War von Euch schon mal jemand Gastfamilie bei einem Schüleraustausch? Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht- war es sehr stressig? Eine Freundin überlegt, das zu machen, ist aber nicht ganz sicher, ob sie den Aufwand nicht überschätzt.

Wir haben eine Amerikanerin fast ein ganzes Jahr bei uns gehabt und später eine Kanadierin etwa 3 Monate. Die Erfahrungen waren sehr unterschiedlich:
Die Amerikanerin war völlig unproblematisch. Natürlich stimmt es, dass wir für sie gekocht haben, sie zu Aktivitäten gefahren haben, mit ihr gesprochen haben - aber das alles hätten wir ja auch für ein "normales" Familienmitglied gemacht. Außerdem hat sie uns im Haushalt geholfen, wann immer sie konnte. Mit anderen Worten: Sie war uns genauso wenig eine Last, wie es unsere eigene Tochter gewesen wäre, die zur selben Zeit (allerdings bei einer anderen Familie) in den USA war.
Die Kanadierin war da schon schwieriger. Sie half nur auf ausdrückliche Aufforderung und dann auch nur so viel, wie es die Bitte - wörtlich genommen - aussagte. Sie zog sich sehr häufig auf ihr Zimmer zurück, sprach kaum mit uns (wohl aber mit unserer, inzwischen aus den USA zurückgekehrten Tochter).
Zusammengefasst: Man kann nicht vorhersagen, ob ein Austauschschüler Stress macht oder nicht. Das hängt ganz von den beteiligten Personen ab. Die Familie deiner Freundin sollte es einfach ausprobieren (vielleicht am Anfang mit einer kürzeren Aufenthaltsdauer).
ich war jetzt zweimal die gastfamilie für eine französische austauschschülerin. die erste schülerin war 15 und super einfach und unkompliziert die zweite war 17 und ziemlich stressig
kommt halt immer drauf an wie du mit den schülern klarkommst. du musst bedenken so war es bei mir, du musst sie zur schule bringen von den freizeitaktivitäten wieder abholen. du musst gekocht haben wenn die schüler nach hause kommen. ausserdem wirst du zum teil in die aktivitäten eingebunden

Wir haben schon mehrmals französische Schüler gehabt. Teils mit Schüleraustausch, als auch als Gastfamilie, wo die Schülergruppe am Ort eine Schule besucht haben. Es kommt auf das Alter der Schüler an, sind sie jünger, dann geht das sehr gut, sind sie um die 16 Jahre alt, dann meinen sie, sie könnten das Nachtleben im Ausland ohne Kontrolle der Eltern genießen und da hatten wir sehr große Probleme und mußten sie Schulleitung um Hilfe bitten, denn das Mädchen hielt sich nicht mehr an die Hausordnung und wollte beim "neuen Freund" auch franz. Mitschüler bei der anderen Gastfamilie übernachten. Zum Glück ging das nur noch zwei Tage und dann lief das noch einigermaßen. Das Mädchen hatte erwartet, wir sollten sie um Mitternacht in einer Disco abholen. Diese Erahrung mußten bei dieser älteren Gruppe auch andere Gastfamilien machen. Ansonsten befürworte ich den Schüleraustausch denn so lernt die Jugend auch andere Lebensgewohnheiten kennen.
Du meinst sicher unterschätzt, als überschätzt!
Also generell "muss" man ja offiziell nicht mehr als ein Dach über dem Kopf anbieten. Wenn ich aber schon jemanden aufnehme, dann integrier ich ihn auch ins Familienleben, rede ganz normal deutsch mit ihm, zeige ihm ein bisschen von der Stadt von der Umgebung und dann je nach Alter desjenigen Unternehmungen wie z.B. Biergarten, Tagesausflüge, Disco ...
ja sorry ich meine unterschätzt.
naja, derjenige geht ja zur schule und wird, in aller regel auch in ein freizeitprogramm eingebunden.aber natürlich sollte man nicht unterschätzen, noch eine person im haus wohnen zu haben