welche form der applikation führt am schnellsten zu einer wirkung?

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1 Antwort

Moin, 

von der Anschlagzeit her tuen sich diese drei Applikationsformen nichts. Es kommt vielmehr auf die Indikation an.

Eine epidurale bzw. peridurale Applikation ist indiziert, um gezielt Dermatome zu anästhesieren. Dies macht z.B. bei Hüft-TEPs oder großen abdominellen Eingriffen Sinn. Dabei besteht auch die Option, einen Periduralkatheter in Situ zu belassen, um kontinuierlich oder über einzelne Boli die Analgesie aufrechtzuerhalten. Konträr dazu steht die Spinalanästhesie.

Eine Spinalanästhesie verursacht eine ausgedehnte Anästhesie, deren Bereich abhängig von der Körperlage des Patienten sowie der physikalischen Beschaffenheit des Lokalanästhetikums (z.B. hyperbar) ist. Problematisch dabei ist u.a. die Sympathikolyse, welche ggf. zu dem Bild eines spinalen Schocks führen kann. Dem wird i.d.R. erfolgreich mit Sympathomimetika wie Akrinor vorgebeugt bzw. entgegengewirkt. Darüber hinaus besteht, im Gegensatz zur Periduralanästhesie, nicht die Möglichkeit einer kathetergestützen Applikation, da die Gefahr einer Infektion zu hoch wäre. Spinalanästhesien werden daher in "Single Shot"-Technik durchgeführt.

Von der Anschlagzeit her sind diese Verfahren, wie bereits gesagt, jedoch ebenbürtig.

Könnte ich deine Frage soweit beantworten (auch wenn ich etwas abgeschweift bin) oder ist noch etwas offen? In dem Fall frag gern nochmal nach.

Lieben Gruß ;)

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