Frage von likearocket904, 117

Welche Folgen erwarten mich wahrscheinlich?

Hallo,ich wurde eines Nachts von der Polizei angehalten ,weil ich im Halteverbot stand, ich hatte getrunken.Ich habe relativ spät angehalten meinte die Polizei , jedoch sagte ich Ihnen ,dass das wegen der mangelnden Möglichkeiten zum Anhalten war , ich wollte mich nicht mitten auf die Straße stellen, die Polizei hielt das für eine Ausfallerscheinung, ich hätte nicht wahrgenommen, dass ich anhalten soll etc.. Man bemerkte ,dass ich Alkohol getrunken hatte und deshalb sollte ich diesen "Pustetest" machen, der ergab ,dass ich circa 0,4 Promille hatte. Daraufhin ging es zur Wache, ich wurde gefragt ob ich einen Urintest machen möchte, in meiner Naivität habe ich diesen gemacht jedoch ging der bei THC etc negativ aus.Danach wurde der Bluttest gemacht dem ich freiwillig zustimmte , der wird wahrscheinlich ergeben , dass ich THC im Blut hatte zumal ich gegenüber der Polizei zugegeben habe vor einem Monat mal Cannabis zu mir genommen zu haben.Meinen Führerschein haben sie dort behalten und meinten , dass der bald wahrscheinlich wieder an mich geht , da ich zu wenig getrunken hätte als ,dass sie mir den für eine lange zeit entziehen könnten.Die Polizei meinte, dass ich sehr umgänglich wäre und mich ja auch nicht quergestellt habe und dass das die Entscheidung des Richters positiv beeinflussen könnte.Ich habe desöfteren gekifft weswegen der Bluttest da wahrscheinlich positiv sein wird. Jetzt würde ich gerne wissen wie lange es vorrausichtlich dauert bis ich Bescheid bekomme, ob mich der Urintest entlasten kann,ob ich eine MPU zu absolvieren habe und die allgemeinen Folgen für mich. Das war übrigens das erste Mal , dass ich gegenüber der Polizei auffälig geworden bin. Danke schonmal für Antworten.

Antwort
von Szwab, 68

Da dein Führerschein einbehalten wurde, wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr gegen dich eingeleitet (§316 StGB). Dich erwartet eine Führerscheinsperre von mindestens 6 Monaten sowie ein Strafbefehl in Höhe eines Monatsgehalts (ist nur eine persönliche Einschätzung, kann natürlich variieren). Die MPU könnte, muss aber nicht angeordnet werden. Kommt auch auf das jeweilige Bundesland an. Wenn du in Bayern oder Bawü lebst, hast du schlechte Karten.

Kommentar von likearocket904 ,

6 Monate?Das hörte sich auf der Wache anders an.Es ist NRW.

Kommentar von Szwab ,

§69a StGB - 6 Monate bis 5 Jahre

Kommentar von likearocket904 ,

Das ist doch völliger Humbug

Kommentar von Szwab ,

Und wie kommst du darauf dass es Humbug ist ? Du hast eine Frage gestellt, ich beantworte sie dir. Nun passt dir die Antwort nicht und du sagst es sei Mist.

Kommentar von likearocket904 ,

Anhand von anderen Fällen kann es so heftig nicht werden, es waren "nur" 0,4 Promille.Vielleicht würde es bei 2,0 so aussehen aber das wäre doch dermaßen übers Ziel hinausgeschossen.

Kommentar von Szwab ,

0,4 Promille sind tatsächlich nicht viel, dass ist korrekt. Du hättest nach diesem Wert (solang du aus der Probezeit bist und über 21 Jahre) ohne Konsequenzen weiterfahren können. Da die Beamten aber Ausfallerscheinungen feststellen konnten, konnte dir die relative Fahruntüchtigkeit nachgewiesen werden. Das ist dann so als würdest du ohne Ausfallerscheinungen 1,1 Promille oder mehr haben. Dieses Verfahren kommt unabhängig von dem Ergebnis des noch hinzukommenden THC Tests auf dich zu.

Antwort
von bro5413, 56

Ich denke mal das wird auf ein einmonatiges Fahrverbot hinauslaufen. Punkte wirst du natürlich auch bekommen und ein Strafgeld musst du wahrscheinlich auch zahlen. Einen Führerscheinentzug halte ich für sehr unwahrscheinlich, außer es wird dir nachgewiesen dass du bekifft gefahren bist, dann darfst du dich für ein Jahr von deinem Führerschein verabschieden. Ein Bekannter wurde in der Probezeit mit 0,1 Promille erwischt und musste seinen Führerschein für einen Monat abgeben und 750€ zahlen.

Kommentar von likearocket904 ,

Bekifft gefahren bin ich nicht sonst wäre der Urintest wahrscheinlich positiv ausgefallen.Dankeschön, wahrscheinlich erwartet mich genau das plus aufbauseminar.

Kommentar von bro5413 ,

Dann hast du keine hohe Strafe zu befürchten, mit Glück entscheidet sich der Staatsanwalt auch gegen eine Strafe. Hoffe dir war das eine Lektion. Liebe Grüße.

Kommentar von likearocket904 ,

Ja war es,danke.

Antwort
von tuedelbuex, 52

Wegen des THC, denke ich, mußt Du Dich nach einem Monat keine Sorgen machen. Der Konsum ist nicht strafbar und eine Auswirkung auf Deine Fahrtüchtigkeit nach dieser Zeitspanne nicht mehr gegeben. Die 0,4 Promille sind zwar noch im Rahmen (es sei denn Du bist noch in der Probezeit oder unter 21) oder zeigtest tatsächlich Ausfallerscheinungen, die auf eine Fahruntüchtigkeit hindeuten....

Kommentar von likearocket904 ,

Ja ich liege noch in der Probezeit

Kommentar von tuedelbuex ,

Das ist schlecht!




Für Alkohol am Steuer innerhalb der Probezeit bzw. unter 21 Jahren sind als Sanktionen vorgesehen:

von 200 bis zu 1.500 Euro Bußgeldmindestens zwei Punkte in FlensburgAnordnung der Teilnahme an einem AufbauseminarVerlängerung der Probezeit um weitere zwei Jahre

Außerdem gilt nach wie vor für alle motorisierten Verkehrsteilnehmer, innerhalb und außerhalb der Probezeit:

Fahrverbot ab 0,5 PromilleGeldstrafe und Entzug der Fahrerlaubnis bei relativer oder absoluter Fahruntüchtigkeit (ab 0,3 bzw. 1,1 Promille, siehe hierzu den Artikel "Promillegrenzen")



http://www.fahrtipps.de/verkehrsregeln/probezeit-alkohol.php



Kommentar von likearocket904 ,

Da ich unter der 0,5 Promillegrenze liege dürfte also kein Fahrverbot auf mich zukommen und ich bekomme demnächst meinen Führerschein wieder oder?

Kommentar von tuedelbuex ,

Sofern man Dich nicht trotzdem für fahruntüchtig hält:

Ab 0,3 Promille, die zum Beispiel schon durch das Trinken von einem Bier (0,33 l) erreicht sein können, wird von einer sogenannten „relativen Fahruntüchtigkeit“ ausgegangen. Bei auffälliger Fahrweise, beispielsweise Schlangenlinien, kommt schon ab diesem Alkoholwert eine Straftat wegen Trunkenheit im Verkehr in Betracht. Verursacht der alkoholisierte Autofahrer bzw. die alkoholisierte Autofahrerin einen Unfall, muss er oder sie mit einer Verurteilung wegen Gefährdung des Straßenverkehrs rechnen. Hier drohen Geld- oder Freiheitsstrafen und die Entziehung der Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate. In Flensburg kommen sieben Punkte im Verkehrszentralregister hinzu.



Bleiben trotzdem die Punkte, die Geldstrafe, das Aufbauseminar und die Verlängerung der Probezeit....kleiner Tipp: Keinen Alkohol trinken, wenn Du noch fahren mußt oder willst....da halte ich mich mit meinen fast 50 Jahren auch dran.....denn so gibt es überhaupt keine Probleme wegen irgendwelcher "Grenzfälle" oder Auslegungsfragen durch Polizeibeamte. 0,00 Pomille ist unmissverständlich......

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