Welche ethischen Konsequenzen hat die Aussage von Peter Singer zum Thema Tötung behinderter Babys?

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5 Antworten

Diese Frage ist sehr provokativ und verallgemeinernd gestellt. Nach ein paar Recherchen kann man diese Aussage relativieren:

"Singer argumentiert, dass Eltern zusammen mit den zuständigen Ärzten über das Weiterleben eines Säuglings entscheiden sollten, der an einer unheilbaren Krankheit wie Anenzephalie leidet und dessen Leben daher niemals auch nur minimale Befriedigung erfahren wird. Das Lebensrecht von erwachsenen behinderten Personen zweifelt er nicht an."

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Singer#Rezeption

Als Anenzephalie bezeichnet man:

"Als Anenzephalie oder Anenkephalie (von griech. α privativum und ἐγκέφαλος, enkephalos, „Gehirn“ → „ohne Gehirn“) wird die schwerste Fehlbildungsform eines Neuralrohrdefekts (NRD) bezeichnet. Sie entsteht vor dem 26. Tag der Schwangerschaft. Bei Kindern mit einem Anenzephalus hat sich die Schädeldecke nicht geschlossen, und es fehlen in unterschiedlichem Umfang Teile des knöchernen Schädeldaches, der Hirnhäute, der Kopfhaut und des Gehirns. Das Stammhirn ist lediglich bei einem Viertel der Fälle entwickelt. Weiterhin ist die Hypophyse unterentwickelt. Die Lebenserwartung nach der Geburt beträgt lediglich wenige Stunden."

https://de.wikipedia.org/wiki/Anenzephalie

Es ist also keine Rede von Euthanasie oder "Vernichtung unwerten Lebens", von dem die Deutschen ein ungutes Lied singen können.

Meine Meinung: Jedes Leben verdient, erhalten zu werden, sei es auch nur für wenige Stunden. Vielleicht wird es in Zukunft möglich sein, eine Krankheit wie Amyotrophe Lateralsklerose schon im Mutterleib diagnostizieren zu können und den Fötus abzutreiben. Und dann?

Dann hätten Menschen wie Stephen Hawking nie gelebt.

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Kommentar von reblaus53
27.11.2016, 20:29

Dann hätten Menschen wie Stephen Hawking nie gelebt.

Beethoven auch nicht.

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Er spricht damit ganz konkret meinem Sohn mit dem Down-Syndrom sein Lebensrecht ab. Er ist der Meinung, ich hätte meinen eigenen Sohn nach der Geburt töten sollen, bzw. ich hätte zulassen sollen dass jemand anderes das tut. Mein Sohn ist ein fröhlicher, selbstbewusster junger Mann, der sein Leben ausserordentlich geniesst. Wir sind sehr glücklich mit ihm.

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Kommentar von SchizoSync
27.11.2016, 19:59

Ich glaube, dass alle Beteiligten ohne dieses unselbstständige Kleingeistes besser dran währen. Es ist im Prinzip bloß künstlich erhaltenes Leben eines dem Tode geweihten Wesens. Ich bin mir sicher, dass das, was du Glück bei deinem Sohn nennst, nichts weiter ist, als illusionierte Scheinfreude, die aus geistigen Einschränkung und verzerrter Selbst- sowie Fremdwahrnehmung resultiert.

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Kommentar von Doktorfruehling
27.11.2016, 20:05

Kann dieses Individuum aus gute frage entfernt werden!

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Kommentar von SchizoSync
27.11.2016, 20:13

Meine Seele gehört längst dem Teufel, im Gegenzug bekam ich die Gabe, zwischen Schein und wahrer Natur unterscheiden zu können. Mich aufgrund meiner Meinung abzulehnen, billige ich euch freilich zu. Aber sich mit dem zu beschäftigen, was einen vielleicht treffen könnte, wird euch immer überfordern.

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Hallo Hannelchen, du hast ja hier tatsächlich eine höchst lebhafte Diskussion losgetreten!  ;-))   Mich würde jetzt mal interessieren, was der Hintergrund deiner Frage ist!

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Kommentar von Hannelchen
07.12.2016, 15:05

Wir haben darüber im Religionsunterricht gesprochen, wollte noch andere 'Sichtweisen/ Antworten' hören 

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Es widerspricht dem sozialem Charakter einer modernen humanistischen Gesellschaft und stellt unperfektes Leben als Nicht lebenswert dar. Wie weit im Prinzip die Grenze der Perfektion zu ziehen ist ist keineswegs deutlich.

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Besser kann man das nicht beantworten:

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