Welche Drechselbank für Anfänger?

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2 Antworten

Ich würde dir nur ungern genau ein Produkt empfehlen, auch wenn es das ist was du eigentlich willst.

Schau dir am besten mal diesen
Drechselbank Vergleich https://www.bauen.de/a/drechselbank-erst-vergleichen-dann-kaufen.html an. Dann kannst du anhand deiner eigenen Kriterien gut abwägen, für welche Drehbank du dich entscheiden solltest.

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Egal was du machst:

Kauf dir nicht diese Pressblech-Dinger der absoluten Billigklasse (und schon GAR nicht irgendwelche DDR-Teile oder so was mit Bohrmaschinenantrieb, da wirst du wahnsinnig.)

Also nicht SO was hier:

http://bilder.afterbuy.de/images/30812/drechselbank.jpg

Kauf dir auf jeden Fall was mit einer gängigen Spindelnase, sonst wirst du es schwer haben, Futter und dergleichen zu finden. M33, 1'' 8TPI oder so was.

Das Allermindeste ist so ein China-Ding mit Gussbett:

http://geizhals.de/holzmann-d460-drechselbank-a829556.html?hloc=at&hloc=de

Welche Farbe und Marke ist bei denen schon fast egal, die fallen alle bei dem gleichen oder wenigstens ähnlichen Betrieben in China vom Band und es kann einem niemand eine Gewähr geben, dass der eine oder andere Importeur die besser oder liebevoller nacharbeitet als der andere.

Besser auch nicht die Chinadinger mit der mechanischen Drehzahl-"Variomatik", mit diesen CVT-artigen variablen Riemenscheiben. So was kann funktionieren, aber wenn es nicht präzise gearbeitet ist, verschlimmert es die Sache mit den Vibrationen eher noch, während eine der wichtigsten Funktionen der Drehzahlregelung darin besteht, Vibrationen und vor allem Resonanzeffekte in den Griff zu kriegen.

Ideal für dich könnte eine halbwegs solide Gebrauchtmaschine sein, die im Paket mit möglichst viel brauchbarem Zubehör verhämmert wird, denn Drehmaschinen sind da quasi wie extrem lange Teleobjektive oder auch Flugzeugträger - man braucht eine ganze "Flotille" an Zeug, damit es gescheit funktioniert.

Dazu zählt nicht zuletzt übrigens eine Lösung zum Schärfen der Drechselmesser, die dich locker noch mal ein paar hunderter kosten kann.

Nach diesem Vorspann sollte man allerdings nicht vergessen, dass man selbst mit primitivsten oder auch selbst geschreinerten Drechselbänken durchaus Späne abnehmen kann ;-)



Das Zubehör dient dann mehr oder weniger dazu, die Abläufe zu rationalisieren und zu präzisieren. Trotzdem.

Aber wie du bis hier vielleicht schon gemerkt hast, ist Drechseln mal mehr so eine weitere Ausbaustufe einer bereits ganz gut eingerichteten Holzwerkstatt. So ist es beispielsweise sehr praktisch, eine Bandsäge zu besitzen, ganz besonders wenn die Drehmaschine eher klein ist, denn dann hat sie eine geringe Spitzenhöhe, also kriegt man nur kleine Holzklötze drauf, also sollten die von vornherein schon möglichst "rund" sein, um den wenigen Raum wenigstens optimal auszunutzen.

Außerdem ist das zentrale Problem beim Drechseln, die anfängliche Unwucht in den Griff zu kriegen, das geht am Besten über möglichst viel Masse in der Maschine, die eine kleine Maschine aber wiederum nicht hat, weshalb es gut ist, wenn das Werkstück schon am Anfang möglichst rund gesägt wurde, damit die Unwucht direkt möglichst klein ist. Und so weiter.

Weiterhin ist es ideal, wenn du viel Platz hast und der möglichst gut zugänglich ist, weil dann kannst du dich bei soliden alten Industriemaschinen bedienen. Wenn schon nicht bei der Drehmaschine selbst, dann eventuell bei der Bohrmaschine, ich hab da zum Beispiel mal eine super alte Ixion für 200 Euro aus irgend einer Konkursversteigerung abgeschnappt. Neue Riemen drauf, neues Kabel dran, super Teil für ein Fünftel dessen, für was hierzulande schlechtere China-Dinger mit vergleichbaren Eckdaten verhämmert werden.

Der allerbeste Tipp wäre, vor dem Kauf mal einen Kurs oder Lehrgang mitzumachen. Wird von verschiedenen Drechselbedarfshändlern, Volkshochschulen und dergleichen immer mal wieder angeboten.

Die zweitbeste Variante: Besorg' Dir die DVD "Mastering Woodturning" von Glenn Lucas. Kann eh nicht schaden.

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