Frage von Gamer1402, 49

Welche DSLR ist besser?

Ich wollte mir ne DSLR zulegen jetzt frag ich mich welche besser ist:

Canon EOS 100D Kit inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS STM

Nikon D3200 Kit inkl. AF-S DX 18-55 VR II Objektiv

Canon EOS 700D

Liegen alle bei ungefähr 450€ bloß haben die erste zwei noch ein Objektiv dabei. Was meint ihr? Oder gibt es noch Alternativen? Budget 450€. Wär meine erste DSLR, werde aber nicht mit Vollautomatik photographieren, sollte also versch. Modi geben. Oder wäre in diesem Preissegment auch eine DSLM empfehlenswert?

Lg Gamer

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Kamera, 21

Hallo Gamer1402,

eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen
passen muss. Deshalb empfehle ich Dir, nicht zu sehr auf andere zu hören
bei der Kamerawahl. Die meisten empfehlen einfach ihre eigene Kamera,
ohne überhaupt andere aus eigener Erfahrung zu kennen.

Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienunggut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und sie muss zu Deinen fotografischen Ansprüchen und Schwerpunkten passen, und die kennen wir nicht.

Außerdem wissen wir auch nicht, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dir eine DSLR kaufen willst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme auch eine gute Kompakt- oder
Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger
verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere Pluspunkte: Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit Objektivwechseln zu plagen – und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR
bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt) und probierst verschiedene Kameras und Objektive aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität haben die Objektive. Deshalb solltest Du auch die mit Bedacht auswählen - Brennweite, Lichtstärke und Preis sind dabei wichtige Aspekte -, falls Du Dich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheidest.

In diese Kategorie fallen auch die neueren, spiegellosen Systemkameras. Auch die könntest Du in Betracht ziehen, falls Du auf ein kleines und leichtes Gehäuse Wert legst und Dich der z. T. kleinere Sensor, der fehlende optische Sucher und die teureren Objektive nicht stören.

Kommentar von Gamer1402 ,

Ich werd auf jeden Fall die Tage mal in ein Foto oder Elektronikgeschäft gehen und mal ein bisschen rum probieren. Mit Digitalkameras hab ich schon länger fotografiert und wollte jetzt einfach wechseln. Trotzdem Danke für deine Antwort.

Kommentar von judgehotfudge ,

Wieso "trotzdem"???

Antwort
von Kai42, 29

Die Kameras sind alle irgendwie gut und auch irgendwie alle Müll. Was ich sagen will: Es kommt immer drauf an, was du fotografieren willst. Danach solltest du entscheiden.

Ebenso bei den Objektiven. Die Kit-Objektive sind nicht schlecht, aber auch nicht der Burner.

Ich selber kann nach knapp 30 Jahren Fotografie sagen: Kauf dir nur einen Body. Notfalls auch die Vorgängerversion und investiere das gesparte Geld lieber in Objektive.

Zur Kamera: Gehe am besten in ein Fachgeschäft und nimm die unterschiedlichen Kameratypen und Hersteller in die Hand. Wie fühlte es sich an? Zu groß, zu klein, zu schwer, zu leicht? Kommst du mit deinen Fingern an alle Knöpfe und Rädchen?

Und wie gesagt, überleg dir, was du in etwa fotografieren willst.

Kommentar von Gamer1402 ,

Bei mir wirds auf Landschaftsaufnahmen und Makroaufnahmen hinauslaufen. Ich hol mir wahrscheinlich ne Nikon. Werd mir den Tipp zu Herzen nehmen und nur den Body kaufen und dafür en gutes Objektiv kaufen. Also lieber ne D3200 statt ner 3400 und dafür ein besseres Objektiv?

Kommentar von Kai42 ,

Mit Nikon kenne ich mich nicht aus, da ich seit Mitte der 80er mit Canon arbeite. Liegen mir am besten und ich hab mich an deren Bedienung gewöhnt. ;)

Aber Landschaft und Makro haben keine besonderen Anforderungen an die Kamera. Für Landschaft ein Weitwinkel. Ob als Zoom 18-50 oder ähnliches oder ob eine Festbrennweite ist egal.

Für Makro kommt es wieder auf die Motive an. Aber das Tamron 90mm ist klasse. Da kannst sogar das der ersten Generation nehmen, denn bei Makro brauchst eh kein Bildstabi. Und die gibts echt günstig gebraucht.

Solltest du eher Tiere mit größerer Fluchtdistanz aufnehmen wollen, ist ein 180er besser. Leider kosten die auch gleich wieder.

Antwort
von christl10, 27

Wenn schon dann eine EOS 700D. Damit kannst Du am meisten machen. Die von Nikkon kenne ich persönlich nicht. Hatte immer Canon. 

Kommentar von FoxundFixy ,

Die Antwort macht ja richtig Sinn.

Kommentar von MetalMaik ,

Wie kommst Du darauf, dass man mit der 700D mehr machen könnte, als mit einer Nikon, wenn Du selbst noch keine Nikon in der Hand hattest?

Da ich inzwischen ziemlich viel Zubehör dafür habe, fotografiere ich zwar auch mit Canon Kameras (bin 2008 mit einer 450D in die DSLR Fotografie eingestiegen, inzwischen fotografiere ich mit einer EOS 6D und 70D), aber ich hab auch schon mit einigen Nikon Kameras fotografiert (hab einige gute Bekannte, die auch fotografieren und da tauscht man auch mal untereinander die Modelle aus). Und von daher kann ich nur sagen, dass die Nikon Kameras keinesfalls schlechter sind oder weniger können, als die Canon Modelle.

Jede Kamera hat natürlich ihre Vor- und Nachteile, aber würde ich heutzutage neu in die Fotografie einsteigen, würde ich als Natur- und Landschaftsfotograf wohl eher zu einer Nikon greifen, als zu einer Canon. Hauptgrund (für mich) wäre der bessere (Sony) Sensor der Nikons. Gerade der höhere Dynamikraum der Sony Sensoren ist meiner Meinung ein riesen Vorteil in der Landschaftsfotografie. Wo man bei Canon eine Belichtungsreihe machen muß, reicht bei den Nikons oft schon ein einzelnes RAW File, was nicht nur einiges an Arbeitsaufwand spart, es schont auch den Verschluß der Kameras. Und da weiß ich, wovon ich spreche, denn ich mußte schon des öfteren Verschlüsse in meinen Canons austauschen lassen, was ganz schön ins Geld geht, denn ein neuer Verschluß kostet mal eben ca. ein  Drittel des Neupreises  der Kameras (manchmal, je nach Modell, sogar mehr). Ok, nicht jeder fotografiert soviel wie ich (ca. 100.000 Auslösungen pro Kamera/Jahr), aber für mich ist das ein sehr wichtiges Argument.

Letztendlich sehe ich es aber auch so, das gutes Glas viel wichtiger ist, als die Kameramarke. Und wenn man eh nur die Kitlinse verwendet, bringt der bessere Sensor der Nikons auch nur wenig Vorteile (bis auf den höheren Dynamikraum).

Kommt halt auch viel auf den eigenen Geschmack an, welche Kamera einem besser in der Hand liegt, mit welchen Menues man besser klar kommt, usw... . Aber gearde für die Landschaftsfotografie sehe ich da einen klaren Vorteil für Nikon (bzw. Sony).

Antwort
von Hayns, 21

Kaum oder keiner, der Dir hier auf Deine Frage antwortet, hat alle drei Kameras selber besessen. Somit können die nicht aus eigener Erfahrung Vergleiche anstellen.

Sie werden Dir alle ihre eigen Kamera empfehlen.

Da ich bereits mit DSLR-Kameras Erfahrung habe und inzwischen auf DSLM umgestiegen bin, kann ich Dir guten Gewissens raten, kaufe Dir in diesem Preissegment eine DSLM.

Die Qualität ist mindestens ebenso gut wie die der DSLRs mitunter besser (bei vergleichbarem Preissegment).

Alle notwendigen manuellen Einstellungsmöglichkeiten sind vorhanden, darüber hinaus viele andere Modi.

Spätere Neuanschaffung von Objektiven sind deutlich preiswerter. Das Gesamtgewicht der Ausrüstung deutlich geringer.

Mit meiner MFT bin ich sehr zufrieden.

Ich mache viel Landschaftsaufnahmen und prima Makroaufnahmen.



Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 18

Ein 17-50mmF2,8 ist besser, was Du dann daran schraubst ist quasi egal, denn es wird alles besser sein als deine Vorauswahl. Oder "old school" und noch besser ein 35mmF1,8 und irgend eine DSLR.

Antwort
von sakul2001, 22

Deine erste kamera? Garantiert die Nikon d3200 mit dem objektiv. Hab die selbst bei amazon für 400 euro bekommen. Die reicht völlig fürs erste, des objektiv ist natürlich nicht besonders mega aber damit kann man vieles machen. Lieber die nikon d3200 und nach einem Jahr eventuell ein neues Objektiv. Das objektiv ist so wichtig wie die kamera selbst. (Wenn nicht sogar wichtiger)

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