Frage von LunaLisa345, 76

Welche Daten sollten in die Quittung für diesen "speziellen" Pferdekauf?

Morgen!

Ich schildere einfach mal eine Situation. Person A ist Züchterin und Hat Person B im Voraus ein bestimmtes Fohlen versprochen. So dieses Fohlen ist dann geboren, und Person B wurde selbstvesrtändlich benachrichtigt dass es da ist. Da die Personen gut befreundet sind, gab es nie etwas schriftliches - nur das versprechen dass dieses Fohlen für einen Preis von 1000€ ihr gehört bzw reserviert wird. Person B möchte sich das Tier natürlich vorher anschauen. Am Tag der Geburt kommt aber Person C ins Spiel. Person C möchte das Fohlen haben - ihr wird von Person A gesagt Sie soll abwarten wie Person B sich entscheidet.

Person B hat sich das Fohlen angeschaut und möchte es haben, erfährt von Person C und wird unsicher. Nach langem hin und her sagt Person B - unter Voraussetzung eines Vorkaufsrechtes kann Person C das Fohlen für den gleichen Preis bei IHR (also NICHT bei Person A) kaufen. Person C sagt zu.

Dann kommt raus, dass Person den Kaufpreis doch an Person A übergeben soll, da Person B ihr den Preis noch (durch private Abmachungen) schuldet.

Person A und B haben ausgemacht, dass Person C das Fohlen bekommt und die 1000€ bar an Person A ,also der Züchterin übergibt. ____________________________________________________

Person C bezahlt die besagten 1000€ bei Person A und freut sich. Pflegt das Fohlen weiter, bezahlt Ausrüstung, bestellt den Hufschmied her und arbeitet mit dem Tier. Den Pass muss Person C auch selbst beantragen - ist gerade dabei.

Jetzt ist dies schon fast ein halbes Jahr her, und Sie hat noch nichts schriftliches. Person A sagt, Sie würde eine Quittung ausstellen. Aber keinen Kaufvertrag, da das Fohlen ja eigl. nicht mehr ihr, sondern durch einen mündlichen Kaufvertrag Person B gehört und Person C diesen also bei Person B verlangen muss, was auch abgesprochen aber noch nicht erfolgt war.

So. Durch etwas hin und her und gezicke, sagt Person A nun : Du kannst eine Quittung fertig machen die ich dir ausfülle bzw unterschreibe (oder Ich mache eine) in der steht was Du bezahlt hast, wofür, dass ich das Geld stellvertretend für Person B entgegengenommen habe, dass ... als Zeuge bei der Geldübergabe (was auch so wahr keine Panik) dabei war , Adressen vom Zeugen, Person A, B und Dir (also pers. C) Und dass mit dieser Quittung alles erledigt wäre, Person C keinen Kaufvertrag mehr von Person B annehmen oder verlangen muss und es rechtlich okay ist - also dass Person B nix mehr machen kann und das Fohlen wirklich Person C gehört.

Ist etwas verwirrend. So. Jetzt würde ich gerne wissen wollen : Stimmt das ? Es gab definitiv einen mündlichen Kaufvertrag zwischen Pers. B und C , und es gibt auch Zeugen dafür. Person B hat auch mit Züchterin Pers. A darüber gesprochen.

Reicht so eine Quittung tatsächlich aus ?

Und sollte dann zu dieser Quittung auch lieber noch drauf dass mit Person B ein mündlicher Vertrag stattfand und auch hier die Zeugen auflisten und unterschreiben lassen ?

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 76

du brauchst nicht mal die quittung.

wenn die geldübergabe ordnungsgemäss stattfand und die person, die das geld bekommen hat, zum zeitpunkt der geldübergabe eigentümer (NICHT besitzer) des fohlens war, reicht ein handschlag vor zeugen.

im pferde- und autokauf (aber auch beim bäuerlichen viehhandel) gilt tatsächlich handschlagrecht.

der eigentümer des pferdes ist vor dem gesetz immer der, der die papiere in besitz hat. ob mit oder ohne schrittliches beiwerk ist völlig egal. er sollte nur sehen, dass er das rassepapier, bzw. die geburtsurkunde des pferdes in seinem besitz hat.

also: b war zum zeitpunkt des verkaufs eigentümer des pferdes. war das pferd schon bezahlt, gehört b das geld. war das pferd noch nicht bezahlt, gehört b ebenfalls das geld. ein vorhergehender handel zwischen b und a berührt den vertrag zwischen a und b nicht.

wie gesagt. es wird ja bestätigt, dass b zum zeitpunkt des verkaufs an c eigentümer des pferdes war.

ich sehe da keinerlei probleme.

Kommentar von LunaLisa345 ,

So ganz verstehe ich das nicht, kann es sein dass du dich mit a,b und c in den Bsp. etwas verwechselt hast oder bin ich doof  ?:D

A= züchter und dort steht das pferd auch mit mutter,nimmt das geld entgegen

B= ihr wurde das fohlen versprochen und angeblich gab es einen mündlichen vertrag, tritt das fohlen ab, wollte eigl als voraussetzung einen schutzvertrag

C= neuer käufer

Antwort
von Annielue, 49

Wenn ich das Wirrwarr richtig verstanden hab, habt ihr einfach einen abgekürzten Zahlungsweg konstruiert.

B kauft Fohlen von A und verkauft es an C weiter (mit Schutzvertrag, Vorkaufsrecht, was auch immer). Nun müsste B das Geld an A zahlen und C dieselbe Summe an B. Statt das Geld durchzureichen, bezahlt C direkt an A. Wenn sich alle einig sind, am Ende der Richtige die Eigentumsurkunde hat und es für alles Zeugen gibt, wo ist das Problem?

Kommentar von LunaLisa345 ,

Eigentumsurkunde ist doch gleich pass oder ? Den beantragt C .

Aber wenn es keinen vertrag gibt (wobei dieser ja eigl auch voraussetzung neben dem bereits gezahltem kaufpreis war) - kann B dagegen vorgehen ?

Es gibt dann diese quittung und teugen und bis jetzt gab es den vertrag nicht , da B nie einen gemacht und vorgelegt hat. C - sauer und dachte sich jetzt dass er den vertrag sollte er irgendwann doch kommen nicht mehr unterschreiben will (da es evt sogar undtimmigkeiten da drin gibt ) und A macht C mut in der sache und sagt dass B nix tun kann sobald es die quittung gibt

Denn c hat gezahlt und sich gekümmert und es fand ja auch dort ein mündlicher vertrag statt. Der pass landet auch bei C da dieser den beantragen muss

Also ist C rechtlich auch besitzer des pferdes und braucht sich keine sogen machen?

Ist sehr verwirrend sorry sollte ich lieber namen nehmen ?😂

Kommentar von Annielue ,

Nein, Eigentumsurkunde ist nicht gleich Pass! Sie ist aber das entscheidende Dokument, mit dem das Eigentum verbrieft wird... wie ein KfZ-Brief! Ohne die ist auch ein Kaufvertrag im Zweifel wertlos, denn der Kaufvertrag (der auch mündlich geschlossen werden kann) sagt nur, dass der Verkäufer sich verpflichtet, dem Käufer das Eigentum an einer Sache zu verschaffen und der Käufer Preis xy dafür zahlt.

Nehmen wir nun an, der Verkäufer wäre gar nicht rechtmäßiger Eigentümer, dann kann er dem Käufer das Eigentum auch nicht verschaffen und der Kaufvertrag ist wertlos. Ne Quittung über die Kaufpreiszahlung hilft da auch nicht weiter, denn sie sagt nur, dass C seine vertragliche Pflicht erfüllt hat und verbrieft damit ebenfalls kein Eigentum an dem Pferd.

Entscheidend ist also die Eigentumsurkunde und die müsste A als Züchter beim Verband beantragen (eigentlich zusammen mit dem Pass)...

Kommentar von LunaLisa345 ,

achsoo okay.... gut aber der Züchter hat nichts beantragt ,das sollte der letztendliche Käufer (C also) tun..

nehmen wir mal an ich kaufe mir ein fohlen wo ebenfalls nix beantragt ist und ich das tun soll . Kann ich überhaupt dann die Eigentumsurkunde beantragen ? Das kostet sicher da nocheinmal eine menge Wie kommt man überhaupt da dran ?

Oder hat es etwas mit dem Muttertier zu tun ?

ich dachte bis jetzt immer es gibt nur den pass als "eigentumsnachweis" ,das würde mich jetzt auch mal interessieren.. dann sind ja in der obigen geschichte irgendwie alle falsch, bzw nicht Eigentümer wenn es keine Urkunde gibt..? dann hat C ja 0 Chance , B aber auch nicht .. ?

Kommentar von Annielue ,

Am besten wendet ihr euch mal an den Verband, wer wann wie was beantragen kann... das ist immer ein bissl unterschiedlich. Auf jeden Fall braucht ihr die Papiere der Stute und den Deckschein (das aber auch schon für den Pass). Welchen Nachweis die für das Eigentum wollen, müsst ihr erfragen. Ebenso was die Kosten betrifft.

Eigentümer werdet ihr erstmal trotzdem, aber ihr könnt es nicht nachweisen. Kaufvertrag ist wie gesagt kein Nachweis per se und auch keine Kaufpreisquittung (womöglich dient es dem Verband aber als Indiz) Das wird spätestens dann interessant, wenn das Fohlen nochmal verkauft werden soll...

Kommentar von LunaLisa345 ,

das fohlen hat keine papiere. Also es würde halbe kriegen , die mutter hat papiere, der papa aber nicht .

danke für die antworten !:)

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