Frage von benmy, 63

Welche E-Gitarre für den Einstieg?

Moin, da es zwar schon ausreichend Fragen zu dem Thema gibt, diese aber schon besonders alt sind dachte ich mir ich frage nochmal. Für meine Tochter möchte ich eine EGitarre kaufen, da sie besonderes Interesse an diesem Instrument zeigt. Ich hab mich auch bereits über die Thematik informiert und bin dabei auf http://egitarrenkaufen.de gestoßen.

Meine Frage ist nun folgende. Auf der Seite wird mir eine Gitarre ausgegeben ( Stratocaster ) für knapp 50 - 70 €. Schaue ich aber auf Fender.com liegen die um ein vielfaches höher im Preis.

Ist so eine "billige" Egitarre nun grundsätzlich Schrott oder reicht das vollkommen aus um mit dem spielen zu beginnen? (( soll ja auch spaß machen und nicht sofort deprimieren wenns nich so klappt ((ich denke da an meinen Geige Unterricht ;D ))

Eure Meinungen wären echt super, danke schonmal im Vorraus

Antwort
von Gaskutscher, 36

Die günstigen »Schrubbelbretter« sind in den letzten 10 Jahren deutlich besser geworden. Was ich damals als »gute Koreaware« für 700 Euro kaufen konnte bekommt man heute schon für ca. 200 Euro (oder günstiger).

Was bleibt: Die Qualität ist eben so wie man es erwarten kann: Hardware günstiger, Tonabnehmer auch günstiger -> Bespielbarkeit ist gegeben, jedoch könnte manches besser sein.

Fakt ist aber auch, dass man als Anfänger dies u.U. gar nicht bemerkt bzw. mit dem Üben der Griffe voll ausgelastet ist. Feintuning an Saitenlage, passive oder aktive Elektronik und diverse Saitenhersteller ausprobieren? Noch gar nicht relevant.

Daher würde ich für den Einstieg überlegen in welche Musikrichtung es gehen soll. Je nach Art der Tonabnehmer ändert sich der Klang. Manche Modelle sind auch deutlich schwerer als andere, das kann dann u.U. auch nervig werden.

Ich spiele eigentlich Bass, hatte aber eine E-Gitarre angeschafft um ein wenig »herumspielen« zu können. Die Wahl fiel auf ein Modell von Ibanez aus der günstigen Gio-Serie.

Bei www.thomann.de kannst du auch Kundenrezensionen zu den einzelnen Modellen lesen. Da sich dort auch versierte Musiker finden -> entsprechend werden die Modelle auch beschrieben/bewertet.

Inzwischen wohl üblich - egal welcher Hersteller: Schlechte Saitenlage (zu tief, daher schnarren die Saiten). Eventuell daher zum Profi zum Einstellen bringen - oder gleich bei einem örtlichen Geschäft für Musikinstrumente vorstellig werden. Kostet dann eben 50 Euro mehr, die sind aber in Beratung und Einstellen vom Instrument gut investiert.

Credo: Gitarren kaufen ist nicht wie ein Sweatshirt zu kaufen - die Gitarre muss passen. ;)

Daher nach Möglichkeit nicht einfach im Internet nach Form und Farbe auswählen und bestellen.

Abschließend: Wenn es eine Strat werden soll -> nach Squier schauen. Die günstige Serie von Fender. Such beziehungsweise frag im Geschäft nach der »Bullet Strat« von Squier. Für ca. 130-150 Euro zu finden.

Es gibt sie mit unterschiedlicher Bestückung bei den Tonabnehmern. HSS -> Humbucker Singlecoil Singlecoil. Die würde ich dir bzw. deiner Tochter wegen der Variationen im Klang ans Herz legen.

Kommentar von Gaskutscher ,

Ach ja: Zur E-Gitarre gehört auch noch ein Verstärker. Hier mein Tipp: Line 6 Spider IV 15 Combo. Kostet ca. 100 Euro (https://www.amazon.de/Line-Spider-IV15-Guitar-Amp/dp/B002LWCMQ0?ie=UTF8&tag=...), für Anfänger mehr als ausreichend. Bietet diverse Effekte (digital), also muss man nicht auch noch die bekannten »Tretminen« als Effekte dazukaufen.

Sorgt für Motivation und man kann mit den Effekten den Klang auch so variieren, dass man bekannte (und einfache) Songs nachspielen kann - und es klingt dann auch (fast) so. ;)

Und: Einen Kopfhörerausgang hat er auch! ;)

Antwort
von OnkelSchorsch, 17
Sie muss schon teuer sein !!!!

Billige Gitarren, auch billige E-Gitarren sind gerade für Anfänger vollkommen untauglich.

Denn schon nach wenigen Tagen, oft schon nach wenigen Stunden, merkt man, wie ungeheur schlecht dieser Schrott ist. Da sind dann Hälse krumm, Bünde nicht abgerichtet, Schrauben sind locker, Mechaniken wackeln oder halten die Stimmung nicht, die Tonabnehmer brummen laut, Kontakte und Schalter/Potis knacken oder stören, und und und.

Nun muss man nicht gleich tausend und mehr Euro für eine Anfängergitarre ausgeben. Aber diese absoluten Billiggurken sind wirklich nur Mist und vollkommen untauglich. Nicht ohne Grund findet man solchen Schrott hundertfach auf Flohmärkten und eBay. Weil nämlich diejenigen, die mit sowas anfangen wollten, nach kürzester Zeit den Spaß verloren haben und dann mit dem Gitarrespielen wieder aufhörten.

Wichtigste Regel: nur beim Fachhändler kaufen. Also auf gar keinen Fall irgendwas bei eBay oder amazon bestellen! Kaufe entweder im nächsten Gitarrenladen, wo man dich auch gut beraten wird, oder, wenn es in erreichbarer Nähe keinen Gitarrenladen gibt, dann bestelle bei einem Fachhändler für Musikinstrumente, etwa Thomann, Music Store oder Kirstein. Dort bekommst du für hundert bis hundertzwanzig Euro schon billige aber spielbare E-Gitarren.

Bei Thomann zB die hier:

http://www.thomann.de/de/harley\_benton\_st\_62\_mn\_sb\_vintage\_series.htm

Im Music Store diese:

https://www.musicstore.de/de\_DE/EUR/Jack-Danny-ST-Vintage-Deluxe-MN-SB-Sunburst...

Bei Kirstein so etwas:

http://www.kirstein.de/E-Gitarren/ST-Modelle/Rocktile-Pro-MM250-MB-E-Gitarre-Met...

Das wären so in etwa die billigsten Gitarren, die ich als spielbar bezeichnen würde. Sie sind noch weit davon entfernt, "gut" zu sein, aber damit hat man ein brauchbares Instrument, keinen Schrott, kein Spielzeug, sondern etwas, auf dem man dann auch wirklich vernünftig spielen kann.

Ach ja - bei einer E-Gitarre ist natürlich auch noch ein Verstärker erforderlich.

Expertenantwort
von Harry83, Community-Experte für E-Gitarre, 29

Eine gute E-Gitarre für den Einstieg, sollte um die 200 - 250 € kosten. Die Strat´s, die dir auf der Seite angezeigt werden, sind nur Kopien. Vermutlich von Squir. Das ist die Tochterfirma, von Fender. Das Problem bei solch günstigen Gitarren, ist oftmals die Verarbeitung. Kaum ein Ton, klingt sauber, obwohl die Gitarre gestimmt ist. Grund: Die Bünde sind nicht richtig abgerichtet; sprich verschieden hoch. 

Desweiteren solltest du, mit deiner Tochter, unbedingt, in einen Fachhandel gehen. Lass sie ausprobieren, und das Instrument, vom Händler genau erklären, sofern sie noch nicht spielen kann.

Ich unterrichte, jetzt seit 5 Jahren, und immer wieder fragen mich Schüler, warum die E-Gitarre, nicht so klingt, wie sie sollte. Wenn ich dann sehe, dass sie optisch zwar dem Modell entspricht, aber für wenig Geld gekauft wurde, ist das kein Wunder. Zu 99 % werden diese Gitarren dann wieder umgetauscht.

Fakt ist: Hat man ein mieses Instrument, verliert man schnell die Lust. Ich war, glaube ich, um die 12, 13 Jahre alt, wollte unbedingt eine E-Gitarre haben, und bekam auch nur eine 08/15 No Name Klampfe. Diese verstaubte dann gut 10 Jahre in der Ecke ein, weil sie einfach unbrauchbar war. 

Erst mehr als 10 Jahre später, kaufte ich mir eine E-Gitarre für damals 299 €. Und diese lebt heute noch. Ich spiele sie zwar kaum noch, nutze sie aber, um zu erklären, was eine Gitarre ausmacht. http://www.thomann.de/de/yamaha_pacifica_112v_bl.htm?ref=search_rslt_pacifica_11... 

Also: Erst mal beraten lassen, ausprobieren und erst dann entscheiden. Und bitte nicht blind, im Internet kaufen. Selbst eine Gitarre, für 3000 € aufwärts, muss einem nicht zwangsläufig gefallen. 

Kommentar von benmy ,

Also ich denke wir weden mal den nächsten Musikinstrumentefachhändler ansteuern auf gut glück ne gitarre kaufen ist ansich keine Gute idee. 

Danke dir nochmal

Kommentar von Harry83 ,

Nicht dafür! Wenn möglich, ruhig mehrere Geschäfte anfahren. Keine Gitarre, ist gleich. Selbst wenn ihr in einem Laden, ein Modell entdeckt, kann dieses, in einem anderen Geschäft schon wieder anders sein. Holz ist nicht Holz. 

Antwort
von Vando, 9

Bei 50 - 70€ muss man sich nicht groß darüber unterhalten. Das Zeugt taugt gar nix, dass ist nicht mal mehr das billigste vom Billigsten, das ist wirklich Schrott. Ich hab selbst mal auf ner 70€ Klampfe angefangen (zum Glück war das ne Schenkung und diese kam auch nicht von ungefähr) und da war nix mit Spielfreude, Fortschritt und erst recht nix mit gutem Klang.

Ich würde nie weniger als 170 - 200€ ausgeben. Das Billigpreissegment hat in den letzten Jahren (angeblich) große Fortschritte gemacht. Es gibt 2 Marken in diesem (Harley Benton und Jack & Danny) die das ganz gut hinkriegen für wenig Geld (d.h. in der +- 200€ Region) ,,grade so brauchbare" Ware anzubieten. Aber 70€ liegen gewiss bereits unterhalb des Billigsegments.

Es muss gewiss keine 1000€ Gitarre sein. Aber etwas ,,Gutes" sollte man sich doch schon gönnen. Den sonst ist die Saitenlage grauenhaft, was ein sauberes Greifen erschwert. Kann man nicht sauber greifen, klingt es nicht gut, klingt es nicht gut, hat man keinen Spaß und hat man keinen Spaß hört man irgendwann auf.

Und noch was wichtiges: Spart bloß nicht beim Verstärker!! Auch hier schauts genauso aus. Alles was unter 100€ kostet würde ich pauschal als Schrott bezeichnen. Ich hab da schon mehr als einmal schlechte Erfahrung mit Amps unter 100€ gemacht, auch wenn es sicherlich einige Geheimtipps geben mag. Beachte, dass der Verstärker ein ebenso wichtiges Element für den Sound wie die E-Gitarre ist. In meinen Augen sogar noch ein Stück wichtiger, als die Gitarre selbst.

Ich persönlich bin ein Freund der Modelling Amps (das sind Amps, die den Sound digital generieren. Meistens haben die auch gleich mehrere integrierte Effekte)

Zusammen kommt man da eben nunmal locker auf 300€ und mehr. Plus dann noch Dinge wie Kabel und eventuel eine Gitarrentasche. Das muss man dann auch mal (leider) ausgeben, wenn man Ambitionen hat.

Und noch was: Geht unbedingt in den Laden und testet einfach mal alles an was es da so gibt. Lasst euch beraten und  nehmt im Idealfall jemanden jemanden mit, der sich damit auskennt.


Antwort
von Phantasmagon, 7

Wichtiger ist, dass du auf deiner Gitarre bequem spielen kannst. Wenn du also gut auf einer 200€ Klampfe zurecht kommst, dann reicht die auch wohl für den Anfang.

Antwort
von drsnuggles1980, 30

Für unter hundert Euro würde ich an deiner Stelle keine Gitarre kaufen, viele dieser Geräte lassen sich nicht mal richtig stimmen. Für 150-300 Euro kann man aber bereits recht gute Instrumente für die ersten Jahre bekommen, die man zur Not auch wieder verkaufen kann.

Kommentar von Muhtant ,

Wer kauft denn so einen gebrauchten Schrott? :D
Keiner der halbwegs Ahnung von Gitarren hat, kauft sowas für zweite Hand. Es sei denn es sind besondere Instrumente - die dann aber auch schnell in die 1000er gehen.

Kommentar von Gaskutscher ,

Gebraucht kaufen kann durchaus Sinn machen: Im Proberaum kann dann das »Schrubbelbrett für uHu« (unter Hundert) stehen bleiben, die gute Gitarre bleibt daheim. Passiert der Klampfe dann im Proberaum mal was lässt sich das auch mit einem Kasten Bier unter Freunden regeln. :D

Aber: Es muss sich rechnen. Unterschätze nie die Macht von eBay und kaufwilligem Volk mit Smartphone Apps:

Ich war erstaunt wie teuer bei eBay bei Auktionen selbst gebrauchte Harley Benton oder Jack & Danny weggehen. Einfach mal ein paar solche Auktoinien beobachten und den Kopf schütteln. ;)

Kommentar von Vando ,

Gebrauchte Instrumente kaufen (sei es über Ebay oder sonstigen) kann tatsächlich ne gute Idee sein. Letztens ging bei mir in der Nähe ne fast unbenutzte Schecter V1 aus 2009 für 299€ weg. 

Man muss aber lange beobachten und hoffen, dass nicht zuviele Leute auf das Angebot aufmerksam werden. Und besser selbst abholen. Man weiß nie, wie die Leute von der Post mit Paketen umgehen.

Kommentar von hoermirzu ,

Gastkutscher: Das Problem ist, dass man auch gebrauchte, unter Umständen gute Schnäppchen, als Laie nicht beurteilen kann.

Antwort
von Lemmy1945, 4
Billig reicht

für Einsteiger reicht eine billige Gitarre, ich würde trotzdem mal im Musiklanden nachfragen und die gitarre, wenn möglich, ausprobieren

Antwort
von LoveLike2004, 20
Sie muss schon teuer sein !!!!

 E-Gitarren kosten oft so 1000€ und mit verstärker noch viel mehr eine 70-80€ Gitarre ist warscheinlich nur schrott(ich spiele selbst E-Gitarre)

Antwort
von Muhtant, 31
Billig reicht

Eindeutig billig!

Ich selbst habe mit einer billigen E-Gitarre begonnen.
Am Ende ist es vielleicht doch nichts für die Kleine...

Die fette Gibson für +1000 € kann man später immer noch kaufen.

Vielleicht liegt ihr ja sogar eine Akkustikgitarre mehr?
Aber das wird sich erst später zeigen und deswegen auf jeden Fall nicht mehr als 100€ für die erste Gitarre.

Kommentar von benmy ,

Ich zitiere mal meine Tochter :"Ich will ja nich am Lagerfeuer sitzen und Cumba Jah spielen"

von daher fällt die Akustikgitarre schonmal raus ;)

Kommentar von Muhtant ,

Dann musst du ihr sagen: "Genau das sind die Abende, die man nicht vergisst!" E-Gitarre ist was für's Studio oder für die Bühne.
Aber für draußen, auf der Wiese, um Stimmung zu machen - dafür brauche ich keinen Verstärker :)

Kommentar von LoveLike2004 ,

Die meisten Akustik Gitarren schließt man am Verstärker an

Kommentar von LoveLike2004 ,

Ich weiß wie das ist wenn man nicht E-Gitarre spielen darf eigentlich auch jedes andere Instrument seid froh das sie sich überhaupt noch an so etwas beteiligen andere Kinder zocken und soo wenige interesieren sich auch mal für was anderes seit lieber stolz und gewärt euren Kindern die träume bevor es zuspät ist 

Kommentar von schillibilli ,

Kommata würden das Lesen deutlich erleichtern :)

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