Welche Form der Konzentration liegt in einem Markt vor, wenn sich Unternehmen, die Komplementärgüter fertigen, zusammen schließen?

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1 Antwort

Wenn es sich um Kunststoffverschlüsse für die Gasflasche handelt, ist es eine vertikale Konzentration. ( Zulieferprinzip, Einsparung von Transaktionskosten ).

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Kommentar von MusiToo
28.05.2016, 15:11

Vor der Konzentration hat der Hersteller des Füllgutes, z.B. Limonaden-Produzent und Abfüller den Verschluss und die Flasche separat eingekauft und erst in seinem Produktionsprozess zusammengeführt. Somit sind die Einzelteile "Verschluss" und "Flasche" beide gleichrangige Vorprodukte, die vertikal erst auf der folgenden Ebene durch den Limonaden-Produzenten (nach der Befüllung) zusammengeführt werden.

Zwischen Verschluss und Flasche besteht somit eigentlich keine vertikale Beziehung, sie sind lediglich separate Bausteine für den nachfolgenden Produktionsprozess. Ich denke deshalb, der Begriff der "vertikalen Konzentration" kann hier im engen Sinne der Definition nicht angewendet werden.

Ich hatte bei meinen eigenen Überlegungen eher an eine "horizontale Konzentration" gedacht, da sich hier zwei Verpackungshersteller zusammen schließen.

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Kommentar von MusiToo
31.05.2016, 09:45

Ich denke, wir sind noch nicht ganz auf dem richtigen Weg. Ich versuche ein theoretisches Beispiel:

Firma A fertigt ausschließlich Baustein PA

Firma B fertigt ausschließlich Baustein PB

Baustein PA und Baustein PB sind komplementäre Güter. Sie unterscheiden sich auch in Fertigungprozess und Funktion

Firma C benötigt die Bausteine PA und PB für seine Fertigung des Produktes PC

Nun kauft Firma A die Firma B, um beide Bausteine PA und PB aus einer Hand gefertigt bei Firma C anbieten zu können (dennoch werden die Bausteine PA und PB erst in Firma C zusammengebaut, also einzeln gefertigt und geliefert)

Vertikale Konzentration läge für mich nur dann vor, wenn Baustein PA für die Fertigung von Baustein PB benötigt würde (oder umgekehrt). Hier sind aber beide gleichberechtigte Inputfaktoren/Bausteine, die erst auf der nachfolgenden Stufe (Firma C) zusammengeführt werden; dieser nachfolgende Prozess hat aber mit der Konzentration (Kauf von B durch A) nichts zu tun, so dass für sich allein betrachtet die Konzentration nicht vertikal (nachrangig) ist.

Horizontale Konzentration läge für mich nur dann vor, wenn die Bausteine PA und PB substituierbar wären.

Nach klassischer Definition passt mein Beispiel somit eigentlich nicht in "vertikal" und "horizontal". Da diese Form der Konzentration am Markt allerdings häufig ist, würde es mich wundern, wenn die Definition Lücken hätte und derartige Fälle nicht auffangen würde.

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