gutefrage.net, die Ratgeber Community
version2_beta
Login   |  Forum |  Richtlinien |  FAQ

58 

Welche besondere Stellung haben die Juden, das Volk Gottes?

gefragt von MGeorg1649 am 18.06.2007 um 22:28 Uhr
Ff14aecca439915e6577998c7b3ce547

In der Bibel (Römer 9-11) lesen wir darüber, das die Stellung der Juden niemals in Frage gestellt wird. Warum wird in manchen Kirchen aber gelehrt das Israel seine besondere Stellung verloren hat. Es wird häufig gesagt! "Wir sind heute das wahre Israel"! Wie geht man mit diesen zweifelhaften Aussagen um?


Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Kirche (306)
glauben (89)
Bibel (83)
ähnliche Fragen

Reply


anonym
beantwortet von wiele am 18. Juni 2007 22:55
2x
Thumb_up

Die Stellung der Juden wird von Gott nicht in Frage gestellt - allerdings jedoch von den Menschen!
Die Juden sind Gottes auserwähltes Volk, daran ändert sich nichts. Wir (Christen, die keine Juden sind) sind die Zweige, die eingepfropft sind - nicht umgekehrt!
Dass in einigen Kirchen gelehrt wird, dass "wir heute das wahre Israel sind", ist eine falsche Auslegung (meine Meinung!)
Allerdings wird an einigen Stellen die Bibel falsch ausgelegt, was uns dazu antreiben sollte, die Bibel selbst genau zu lesen und nicht einfach irgendwelche Meinungen zu übernehmen!
Es wird in der Zukunft einen Zeitpunkt geben, an dem das komplette dann noch lebende Volk Israel Jesus Christus als den Messias annehmen wird. Dies ist ja auch die Voraussetzung, dass Jesus wiederkommt!
Das zeigt, dass das Volk Israel seine Stellung als Volk Gottes nicht verloren hat und auch nicht verlieren wird!
Gruß wiele


nicht die  schon wieder ;-)
beantwortet von nicht die schon wieder ;-) am 18. Juni 2007 22:30
1x
Thumb_up

Man prüft sie anhand der Bibel und bildet sich eine eigene Meinung.


fourseasons
beantwortet von fourseasons am 18. Juni 2007 22:49
1x
Thumb_up

Wenn ich mich mit dieser Frage auseinandersetze wollte, müßte ich erst den Wahrheitsgehalt der Römerbriefe und der Bibel nach so vielen Übersetzungen und Interpretationen kennen.

Ich gehe mit dieser Frage sehr einfach um: Jede Religion hat ihre Daseinsberechtigung. Wer sind wir, daß wir behaupten könnten, unsere Religion sei die einzig wahre? Nicht die Religion oder Staatszugehörigkeit adelt den Menschen. Der Mensch adelt sich selbst durch sein Wirken. Egal ob Moslem, Jude, Christ usw....

Kommentar von wiele am 18. Juni 2007 23:09

"nach so vielen Übersetzungen und Interpretationen": Nach wievielen?
Und wer sind wir, dass wir behaupten könnten, es gäbe nicht nur den einen wahren Gott?
Wir haben oft den Anspruch, in jedweder Beziehung tolerant zu sein. Ich denke aber, darin liegt auch eine Gefahr: Es wird die Wahrheit verwässert!
Religionen wiedersprechen einander.
Was in anderen Religionen und im Christentum gelehrt wird, kann nicht gleichzeitig wahr sein!
Jesus Christus spricht: Niemand kommt zum Vater, denn durch mich!
Entweder glauben wir das oder wir glauben es nicht. Aber ich sehe nicht viel Spiel, eine Aussage und ihre Negation gleichermaßen als wahr gelten zu lassen.
Gruß wiele

Kommentar von 49493dc9649cb5aedd846309477e17dbsmallfourseasons am 19. Juni 2007 11:33

Hallo Wiele, ich bin "sehr christlich" erzogen worden. Mein einziger Freund in meiner ersten Lebenshälfte war ein katholischer Kaplan. Also erzähle mir bitte nichts über Religionen!

Ich toleriere deine Meinung, auch weil ich meine, daß Toleranz die Grundvoraussetzung für ein Zusammenleben ist.

Meine Toleranz hört bei Menschen mit Anspruchsdenken und religiösen Eiferern auf. Im Namen des "einzig wahren Gottes" wurden und werden noch heute Menschen verfolgt und getötet.

Kommentar von wiele am 21. Juni 2007 18:14

Hallo, fourseasons,
ich habe das Gefühl, Du fühlst Dich angegriffen - das war nicht beabsichtigt.
Ich habe lediglich Deine Antwort hinterfragt. Auch Deinen Kommentar verstehe ich nicht - was hat Dein Kaplan-Freund mit dieser Frage zu tun?
Und vor allem mit der Folgerung "Also erzähle mir bitte nichts über Religionen!" sehr erstaunt
Egal, was Du sonst noch für Freunde hast oder hattest: Verschiedene Religionen widersprechen sich - siehst Du das nicht so? Und Jesus hat einen Absolutheitsanspruch - meinst Du, das sei nicht so? Kannst Du Argumente bringen?
"Meine Toleranz hört bei Menschen mit Anspruchsdenken und religiösen Eiferern auf" meinst Du mich damit?
Und dass der Name Gottes vielfach missbraucht wurde oder wird, finde ich auch nicht gut. Aber ändert es was an den Tatsachen in Bezug auf Gott?
Kannst Du mir auch noch Näheres zu den Übersetzungen und Interpretationen sagen, welche meinst Du?
Gruß wiele

Kommentar von 49493dc9649cb5aedd846309477e17dbsmallfourseasons am 24. Juni 2007 11:18

Hallo wiele, hab leider erst jetzt gesehen, daß du nochmal geantwortet hast. * Ich fühle mich nicht angegriffen, aber ich ereifere mich gerne bei diesem Thema!

Zu deinen Fragen:

  • mein Kaplanfreund hat viel mit mir über Religionen, Gottesbeweise etc. diskutiert.
  • "erzähle...", will damit sagen, ich lasse mich da nicht gerne belehren, sonder möchte selbst "denken dürfen"
  • Ich meine nicht dich persönlich, dazu kenne ich dich zu wenig, sondern alle, auf die es zutrifft.

Ich würde auch gerne mit dir mündlich über dieses Thema diskutieren, aber nicht gerne in diesem Forum.

Eins noch: Ich wundere mich immer über die Gewissheit, mit der manche Menschen eine Sache vertreten, welche sie in der Kindheit eingeimpft bekommen.

Wenn man in ein bestimmtes Alter kommt, und die Fähigkeit des Denkens für sich entdeckt, muß es erlaubt sein, Dinge zu hinterfragen.

Da ich nicht allwissend bin, kenne ich die Wahrheit einfach nicht. Ich kann also weder bestätigen noch leugnen.

Mir ist es deshalb relativ unwichtig, welcher Gott, welche Religion die "einzig richtige" ist.

Sehr viel wichtiger ist mir Humanität im Handeln der Menschen.

Gruß fourseasons


fennek
beantwortet von fennek am 18. Juni 2007 23:44
1x
Thumb_up

...wir sind keine Herrenmenschen wie sich dies manche wünschen ! Ergo haben wir nicht darüber zu befinden. Unsere Kirchen sollten sich selbst auch etwas anderes fragen ?


sybex
beantwortet von sybex am 18. Juni 2007 22:51
0x
Thumb_up

So denke ich, dass die Juden keine besondere Stellung haben, sie sind alle Menschen wie du und ich. Die Gräultaten haben ihre Geschichte geprägt, doch auch andere Völker haben gelitten. Sie sind nichts besonderes, jedenfalls nicht besonderer als der Mensch und das Leben selbst.




Kommentar von wiele am 18. Juni 2007 22:58

Aus menschlicher Sicht mag das stimmen. Interessant hierbei ist die Frage, was in der Bibel über Gottes Sichtweise diesbezüglich steht.
Gruß wiele

Kommentar von cornyriegel am 7. August 2007 17:16

Jesus Christus ( ein Jude ) der Gesalbte und Erstgeborene Sohn Gottes sagte, als er auf der Erde war zu den Oberpriestern der jüdischen Religion: „ Darum sage ich euch: Das Königreich Gottes wird von euch [Israel] genommen und einer Nation [aus seinen wahren Jüngern] gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt.“ Matthäus 21:43
Wer würde dies tun? Johannes 12:49,50: „ denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. ... Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“ Offenbar hatte Gott einen Vorsatz gefasst, den sein Sohn bekannt machte.


anonym
beantwortet von gavrysh am 3. Oktober 2008 00:10
0x
Thumb_up

Darf ich als Israeli auch was dazu sagen...? So wie ich es in der Schule in Israel gelernt habe, wurden die Juden auserwählt das bessere Volk zu sein. Das heißt sie müssen höhere Ansprüche an sich stellen als andere Völker. Dies erwartet auch Gott von den Juden. Sie müssen zu einem Vorbild der Menschheit werden. Was ich persönlich glaube stimmt mit den meisten Stimmen hier überein: Leben und leben lassen und hiermit fertig das Konzept. Religionen sind Glauben und nicht wissen. Jeder kann glauben was er will, kann aber nicht davon ausgehen dass er dadurch besser ist als andere. Jeder Mensch hat an sich zu arbeiten ein besserer Mensch zu werden und dass mit allgemeine Ethik und ohne Überheblichkeit. Ich glaube mit solche Grundsätze hätten wir eine ganze Schar Probleme weniger auf dieses unseren Planeten. Im übrigen, dass das Jüdische Volk auserwählt wurde, war die Grundlage für Antisemitismus und hat viele Juden das Leben gekostet. Ich gehe nicht davon aus, dass dies hier der Fall ist aber ein empfindliches Thema. Gruß G.


anonym
beantwortet von gavrysh am 3. Oktober 2008 00:10
0x
Thumb_up

Darf ich als Israeli auch was dazu sagen...? So wie ich es in der Schule in Israel gelernt habe, wurden die Juden auserwählt das bessere Volk zu sein. Das heißt sie müssen höhere Ansprüche an sich stellen als andere Völker. Dies erwartet auch Gott von den Juden. Sie müssen zu einem Vorbild der Menschheit werden. Was ich persönlich glaube stimmt mit den meisten Stimmen hier überein: Leben und leben lassen und hiermit fertig das Konzept. Religionen sind Glauben und nicht wissen. Jeder kann glauben was er will, kann aber nicht davon ausgehen dass er dadurch besser ist als andere. Jeder Mensch hat an sich zu arbeiten ein besserer Mensch zu werden und dass mit allgemeine Ethik und ohne Überheblichkeit. Ich glaube mit solche Grundsätze hätten wir eine ganze Schar Probleme weniger auf dieses unseren Planeten. Im übrigen, dass das Jüdische Volk auserwählt wurde, war die Grundlage für Antisemitismus und hat viele Juden das Leben gekostet. Ich gehe nicht davon aus, dass dies hier der Fall ist aber ein empfindliches Thema. Gruß G.


Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Mehr verwandte Fragen

Verwandte Fragen
Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.