Mein Mann war Alkoholiker, war in einer Kur trinkt nicht mehr, aber sein Verhalten ist genauso wie vorher.Er ist sehr verantwortunglos und lebt in einer Scheinwelt, will nichts einsehen und lässt sich nicht helfen. Was mir noch mehr Sorgen macht ist, dass meine Tochter alles voll mitkriegt und von sich aus sehr viel Verantwortung übernimmt, damit ich nicht noch mehr Sorgen habe. Ist ja rührend, aber ich möchte das nicht, weil ich weiß, dass es sie kaputt macht. Vor zwei Jahren hat sie versucht sich umzubringen. Sie tut so als ob es ihr gut geht aber das ist nur Fassade. Sie spricht nicht mit mir - frisst alles in sich rein. Ich weiß nicht was ich tun soll. Bin dankbar für jede Antwort vlg

Ich denke, deine Tochter und auch du sollten unabhängig von einander, eine Therapie machen. Auch wenn deine Tochter es nicht zeigt, sitzt es jetzt schon ganz fest in ihrem Hinterkopf und wird sie ein Lebenlang prägen u begleiten. Es stellen sich irgendwann Verhaltensmuster ein und um so mehr Zeit vergeht,desto schwieriger wird es mit der Verarbeitung werden. Wenn sie sich gegen eine normale Gesprächstherapie sperrt, vielleicht ist eine Kunsttherapie etwas für sie. Sie will für dich stark sein u dich nicht weiter belasten, denn sie erkennt wie du leidest u will dich als starke Tochter unterstützen. Ihre Seele leidet aber u kann sich später in vielen angeeigneten Eigenschaften wiederspiegeln. Tut euch beide etwas gutes und geht zu einem Therapeuten. Er gibt euch Kraft und zeigt euch Wege, wie ihr mit seinem Verhalten besser umgehen könnt bzw. verstehen könnt, ggf. auch helfen könnt. Ich wünsche euch viel Kraft, Mut u Liebe für einander. LG Seelenlos

Ich muß noch mal etwas schreiben. Bertolt Brecht sagte einmal: " Dass Du Dich wehren musst, wenn Du nicht untergehen willst, wirst Du doch einsehen."
Deinen Mann nicht verlassen, weil du weißt, er geht unter und nur du kannst ihn einigermaßen hoch halten, ist auf Dauer der falsche Weg! Ich habe das gleiche Drama mit meinem Ex Freund durch. Er war Quartalstrinker u hat hat mich mehr als schlecht behandelt. Ich habe mich, mein Leben und meine Persönlichkeit für ihn aufgegeben. Alle haben gesagt, ich bin die einzige, die ihn noch so einigermaßen zur Vernunft bringen kann u er nichts schlimmeres anstellen wird durch mich. Ich habe es bis zur Selbstaufgabe betrieben u bin dann Gott sei Dank, von einer Freundin da heraus geholt worden. Ich landete in einem Frauenhaus, er soff sich, glaub ich, noch dsa letzte bisschen Verstand aus dem Hirn und beging kriminelle Handlungen. In der Zeitung stand ein riesiger Zeitungsartikel über seine Tat u der Satz; "Als seine Freundin ihn verließ, die die letzte wahr, die noch Einfluss auf ihn hatte, sackte er vollkommen ab." ; wollte ich sofort meine Sachen packen und weiter erdulden, nur um nicht Schuld für sein jetziges Handeln zu sein.
Heute bin ich so froh, dass die Betreuer mich massiv zurück gehalten haben. Du kannst ihm in diesem Zustand NICHT helfen, wenn er nicht will. Du machst dein Leben u das Leben deiner Tochter kaputt.
Du bist es Wert, glücklich sein zu dürfen, zu lachen, geliebt zu werden und zu leben. Deine Tochter erst recht. Sie kann nun gar nichts dafür und kann auch nicht Handeln. Sie muss aushalten, erdulden u leiden. In welchem Maße, auch das weiß nur deine Tochter ganz allein u in diesem Punkt kannst du ihr nicht in die Seele schauen u ihren Worten absolutes Vertrauen schenken. Sie liebt dich u würde es dir nicht noch schwerer machen!
Schnappe dir deine Tochter und tretet hinaus in das Leben!!! macht es euch schön, seit für einander da, gebt euch Halt, unterstützt euch, liebt euch, redet, holt euch Unterstützung und lebt euer verdientes glückliches Leben!!!!!
Er muß fallen! und er muß noch mal fallen, dann erst wird er vielleicht aufwachen u dann wird es noch eine Weile dauern, bis er Hilfe annehmen kann. Wenn ihr euch innerlich tot fühlt, wird es Zeit, euch beiden starken Frauen, wieder Leben einzuhauchen!
Liebe desperatewive! Wenn wir einen Wunsch im Herzen tragen u schweigen aus Angst vor dem "Nein", dann sagen wir "Nein" zu uns selber. Unsere Wünsche auszusprechen, ist ein Risiko. Aber es ist ein"JA" zu uns. - zu dir u deiner Tochter; Ich wünsche euch: Kraftvolle Erinnerungen an gelungene Moment der Selbstwerdung. Mitten in deinen Selbstzweifeln wünsche ich euch jenes unerwartete Wort, das aufrichtet zum nächsten Schritt, jene zärtliche Geste, die bewegt zu mehr Selbstvertrauen, jene Erinnerung, die vom Aufbruch aus auswegloser Situation erzählt. In unerwarteten Begegnungen sei euch geschenkt, was euer Herz sucht!
aline1507 am 1. Juni 2008 18:43 Seelenlos, ich glaub du hast hier vielen (wie auch mir) aus der Seele gesprochen!!!
Seelenlos am 1. Juni 2008 22:28 vielen Dank! ;), Ich hoffe so sehr, dass desperatewive Mut zum ersten Schritt in ein neues, erfülltes Leben mit ihrer Tochter bald finden wird u wagt, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Es ist schwer, doch sie ist nicht allein! Ich hoffe nur, ich habe mit meinen Worten nichts falsch gemacht. LG Seelenlos
Nein du hast mit deine Worten auch nichts falsch gemacht ;) das ist es ja. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich find auf jeden Fall, dass du Recht hast. Ich weiß nur nicht, ob ich das alles so umsetzen kann und ob ich überhaupt die Kraft dazu habe. Tut mir Leid, dass ich nicht sofort etwas geschrieben habe. Ich wusst im ersten Moment nur nicht was mir dazu einfällt...vlg
Seelenlos am 2. Juni 2008 23:03 Es muß dir nicht Leid tun. Ich brauche auch meine Zeit um manche Dinge wirken zu lassen u Worte zu finden. Unterschätze deine Kraft nicht. Du zeigst sie jeden Tag. Sie ist "nur" falsch eingesetzt. Gibt es jemanden an deiner Seite, der dir seine Hand reichen kann? Der euch bei den ersten Schritten in ein erfüllteres Leben begleiten würde? Nimm dir mal einen Zettel u schreibe Pro und Contra auf. Hast du mit deiner Tochter schon mal über deine Gedanken gesprochen? Sie kann bestimmt auch P & C aufschreiben. Ihr beide solltet euch dann zusammensetzen und besprechen, wie es weiter gehen soll u welchen Weg ihr bestreiten wollt. Es hört sich einfach an, ich weiß. Es wird ein schwerer Weg werden, doch am Ende gewinnt ihr!!!! Verschenkt nicht noch mehr Zeit, eure Kraft wird in dieser Situation nicht mehr. Ich wünsche euch von ganzem Herzen, ihr würdet euch trauen, den ersten Schritt nach vorn zu machen. Der zweite wird leichter und die anderen folgen von allein. GLG Seelenlos
Aus meiner Arbeit in der Suchtberatung weiß ich, dass Angehörige immer co-abhängige, d.h. deckende Verhaltensmuster annehmen. Es ist wichtig, wenn Du Deiner Tochter helfen willst, auch zu erkennen, dass Du auch Dir helfen lassen musst von erfahrenen Leuten, um zu erkennen, was Du über die Jahre an falschen Schweige- und Deckungsmustern in Deinem Verhalten entwickelt hast. Für mich kannst Du Dich am besten Deiner Tochter gegenüber verhalten, indem sie an Dir sehen kann, wie Du Dich veränderst. So kann auch sie Anstösse zur Veränderung bekommen. Gehe entweder zu den AA, bei denen auch Angehörige reden können und Hilfe erfahren oder suche eine Suchtberatungsstelle auf, weil die die Probleme für Angehörige sehr gut kennen. LG und gutes Gelingen, aber auch viel Mut zur Selbsterkenntnis und Veränderung. Fange auch an mit Deinem Mann über sein falsches Verhalten zu reden.
mir gings ähnlich, man wird halt viel selbstständiger und fängt schon sehr früh(zu früh) mit putzen, kochen, einkaufen, usw an
Mein Vater war auch Alkoholiker und ich habe sehr darunter gelitten. Mein Mutter war gestorben und dann ging die Trinkerei richtig los. Ich stand mit allem alleine da. Die liebe Verwandtschaft hat sich abgewandt, nur meine beste Freundin war für mich da. Ich habe erst mich therapieren lassen und dann hatte ich genügend kraft, um meinen Vater zu helfen. Also mein Rat: Such dir hilfe, um deiner Tochter zu helfen. Es gibt Suchtberatungsstellen, Psychologen....und und und...am besten, du fragst mal deinen Hausarzt, ob er jemanden empfehlen kann. Es wird ein steiniger Weg werden, aber mit vereinten Kräften schafft man es. Mein Vater ist seit 10 Jahren trocken und wir haben wieder ein super verhältnis und auch mir gehts gut.
Mein Mann will sich ja leider nicht helfen lassen. Er sagt immer :"die ganzen Psychologen können einem sowieso nocht helfen, die sind alle gleich" und lauter sowas. Eine Zeit lang hatte er mal Panikattacken und Angstzustände. War dann bei einigen Psychologen und hat schlechte Erfahrungen gemacht. Seit dem möchte er zu keinem mehr gehen so ungefähr : Die sind alle gleich, die können einem nicht helfen, es sind Fremde usw. Selbst wenn er zu einem Psychologen gehen würde, würde er ja sowieso nicht mit ihm sprechen, dass macht er schom mit mir nicht. Ich glaube nicht, dass er sich noch ändert in i-etwas. Ich versuche schon seit Jahren etwas zu verbessern, ihm zu helfen - leider erfolglos. vlg
dann musst du für dich einen Schlussstrich ziehen und die Beziehung beenden. Lass dich nicht in seine Sucht mit hineinziehen. Das macht dich nur mit krank. Ich merke aus deinem Schreiben, dass du keine Kraft und auch müde bist von all dem. Mach dir dein Leben nicht kaputt, du hast auch nur das eine. Geniesse es. Nimm dein Kind und bau dir eine neue Welt auf, es ist nie zu spät dafür.

Ernstgemeinte Gegenfrage: warum bist du und deine Tochter noch bei deinem Mann, nachdem er sich wohl nicht geändert hat? Selbst wenn du ihn liebst, ist die Trennung evtl. für ihn ein "Zeichen" sich zu ändern, wenn er Euch zurück haben will. Ist sehr extrem gedacht, aber ich fürchte deine Tochter geht in diesem Zustand ein (wie alt ist sie?). Das Beste was du jetzt tun kannst, ist, dich einer professionellen psychologischen Beratung anzuvertrauen. Die hilft dir am Besten mit der Situation umzugehen.
Das haben mich einige Freunde auch schon gefragt und gesagt sie hätten ihn schon längst verlassen. Ich liebe ihn auch nicht mehr - schon lang nicht mehr. Ich weiß, dass er ohne mich nicht klar kommen würde. Würde mit Sicherheit wieder anfangen zu Trinken und eine Arbeit findet er jetzt ja schon nicht (ich glaube aber auch, dass er gar nicht will. Das würde ja heißen sich auf neue Leute einstellen usw. - Er hat Angst davor). Am Ende würde er sich bestimmt umbringen. Sein Vater war früher auch Alkoholiker und hat ihn als einziges von seinen Kindern heftig verprügelt (dazu muss ich noch sagen, dass mein Mann noch nie gewalttätig war) und musste immer weggehen, wenn der Vater gerade heim kam. In solchen Situtationen wäre wahrscheinlich jeder weggerannt, aber er läuft schon sein ganzes Leben vor allem weg. Er war schon immer so. Solange es keine Probleme gibt ist alles in Ordnung - aber wenn doch dann sieht er weg. Dazu kommt noch, dass sein "Lieblingsbruder" sich als mein Mann noch jünger war sich umgebracht hat. Darunter leidet er heute noch sehr und spricht nicht darüber. Er hat mir es auch erst erzählt als wir schon verheiratet waren. Er ist an sich auch absolut kein schlechter Mensch. Ich bin der Meinung, wenn er eine andere Kindheit gehabt hätte, wäre er jetzt komplett anders. Das sind alles so Dinge die mir Leid tun. Wenn ich ihn verlassen würde, würde er untergehen und damit könnte ich glaube ich nicht leben. Andererseits ist da ja dann noch meine Tochter. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Krass ausgedrückt muss ich mich ja entscheiden, ob das Leben von ihm oder meiner Tochter zerstöre...Verstehst du was ich meine? vlg
und zu deiner Frage wie alt sie ist. Meine Tochter ist 15.
aline1507 am 1. Juni 2008 18:31 Denke mal darüber nach: deiner Tochter kannst du, soweit es geht, noch eine "unbeschwerte" Jugend ermöglichen. Wie man leider lesen kann, hat sie auch schon manifeste psychische Probleme mit dieser Situation, die dringend therapiert gehören. Aber bei ihr ist noch einiges zu machen, sie hat ihr Leben noch vor sich. Und Du hast einen Erziehungsauftrag, den du erfüllen solltest. Wie du dich auch entscheidest, deine Tochter sollte schnellst möglichst raus aus der Situation. Setze dich mal mit ihr zusammen und besprecht dieses Thema mal eindringlich. Hör dir mal an, was ihre Vorstellungen bzw. Wünsche sind. Oder weisst du es schon? Vielleicht findet ihr auch eine Zwischenlösung, indem sie alleine von zu Hause weggeht. Vergiss nicht, jeder von Euch hat sein eigenes Leben zu leben, dazu gehörst du und ebenfalls dein Mann. Er ist mittlerweile Erwachsen und sein Leben ist leider in eine gewisse Bahn geraten, die du im Nachhinein nicht ändern kannst. Alles, was du erreichen könntest, ist ihn vor Schlimmerem zu bewahren. Alles was zu seiner Lebensverbesserung beiträgt, muss leider von ihm ausgehen (wobei hier Unterstützung von Profis sicher angebracht ist). Und du: willst du dein eigenes Leben und evtl. schöne Dinge, die du erleben könntest, zurück stellen, für eine rein psychologische Betreuung, der du vielleicht garnicht gewachsen bist? Damit würdest du wohl auch noch dein Leben zerstören. So hart es klingt, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Und die einzige für die du ausser dir selbst noch verantwortlich bist, ist deine Tochter! - und nicht dein Mann.
Ich kann gut verstehen in welcher Zwickmühle du steckst und das Wissen um seine Vergangenheit lässt mich auch mitleidig werden, aber DU hast nur 1 Leben hier, überleg dir was du damit machst!
Aa aufsuchen und für betroffene angehöhrige Hilfe suchen da sind schon schäden da punkto Tochter nach suezit
Deine Tochter und Du solltet Euch psychologische Hilfe suchen. Der Alkoholismus Deines Mannes wird bei DeinerTochter und Dir bleibende psychische Schäden verursachen. Kinder von Alkoholikern, haben ein erhöhtes Risiko später ebenfalls abhängig zu werden. Deine Tochter entwickelt wird darüber hinaus eine Präferenz für Männer entwickeln die ebenfalls Alkoholprobleme haben.