informieren. Mehr nicht. Ein
Tier einfach mal wieder mitnehmen weil dir die Nase des neuen Eigentümers nicht passt geht gar nicht!

Also solltest du gar nicht erst wie ein Kontrolleur auftreten und Kontrollfragen stellen wollen.

Du kannst allerhöchstens deine/eure Hilfe anbieten falls diese gewünscht ist.

October

Kommentar von Revic ,

Hallo October,

ich habe persönlich mit der Mitarbeiterin des Tierschutzvereins gesprochen und sie hat mir erklärt, was die Aufgaben eines Nachkontrolleurs sind.

Es komme äußerst selten vor, dass ein Tier wieder aus dem Zuhause genommen werden muss und ganz sicher auch nicht, nur weil dem Kontrolleur die "Nase" des Besitzers nicht passt. Da müssen schon schwerwigende Gründe vorliegen.

Wie genau die sich dann mit dem neuen Tierhalter auseinandersetzen und wer welches Recht hat, damit habe ich als Kontrolleur gar nichts zu tun. Ich muss lediglich überprüfen und berichten. Nur so nebenbei, wenn es sowieso nicht möglich wäre, Tiere ggf. wieder zurück zu holen, dann müsste man ja auch gar nicht erst Nachkontrollen machen, oder?

Wie gesagt, "gleich wieder mitnehmen" tu ich da erstmal gar nichts. Da ist dann das Tierheim/Veterinäramt für zuständig.

Kommentar von October2011 ,

Na ja, da hat dann die Mitarbeiterin des Tierschutzvereins entweder etwas geflunkert oder weiß es selbst nicht besser.

Der Tierschutzverein hat gar keine Rechte an einem Tier, dessen Eigentümer er nicht ist. Der Tierschutzverein kann noch nicht einmal Auflagen machen. Oder vorschreiben, dass man dich einlassen muss oder du das Tier zu sehen bekommst.

Was Tierschutzvereine hingegen gerne tun ist so zu tun, als hätten sie irgendwelche Befugnisse, die sie definitiv nicht haben. Um den Tierbesitzer denn damit einzuschüchtern. Denn die wenigstens wissen, dass der Tierschutzverein vor Gericht oftmals nicht recht bekommen würde und dass man sich wehren kann.

Und natürlich geht es dabei oftmals "um die Nase" des neuen Besitzers, um was denn sonst? Tierschutzvereinmitarbeiter sind nicht diese heroischen, selbstlose Menschen, die alles für die Tiere tun. Es gibt eben darunter auch so einige Mitarbeiter, die so ihre eigene Vorstellungen haben und oftmal im Grunde Menschen nicht mögen.

Wie gesagt, wenn du den Tieren etwas gutes tun möchtest dann solltest du ganz schnell vergessen, da als Kontrolleur auftreten zu wollen. 

Über den Sinn von Nachkontrollen kann man in der Tat streiten.
Beim Auslandtierschutz ist es z.B. üblich, dass der Kontrolleur nichts mit dem Verein zu tun hat und das Tier noch nie vorher gesehen hat oder gar aus dem Tierheim kennt. Oder man schickt jemand hin, der sich selbst kaum mit der Tierarzt auskennt, also z.B. nie selbst Hundehalter war. Der Tierschutzverein kennt den Kontolleur übrigens auch nicht- es werden Freiwillige in einem Forum gesucht. Wie sinnvoll so etwas ist darfst du selbst beurteilen.

Macht denn der Verein Vorkontrollen und bietet Kurse zur Tierhaltung an? Wie verläuft denn die Vermittlung eines Tieres? Das sind die wichtigeren Fragen.

Kann ein Tierbesitzer vom Tierschutzverein hilfe bei Problemen bekommen, etwa von einem erfahrenem Hundetrainer oder Tierpsychologen?

October

Antwort
von Biba85, 16

Was meinst du mit nachkontrollen? Bzw eher mit "ohne vorinfornation"?

Kommentar von Revic ,

Wenn ein Tier aus dem Tierheim vermittelt wurde, dann gibt es sogenannte Nachkontrollen. D.h. freiwillige Helfer fahren nach ein paar Wochen nochmal zu den neuen Besitzern hin, schauen sich die Haltung an, stellen Fragen und müssen dann entscheiden, ob das Tier im neuen Zuhause bleiben kann oder nicht.

Kommentar von Biba85 ,

Ahh ok.. weiss schon was du meinst... schlimm sowas...

Kommentar von Viowow ,

was ist daran schlimm?

Kommentar von Biba85 ,

Vorher nicht informieren und danach jemanden hinschickem um gegebenfalls den hund wieder wegnehmen... ich finds einfach falsch herum... erst informieren und wenn man denkt es ist ein gute platz hund abgeben und dann doch einmal jemanden vertrauen.. wenn man nicht vertraut, gibt man den hund nicht ab..

Kommentar von October2011 ,

Einen Hund einfach so wegnehmen geht nicht. Das wäre dann ein Diebstahl.

October

Antwort
von MaggieundSue, 13

Bei der Vermittlung eines Tieres ist die Vorkontrolle das wichtigste. Aber eine Vorkontrolle findet auch nur dann statt, wenn das Tierheim oder Tierschutz befunden haben, das der Interessent ein guter Kandidat ist. Verlief die Vorkontrolle gut und das Tier darf einziehen, gibt es bei einigen Organisationen noch eine Nachkontrolle. (Gibt es nicht mehr so oft)

Bei der Nachkontrolle fragt man nur noch nach, wie es geht. Ob es Unsicherheiten gibt, oder ob sie noch fragen haben. Man schaut auch nach, wie sich das Tier verhält. 

Warum sagst du, ohne Vorinformationen? Dies ist doch nicht hilfreich! Ein Angsthund verhält sich anders als ein aufgeschlossener Hund z.B.....Ohne Vorinformationen würde ich eine Nachkontrolle nicht machen.....  

Antwort
von Bernerbaer, 13

Solche Fragen werden bei einer Vorkontrolle gestellt.
Bei einer Nachkontrolle (wenn dies der Halter zulässt) kann man eigentlich nur schauen was das Tier für einen Eindruck macht.

Irgendeine Handhabe (wegnahme des Tieres) hat man nicht.

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