Wir wohnen zwar im ländlichen Raum, jedoch gibt es auch hier schon etliche private Zusteller. Meine Frage also, was ändert sich demnächst nach dem Wegfall des Postmonopols - oder habe ich nicht richtig aufgepasst?

Oberflächlich betrachtet: Die privaten Zusteller die man heute schon sieht, dürften eigentlich wegen des Briefmonopols der Deutschen Post AG keine Briefe unter 51 Gramm befördern. Genauer hingeschaut: Sie tun es aber schon. Möglich wird das dadurch, dass die privaten Anbieter Extras bieten, die in den 55 Cent-Briefen der Post nicht enthalten sind. Solch ein Extra kann z. B. die Abholung der Briefe zuhause sein.
Die Post darf keine Empfänger diskriminieren. Dafür hatte sie aber auch die Exklusiv-Lizenz. Egal wo der Empfänger wohnt, Helgoland, Zugspitze, Spreewald oder besonders entlegene Gehöfte, die Post muss den Standardbrief für 55 Cent zustellen. (Man denke mal an solche Inseln wie Neuwerk. Die Postsäcke werden in Cuxhaven auf eine Pferdekutsche verladen, die dann bei Ebbe durch den Schlick des Wattenmeeers fährt.) Private Anbieter, wie z. B. Kurierdienste, kassieren in solchen Fällen gnadenlos ab. Man kann nur hoffen, dass die Post nach dem Fall des Monopols nicht auch damit anfängt.

Das ist noch mal verschoben worden auf das Jahr 2009. Dann kann jede Zustellfirma ob aus Deutschland oder ein anderes Land Post zustellen. Der Markt ist dann international geöffnet.
Danke für die professionelle Erläuterung.
Dies war bisher für mich nämlich widersprüchlich: Das Monopol besteht noch und trotzdem wird die normale Briefzustellung auch schon von privaten Firmen erledigt.
MfG