lennarto am 13.05.2009 um 11:02 Uhr

Liebe/r lennarto,
gutefrage.net ist eine Ratgeber-Plattform. Reine Wissensfragen sind hier eigentlich fehl am Platz. Ich möchte Dich deshalb bitten, dies bei Deinen nächsten Fragen zu beachten. Die Beiträge werden sonst gelöscht.
Vielen Dank für Dein Verständnis.
Oliver vom gutefrage.net-Support

Rein aus dem Bestreben, die Elektronenschalen vollständig besetzt zu haben - die äußerste!
Die Wortwahl ist in der Frage schon nicht richtig! Es gibt nur eine Hülle pro Atom. Die Hülle ist dann aber in sogenannte Schalen unterteilt. Die Schalen sind ein Sinnbild für verschiedenen Enrgieniveaus, auf denen sich Elektronen aufhalten können (eben Energie u.a. in Abhängigkeit vom Kernabstand). Die Elektronenhülle ist sogenannt gequantelt, d.h. Elektronen können nicht jede beliebige Energie haben (--> Quantenmechanik).
Es ist dann tätsächlich so, dass in vielen Fällen die Elektronen in der äussersten Schale (sog. Valenzelektronen) über das Bindungsverhalten und somit die Möglichkeiten für chemische Reaktionen bestimmen. Z.B. indem nach dem Zustand der Edelgase gestrebt wird, d.h. 8 Aussenelektronen zu besitzen (bzw. 2 bei der Helium-Konfiguration). Gerade in den Nebengruppenmetallen gibt es aber z.B. auch Zustände welche stabil sind und somit angestrebt werden, welche nicht einem Edelgas entsprechen... Solche energetisch günstigen Zustände lassen sich aber nicht einfach durch eine Zahl erkennen, sondern müssen in jedem einzelnen Fall quantenchemisch berechnet werden (Schrödinger & Co.)... was nicht einmal jeder Chemiestudent kann... so dass man sie dann einfach 'Ausnahmen' nennt.
Es werden keineswegs nur Elektronen aus der äussersten Schale umgesetzt. Bei den Nebengruppenelementen häufig auch welche aus weiter innen gelegenen.