Frage von NoTrolling, 7

Welche Distanz legt der Strom zwischen Kraftwerk und Verbraucher i. d. Regel auf verschiedenen Leitungstypen zurück?

Ich bräuchte seperate Angaben zu:

Höchstspannungsleitungen
Hochspannungsleitungen
Mittelspannungsleitungen und
Niederspannungsleitungen

Vielen Dank für die Hilfe!

Antwort
von NightHorse, 5

Um es kurz zu sagen, welche Strecke der Strom in welchem Leitungsnetz zurücklegt, lässt sich nicht so einfach sagen, das hängt von viele Faktoren ab.

Im Niederspannungsbereich hat man viele kleine Inseln, Teils mit nur einem Zentralen Trafo(Kleines Dorf), oder mit vielen wie in Großstädten. Mittel und Hochspannungsleitungen sind sehr stark Vermascht in Deutschland, und wie der Strom fliest, wird über steuerzentren geregelt. So k z.B. der Strom von Hamburg nach München fast direkt fliesen, oder wenn Leitungen dazwischen an ihrer Kapazitätsgrenze sind erst über Berlin nach München geschickt werden (Umweg). das sind jetzt aber mal so beispiele.

Das Höstspannungsnetz ist hingegen wieder etwas weniger Vermascht, aber auch auch hier gillt das gleiche wie bei Hoch und Mittelspannung, eine Steuerwarte kann den Stromfluss gezielt beeinflussen.

Zum Schluss gibt es noch die HGÜ (Hochspannungsgleichstromübertragung) bei dieser sind nur Punkt zu Punkt übertragungen möglich, aber über sehr weite Strecken.

Und ein weiterer wichtiger Punkt, Netzweit gesehen ist die Erde ebenfals ein Leiter, welcher für Ströme gedacht ist, die über den Sternpunkt fliesen, bei ungleichmäßiger Belastung der Phasen.

Antwort
von netzy, 4

wo ist dein Distanzunterschied bei einer 100m Höchstspannungs- und bei einer 100m Niederspannungs-Leitung ?

100m Distanz bleiben 100m Distanz ;)

Kommentar von NoTrolling ,

So meinte ich das nicht. Ich versuche grobe Berechnungen zu Übertragungsverlusten zu machen, dabei bräuchte ich die durchschnittlich zurückgelegte Strecke, die unter jeweils unterschiedlicher Spannung zurückgelegt wird.

Kommentar von netzy ,


dabei bräuchte ich die durchschnittlich zurückgelegte Strecke, die unter jeweils unterschiedlicher Spannung zurückgelegt wird.

auch hier sind 100m immer noch 100m ;)

egal, für Übertragungsverluste brauchst du aber noch mehr Angaben wie z.B: Höhe der Spannung, Material und Querschnit der Leitung......

Kommentar von Peppie85 ,

das alleine wird dir nicht reichen zur berechnung der verluste. sie sind aber nicht ohne. stark belastete leitungswege wie z.B. der vom Westerwald ins Ruhrgebiet sind zu spitzenzeiten gerne schon mal 70 bis 80 Grad Celsius warm und das im WINTER!

leider habe ich die karte nicht mehr ganz griffbereit. aber es gab mal eine art topographische verlustkarte, wo man in distanz zu den nächst gelegengeenenen großkraftwerken gesehen hat, wie groß die verluste ungefähr sind, das ist aber auch a.) keine genaue rechnung gewesen, und b.) auf grund der sich ständig ändernden infrastruktur nur ein grober richtwert... dem entsprechend sind wir hier an der grenze zwischen Westerwald und Rothaargebirge irgendwo bei einem Wirkungsgrad von 65% oder so...

lg, Anna

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