Auch wenn alle Zeitungen behaupten sie würden sich keiner politischen Richtung zuordnen, lassen sich Tendenzen erkennen. Oder? Gibt es relativ unpolitische? Was denkt ihr?

Es gibt keine unpolitischen Zeitungen. Allein die Auswahl der Nachrichten und deren Platzierung stellt schon eine politische Wertung dar.
Ein Beispiel: Eine Meldung kommt von der CDU, eine andere Meldung von der SPD, die nächste von den Grünen.
Welche werden zuerst plaziert? Welche lässt man weg? Nach welchen Kriterien wird entschieden, dass eine Nachricht keine ist? Sollten aus Neutralitätsgründen Vorkommnisse um die NPD manchmal auch auf Seite eins stehen?
Derartige Dinge werden, klar oder versteckt, vom Herausgeber entschieden, und der hat ganz sicher eine politische Meinung...
Eine Tageszeitung, die unpolitisch wäre, dürfte wohl nur Kochrezepte, Sport und sonstige Dinge beinhalten, aber sich nicht mit Politik beschäftigen...

Es gibt aber Zeitunge, die sich sehr um Neutralität und Objektivität bemühen: Frankfurter Allgemeine oder Süddeutsche Zeitung.
Niklaus am 24. Juni 2007 23:45 Oh oh das ist eine wirlich gewagte Aussage.
Luise am 25. Juni 2007 01:19 Ist schon klar, dass FAZ eher Wirtschaftpolitisch ist, aber so viel Unterschied muss ich machen können. Wenn ich einen Betonbauer frage, ob eine Betondecke besser ist oder eine Holzdecke, dann weiß ich die Antwort ja auch. Selber denken muss man immer. Aber um Neutralität bemüht sein sollte die Zeitung schon und nicht populistisch.

Ich glaube die Bäckerblume kommt dem Ideal einer unpolitschen Zeitung recht nahe...
Niklaus am 24. Juni 2007 23:45 brüll vor lachen
loopwithme am 25. Juni 2007 01:46 Klasse! lol

eine Zeitung kann darf und wird niemals unpolitisch sein......
ein bissel schwanger geht ja auch nicht...

Bild Zeitung ist unpolitisch, nur populistisch.
wj2000 am 24. Juni 2007 22:09 Bild ist keine Zeitung!

Es gibt Zeitungen, die sich bemühen, Nachrichten und Kommentar zu trennen. Kommentare sind nach unserem Selbstverständnis subjektiv und sollen die Meinung des Verfassers deutlich machen. Journalisten, die sauber arbeiten, trennen Nachricht und Kommentar, bei Meinungsberichten verwenden sie ihren Namen und berichten über das, was sie gesehen haben, verweisen auf Quellen. Ein Blatt, das Quellen angibt, und viele unterschiedliche Agenturen nutzt, kommt an das Ideal heran. Aber schon allein durch die Auswahl der Nachrichten entsteht eine gewisse Subjektivität, das heißt: der Nachrichtenredakteur entscheidet, ob er nun die Nachricht von der Bundesverdienstkreuzverleihung an den Sekretär des Papstes ins Blatt nimmt oder vom Überfall der Reitermilizen im Sudan. Schon weil er nur 10 % der eingehenden Nachrichten verwenden kann, ist die Auswahl,die dann am Schluss erscheint, quasi politisch. Es gibt ja auch Rundfunkkanäle, z.B. beim SWR (Mittelwelle 666), die rund um die Uhr Nachrichten und Reportagen senden, aber auch Kommentare.