Meine Frau und ich verzweifeln im Augenblick gelegentlich an unserer Tochter. Sie ist wunderbar, klug und alles, aber sie wird auch immer schwieriger und widerspenstiger. Wir wollen aber nicht rumschreien oder ständig nur nörgeln, da wir nicht glauben, dass es was bringt. Wir haben es mit Strafen probiert, wie ihr eine Stunde ihre Lieblingspuppi zu entziehen, was aber jedesmal in derartigen Tränenausbrüchen endet, dass wir aufgeben. Sie steht dann schluchzend, fast hyperventilierend vor uns und nach spätestens zehn Minuten geben wir auf. Muss man das trotzdem durchziehen? Verstehen Kinder in dem Alter wirklich den Zusammenhang von Handlung und Strafe? Was kann man sinnvolles tun?

Ich würde mal beobachten, wann und aus welchem Grund sie widerspenstig wird - alles hat eine Ursache, manchmal ist es eben nur Langeweile oder Effekthascherei.
Sie versteht "Ursache und Wirkung" sehr gut und sie weiß jetzt schon, wie sie bei euch etwas erreichen kann. Trotzdem nicht verzweifeln und in diesem Alter nicht zuviel strafen.
Konsequenz ist aber enorm wichtig gerade jetzt, das müßt ihr durchziehen, auch wenn noch so viele Tränen fliessen. Aber versucht ihr immer wieder "kindgerecht" zu erklären, warum ihr jetzt so handelt und laßt sie trotzdem eure Liebe spüren!
Diese Phase geht vorbei und andere kommen.. ihr schafft das schon!!!

Ich muß Sender zustimmen, Ihr braucht dringend professionelle Hilfe, wenn Ihr schon in der ersten Trotzphase derart hilflos und konzeptlos seid( das ist keinesfalls als Kritik gemeint, da es vielen Eltern so geht). In ein paar Jahren werden die Auseinandersetzungen mit Eurer Tochter immer heftiger werden. Bis dahin müsst Ihr gelernt haben, damit umzugehen.

Aus der Frage sehe ich leider nicht, welches Problem wann auftritt. Ich lese nur was wie STRAFE.
Strafe ? wofür ? Dafür dass sich das Kind wie ein Kind verhält?
Ist sicher nicht nett, was ich euch rate, aber geht mal zum Psychologen und schaut mal, wie das bei euch so aussieht. Wir haben alle unsere Muster und Macken von unseren Vorfahren bekommen und überwiegend auch übernommen. Eltern werden ist kein zu erlernender Beruf.
Deswegen lieber professionelle Hilfe für den, der das Problem hat, aber nicht Strafe für den, der kein Problem hat...
Einer Zweieinhalbjährigen für 1 Stunde das Lieblingsspielzeugzu entziehen, ist ganz bestimmt nicht der richtige Weg. Der Zeitraum ist viel zu lang und sie versteht auch noch nicht, was das bezwecken soll. Ich denke, ihr solltet einfach konsequenter sein. Nein heißt auch nein! Beschäftigt ihr euch ausreichend mit der Kleinen? Spielt ihr mit ihr? Man kann Zweijährigen auch schon wunderbar kleine Geschichten vorlesen, schwimmen gehen, Ausflüge machen, z. B in den Zoo. Beschäftigung und Konsequenz sind total wichtig. Geht sie in einen Kindergarten? Ganz wichtig!! Ansonsten holt euch professionelle Hilfe.

Die Allgemeinstimmung bei Euch muss zunächst mal liebevoll sein, das ist die Regel. Der "Zwergerlaufstand" muss die Ausnahme sein, bei dem sofort durchgegriffen wird: bocken lassen, nicht teilnehmen lassen... Puppe wegnehmen geht nur, wenn sie sich mit der Puppe nicht richtig benimmt. Und ruhig mal schmollen und weinen lassen: dann kommt die Strafe auch an. Aber dann nach ein paar Minuten (nicht schon nach 1 Minute, vielleicht ca. 3 Minuten) Versöhnung schließen und sagen: "gell, Du machst das jetzt nicht mehr". Das ist ganz wichtig. Konsequent und liebevoll handeln, aber es muss schnell wieder alles in Ordnung sein. Damit nachvollziehbar ist, was nicht geht, aber dass sie geliebt wird. Keinen dauernden Psychostress aufbauen. Knuddelt sie mal so richtig, sagt ihr daß ihr sie lieb habt, wenn sie nichts ausgefressen hat und wenn ihr sie ins Bett bringt.
Luise am 7. Januar 2008 23:23 Wenn sie nur trotzig ist: nehmen, auf den Schoß setzen und liebevoll festhalten, so viel sie sich auch wehren mag. Dazu summen, ganz ruhig, auch wenn sie fast platzt. Erst loslassen, wenn die Wut weg ist. Das hilft super, innerhalb von ein paar Minuten. Aber ganz wichtig: Liebevoll!!!
sender am 8. Januar 2008 04:42 Ich kann nur von mir selbst sprechen und möchte sagen, dass ich kein Freund von Methoden oder Verfahrensweisen von Frau Prekop bin. Die Grenze des 'Liebevollen' zum 'nicht mehr Liebevollen' ist mir sehr leicht verwischbar bei dieser 'Methode'.
http://de.wikipedia.org/wiki/Festhaltetherapie
Liebe Grüße.

Ich glaube nicht, dass Kinder in dem Alter da schon einen Zusammenhang sehen. Konsequenz ist natürlich wichtig, aber in einem anderen Sinne. Wir machen es so, dass wir bei unserm Kleinen (2 1/4) bei dem Standpunkt bleiben, den wir haben(wenn wir davon überzeugt sind) und dann gibt es 2 Wege, wenn er nur noch weint und schreit: Entweder hinsetzen und nichts machen, dann kommt er irgendwann und sagt "doch wieder lieb" oder totale Ablenkung.
JakobsEltern am 7. Januar 2008 22:33 Übrigens auch wenn sie klug ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie in dem Alter schon weiß, was eine Stunde ist, geschweige denn wie lang die ist. Die denkt doch bestimmt, die nehmen mir einfach die Puppe weg. Wenn ich mir das vorstelle, dass mir damals jemand meine Lieblingstier weg genommen hatte... Traurig wär ich gewesen. Sehr traurig!
sender am 7. Januar 2008 22:42 Und es ist zudem das Einzige, an dem sie sich noch festhalten kann, wenn sie sich schon falsch behandelt fühlt.

Du hast wirklich überhaupt keine Ahnung.
Geh zur Erziehungsberatung, bevor es noch schlimmer wird mit Euch.
Ein Buch will ich Dir gar nicht erst empfehlen. Du hast so viel aufzuholen. Das würdest Du noch nicht verstehen können.
HerrLich am 7. Januar 2008 22:22 Das tut schon richtig weh. DH
sender am 7. Januar 2008 22:29 Du solltest mich mal sehen. Meine ganze Familie hyperventiliert gerade.
Erstes Gebot der Kindererziehung: 'Du sollst nicht strafen.'
Ich habe ein (c) auf dem Spruch. Der kommt ins Vorwort für mein nächstes Buch.
Hier ist ein guter Artikel über das Verhalten von Kindern in diesem Alter: http://www.familienhandbuch.de/cmain/fAktuelles/aHaeufigeProbleme/s232.html
Das genau ist Erziehuung - das Kind versucht und wir Eltern müssen konsequent sein. Starfen ja, aber immer so, daß das Kind nachvollziehen kann, daß es einen Fehler gemacht hat und das die Folge daraus ist. Wenn aber tränen fließen und man gibt nach, dann hat man schon verloren. Die kInder in dem Alter wissen schon recht gut, was sie dürfen und was nicht und testen ihre Grenzen bis zum letzten aus. Es gibt sehr gute Bücher, die diese Zeit den Altern etwas verdeutrlichen und HIlfestellung sein können. Auf jeden Fall ist das der erste Test, dem noch viele andere folgen werden.
sender am 7. Januar 2008 22:21 Dein Kommentar ist gefährlich. Was Du als Konsequenz bezeichnest ist Unvermögen. Und die Bücher, die Du empfehlen würdest, die kenne ich auch. Allesamt Schrott.
JakobsEltern am 7. Januar 2008 22:29 Was sind das denn für Bücher? Würd mich rein beruflich mal interessieren.
sender am 7. Januar 2008 22:39 Das geht in die Richtung 'Jedes Kind kann... (...trocken - oder irgendetwas anderes - werden)'
bis hin zu 'Supernanny weiß wie es geht.'
Dann gibt es da ein lustiges Programm, das in der Wikipedia recht positiv beschrieben ist. Da es hier um kommerzielle Interessen geht, halte ich eher etwas von folgender Darstellung:
http://www.wdr.de/tv/service/familie/inhalt/20030709/b_1.phtml
JakobsEltern am 7. Januar 2008 22:55 Auszeit immer Zimmer? Gar nicht gut. Meine Meinung. Ist wie Liebesentzug. Musste ich auch erst lernen...:-( Lieber nicht. Probiert es mal mit einfach ruhig hinsetzen. Bei uns hat sich dadurch die Zeit der Wutanfälle echt extrem verkürzt! @ Sender: Ach die Bücher... Kenn ich eins von. Jedes Kind kann... Und die liebe SuperNanny, ja, ja...
Qetan am 7. Januar 2008 22:36 Sender, es gibt noch andere, begründete Meinungen außer Deiner eigenen.
sender am 7. Januar 2008 22:45 Na und? Ich mag nicht mehr begründen. Formuliere das Gegenteil der Eingangsfrage und Du hast die Lösung.
Ich spreche nicht von Strafen im Sinne von Schlagen oder so, aber wenn es zu heftig wird, dann kann auch eine kleine Auszeit im Zimmer Wunder wirken. Ich rede von einer kleinen Auszeit. Auf jeden Fall finde ich es nciht gut, wenn Eltern schreien oder Wüten oder so - man sollte so ruhig wie möglich bleiben, denn wennd as Kind eine Solche Reaktion von den Eltern bekommt, dann wird es in seinem Verhalten auch noch bestärkt. Aber solches Verhalten würde ich auf keinen Fall gänzlich übergehen oder gar nicht ignorieren, denn wie gesagt, das sind erst die ersten Trotzphasen. Ich weiß nicht genau, warum mein kmommentar gefährlich ist, denn Kinder brauchen Grenzen und daß die bis zum letzten getestet werden, das ist auch normal. Wir waren auch nicht anders. Nur wie gesagt, man sollte eine logische Konsequenz folgen lassen - ein Kind kann nicht mit seiner Schwester spielen und teilen, dann muß es halt mal einen Augenblick ganz allein spielen. Aber Zeit ist bei den Kleinen noch kein Begriff, die können das noch nciht einschätzen. Ein MOment von zwei Minuten ist schon eine Ewigkeit!
sender am 7. Januar 2008 22:47 Schau vielleicht noch mal auf meinen Link.
(Das grundsätzliche Problem aller Strafen ist: was tust Du, wenn sich das Verhalten nicht ändert? - Weiter strafen? Dann kann von vornherein darauf verzichtet werden.)
Mein Zwerg ist auch in diesen alter unnd da hilft nur GEDULD,GEDULD und eine gute tasse Kaffee!