Frage von Scrubber, 148

Welche Berufe haben in einer digitalisierten Arbeitswelt noch eine Zukunft?

Der Fortschritt von Computern und Robotern ist gerade dabei immer mehr Berufe überflüssig zu machen – im Handwerk sowie im Büro.

Welche Berufe haben dann überhaupt noch langfristig gesehen eine Zukunft?
IT-Berufe? Kreative Berufe?

Was denkt ihr?

Die Berufswahl ist momentan eine sehr wichtige Entscheidung für mich.

Antwort
von uncledolan, 55

Falls du den noch nicht kennst, die ARD macht gerade eine Dokureihe über das Thema mit einem Online-Tool zum Selbst-Check:

http://job-futuromat.ard.de/

Eine Übersicht aus Sicht der BWL kannst du hier finden, der ganze Artikel sollte für deine Frage relevant sein:

https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit_(Betriebswirtschaftslehre)

https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosigkeit#Technischer_Fortschritt

Tendenziell ist es so, dass die Rationalisierung die Arten von Arbeit zuerst ersetzen wird, bei denen dies am effizientesten und mit bereits heutiger Technik geht. Z.B. bei sehr monotonen mechanischen Aufgaben, wie Tiefkühlpizzen immer gleich belegen (wird schon von Maschinen gemacht). Aber auch bei fortgeschritteneren mechanischen Aufgaben wie Lackieren, Streichen und etwas Zusammenschrauben übernehmen "langsam" die Maschinen. Schon schwieriger zu ersetzen sind organisatorische Tätigkeiten wie z.B. den Dienstplan für alle Mitarbeiter aufstellen, wobei auch hier eine Automatisierung in naher Zukunft durchaus denkbar ist. Fast unmöglich zu ersetzen (und damit vermutlich noch recht lange Zeit als Beruf sicher) sind kreative und erfinderische Tätigkeiten, allerdings sind diese Berufe meist sehr beliebt und es herrscht ein Überangebot gegenüber einer geringen (gut bezahlten) Nachfrage. Bei vielen Berufen ist der Mensch als Faktor auch unabdingbar und wird wichtig bleiben, z.B. Altenpfleger, Lehrer oder Erzieher, Arzt, Tierpfleger, Schauspieler etc.

Antwort
von PeterKremsner, 48

So ziemlich alles im Bereich Forschung.

In der Privatindustrie Informatik, Technische Mathematik, Elektrotechnik, generell eben alles was mit Computern etc zu tun hat.

Auch Materialwissenschaften werden in nächster Zukunft nach wie vor gefragt sein.

Antwort
von haku7, 31

Ich denke folgendes:

Wenn der exponentielle Anstieg der Hardware und Software-Entwicklung
anhält, denke ich dass es fast keinen Beruf gibt der in der
digitalisierten Zukunft ein vernünftiges Einkommen generieren kann.

Nun ich zitiere mal die Studie von Diba

https://www.ing-diba.de/pdf/ueber-uns/presse/publikationen/ing-diba-economic-res...

Laut dieses Papiers scheint es zukunfstsicher zu sein in die akademische Forschung zu gehen oder sich als Führungskraft zu verdingen. Beide haben etwa 10 % Wahrscheinlichkeit robotisiert zu werden.

Also sollen doch alle den Doktor->Professor oder den Chef machen, oder?

So einfach kann das nicht sein, und man könnte folgends bedenken. Die Anzahl der Führungskräfte hängt direkt von der Zahl der Beschäftigten eines Betriebes ab. Wenn ein Grossteil von denen geht, so wird auch ein sehr großer Teil der Führungsriege nicht mehr benötigt. Auch wenn diese laut Studie nur einer geringen Automatisierungswahrscheinlichkeit unterliegen.

Die Anzahl der Akademiker hängt im groben von den Steuereinnahmen und dem Forschungsbudget der Unternehmen ab. Wenn viele Arbeitsplätze robotisiert werden gehen die Lohnsteuern und damit die Steuereinnahmen insgesamt stark zurück.

Der damit einhergehende Kaufkraftverlust innerhalb eines globalen Massenmarktes, wird den meisten Betrieben das Genick brechen, da diese auf zigtausende bis millionen zahlender Kunden angewiesen sind. Damit sinkt ebenfalls das gesamte Forschungsbugdget.

Dies führt dazu dass auch der grossteil der Akademiker den Platz räumen darf.

Antwort
von gschyd, 49

Sehr viele wurden ja bereits erwähnt ... ergänzen möchte ich

  • Berufe die mit Pflanzen, Tieren & Umweltschutz zu tun haben
  • Neben Handwerkberufen im Zusammenhang mit Hausbau/-technik auch solche die es zwar nur wenig aber dennoch weiterhin geben wird (wie Instrumentenbauer, Schuster, Sattler ...)
  • Pflege wurde bereits erwähnt und alle medizinschen, therapeutischen Berufe
  • Berufe die mit Erziehung  und Ausbildung zu tun haben
  • Menschen gehen nach wie vor in Cafes & Restaurants
  • auch Verkäufer wird es trotz Onlineshops mit Sicherheit weiterhin geben
  • selbst Bibliothekare (wo Digitalisierung ein grosses Thema ist)
  • und Häuser, Büros etc müssen gereinigt werden ...

Mach Dir über das langfristige Überleben eines Berufes nicht zu viele Gedanken - es kann sein, dass er sich verändert - oder auch Du - oder auch nicht ... ;)

Antwort
von Peppie85, 20

nun, im Handwerk liegt die zukunft... die einkommen im handwerk sind ganz unter uns gesprochen nicht atemberaubend,. aber bevor wlan strom wirklich serienreif ist, was in den nächsten, sagen wir 50 Jahren nicht zu erwarten ist, wird man elektriker brauchen, die die kabel verlegen.

bei den steigenden anforderungen an die gebäudeinfrastruktur wirst du auch keine angst vor selbermachern haben müssen....

aber im gegensatz zu softwareentwicklern oder webdesignern, die ggf. in 20 jahren arbeitslos werden, weil die computer ihnen die arbeit abnehmen wirst du auch dann noch als elektriker arbeit haben...

lg, Anna

Antwort
von NANABUMBUM, 16

Roboter im Handwerk 😂😂😂😂😂 bitte entschuldige aber ich möchte mal einen Roboter sehen der dir das Dach deckt oder den Kamin fegt,oder die Haare schneidet, oder die Brötchen und das Brot Macht. Dieser Industrie 💩 hat nix mit einem Handwerk zu tun

Antwort
von TailorDurden, 48

IT sowieso, genauso aber auch Marketing, alle naturwissenschaftlichen Gebiete, in denen ständig weiterentwickelt wird. Also Ingeneure, Physiker, Chemiker, Mathematiker..

Genauso braucht es Unmengen an rechtlichen Absicherungen. Patentgesetze müssen jedesmal neu behandelt werden, extrem viele Sachkundige Leute werden dort gebraucht..

Was mehr und mehr wegfallen wird, sind eben Handwerksberufe..

Kommentar von konzato1 ,

Was mehr und mehr wegfallen wird, sind eben Handwerksberufe..

Naja, den Roboter der Fliesen verlegt, Wände für Elektrokabel schlitzt, Fenster in ein Haus einbaut, Farbe an die Wände streicht...... möchte ich gern mal sehen.

Kommentar von TailorDurden ,

Ja, schnell geht das sicher nicht :D Aber das könnte man halt in ein paar Jahrzehnten enorm vereinfachen und fast automatisieren. Das Potential ist zumindest da.

Kommentar von christl10 ,

Der Roboteranteil beim Bau eines Hauses ist nahezu 0%. Glaube auch kaum daß sich da was ändert. Es werden immer mehr Maschinen eingesetzt, die müssen aber auch von einem Menschen bedient werden. Das kann keine Maschine. Auch einen Architekten kann keine Maschine ersetzen. 

Kommentar von PeterKremsner ,

Das bezweifle ich stark, bei der Erstellung der Komponenten von Fertigteilhäusern ist der Einsatz von Robotern ziemlich hoch.

Das Haus wird im PC Designed und ein Roboter erstellt beinahe voll automatisch die Komponenten.

Es ist abzusehen, dass man in all zu naher Zukunft sein Haus nicht mehr selbst baut, sondern das ganze Wand für Wand geliefert wird und einfach nur noch zusammengesteckt wird, so etwas gibt es bereits.

Der Vorteil an dieser Sache ist, dass man so das Grundgerüst des Hauses innerhalb weniger Tage aufstellen kann, ich hab mal gesehen, dass so ein Haus in einem Tag aufgestellt wurde. Die Kosten sind derzeit noch relativ hoch, aber es ist abzusehen, dass die in Zukunft auch noch weiter gedrückt werden können.

Kommentar von RakonDark ,

Das ist schon lange so , und es braucht die Leute die es Zusammenstecken . Dennoch wird es nicht Fertig geliefert . Da bleibt noch genug . Fundamente etc muss es ja auch noch geben und Böden sind immer unterschiedlich . Also was das Beispiel angeht , da wirds wohl immer den menschen geben der billiger als der Roboter ist . Und ohne Immobilienblase würden gar nicht soviel Häuser gebaut . Bzw ist das jetzt nicht so ein großer Anteil von Arbeitskräften .

Kommentar von PeterKremsner ,

Ich hab den Bau so eines Hauses mal gesehen, da wurde nur der Keller gegraben und dieser wurde mit Beton gebaut.

Danach kamen nur noch die Wände und das Dach und das ganze wurde einfach zusammengesteckt und verschraubt.

Kabel + Schalter waren bereits verlegt und wurden bei den einzelnen Segmenten nur noch gesteckt.

Um 8 Uhr morgens kamen da eben die ersten Teile um 19:00 war das Haus fertig, das Dach wurde auch einfach nur aufgesetzt und verschraubt.

Elektrik, Wasser, Gas, Abfluss etc, war da auch schon alles fertig.

Einen Maurer hätte das Haus nie gesehen wenn es keinen Keller gegeben hätte und 3 Elektriker + 6 Installateure sind jetzt auch nicht gerade so viel Fachpersonal.

Die die es zusammengesteckt haben waren einfach nur Hilfsarbeiter und naja viele warens nicht.

Alles in allem war die Anzahl der Menschen die dort gearbeitet haben ziemlich gering, zudem kommt eben noch die extrem kurze Bauzeit.

Ein Elektriker wird sich nicht 16 Mitarbeiter beschäftigen wenn er nur 3 braucht um pro Tag ein Haus zu bauen...

Inneinrichtung etc, musste natürlich noch gemacht werden, aber da waren dann im Prinzip fast keine Menschen mehr vor Ort, 2 Installateure und 1 Elektriker glaub ich.

Kommentar von konzato1 ,

Ach so, und die Einzelteile  des Hauses wurden also von Robotern zusammengesetzt?

Vielleicht solltest du mal den ersten (oder zweiten) Teil der Reportage anschauen, wie die Sachen vorbereitet werden. Von MENSCHEN nämlich!

Außerdem gibt es nicht nur den Eigenheimbau, sondern auch Brückenbau, Strassenbau, Hochhausbau, Sanierung älterer Häuser......

Kommentar von PeterKremsner ,

Ach so, und die Einzelteile  des Hauses wurden also von Robotern zusammengesetzt?

Hab ich nie geschrieben oder?

Vielleicht solltest du mal den ersten (oder zweiten) Teil der Reportage anschauen, wie die Sachen vorbereitet werden. Von MENSCHEN nämlich!

Ich spreche nicht von einer Reportage sondern von so einem Hausbau den ich selbst gesehen hatte.

Ich bin mir aber sicher, dass beim Bau dieses Hauses nicht so viele Maurer oder Spengler benötigt werden wie früher und darum ging es doch auch in dieser Frage.

Es gibt eben Berufe die zunehmend von Maschinen ausgeführt werden oder welche einfach aufgrund neuer Materialien veraltet sein werden, wodurch der Bedarf an Menschen in solchen Zweigen sinkt und das war auch die Frage des TR.

Mein Kommentar hier bezog sich im übrigen nur auf die Aussage:

Der Roboteranteil beim Bau eines Hauses ist nahezu 0%.

Kommentar von konzato1 ,

Bei dem was du erzählst und persönlich erlebt hast, geht es um einen hohen Grad der Vorfertigung. Und nichts anderes!

Roboter haben damit nur wenig zu tun.

Kommentar von RakonDark ,

Ich glaub gerade Handwerker werden nicht weniger gebraucht. Sie werden nur durch schlchter bezahlte Nachbarn ersetzt .

Bzw mach ich mir nicht einmal sorgen das Berufe ersetzt werden , viel Schlimmer sie werden einfach schlechter bezahlt . Der Roboter bzw das Terminal macht die eine hälfte der Arbeit und der Arbeiter / Angestellte macht dann die Hilfsarbeit . Und dann haben wir ja unsere sooo geliebte Freizeit , nur kein Geld mehr um sie zu gestallten .

Antwort
von Schlagdaszeugs, 6

Webdesigner und halt Leute die sowas steuern und überwachen.

Antwort
von Rosanis, 35

Ich glaube nicht das  zb. ein Roboter, den Menschen jemals überflüssig macht. Das möchte ich auch nicht vorstellen, weil es gut ist Mensch zu sein.

Vorstellen kann ich mir, das handwerkliche Berufe zukünftig höher bezahlt werden.

Menschen möchten gerne Informationen abgreifen und informiert sein. Langfristig gesehen werden gute Redakteure gefragt sein für das Digitale Zeitalter zur Volksaufklärung, sowie kreative Menschen, weil diese bisher den Menschen die Richtung angezeigt haben.

~Rosanis~

Kommentar von RakonDark ,

Redakteure

Da haben wir doch heute schon das Problem , das diese schon aus einem Nachrichtenpool bzw Informationspool abkaufen . Und seit dem Internet wollen ja die meisten nicht mal mehr überprüfte Nachrichten sondern lieber Hetzkampanie bzw Sensationsüberschriften . Und viele Sachen die Online gemacht werden , sind gratis . Gerade bei
Redakteure
wir es durch klickjobber erstetzt .

Aufgabe : Bitte schreiben sie diesen Artikel um : Zeit 15 minuten  Kosten 2 euro . Plopp ist der auch wegrationalisiert .

Antwort
von konzato1, 48

Es wird nie eine Technik geben, die "von allein" Strassen baut, Wände mauert und verputzt, Farbe an die Wand bringt, Wasser- und Abwasserrohre verlegt, Elektroherde anschließt......

Kommentar von TailorDurden ,

Na, das würde ich mal nicht behaupten :D

Kommentar von RakonDark ,

Klar wirds die geben , die sind nur nicht billiger als der Mensch . Und es geht hier ja nciht rein ums ersetzen . Sondern es geht hier um Marktwirtschaft und die sagt , wenn technik billiger als Mensch , dann technik . Wenn Mensch in der qualität billiger als technik dann lieber Mensch . Ich freue mich schon darauf . Unsere sooo tolle Marktwirtschaft ist das assozialste was wir gerade benutzen . Seit dem die rechenleistung steigt und minimiert wird , ist der Mensch eher das Problem . Und wir haben nicht mal ein gegenpol wie früher der Komunismuss . Alle sind sich einige das die Marktwirtschaft so toll ist. Die Ausbeutung fängt ja schon lange an , da hätte man auch gleich beim diktator sich ausbeuten lassen können .

Nur ganz wichtig , die Reichen werden auf jedenfall immer Reicher , da hilft nicht mal eine Börsenblase . Das macht die nur reicher , weil wir wie die Lemminge das System auch noch stützen .

Antwort
von DerHans, 35

Noch (und noch lange nicht) erfinden Computer selbständig neue Arbeitsschritte.

Die Digitalisierung ersetzt nicht die Arbeitskraft, sondern soll ihr helfen.

Kommentar von RakonDark ,

Klar , nur bekommt der Arbeiter deswegen keinen anständigen Lebenswürdigen Lohn mehr in vielen Bereichen .

Die Technik hilft den pofiteuren aber doch nicht der Masse . Die wird einfach entlohnt . Es gibt ja kaum noch Berufe wo man , wie früher, früher stirbt , da galt das argument .

Es gibt mehr Menschen aber weniger arbeit und das was es an arbeit gibt wird optimiert oder an noch billigere kräfte verteilt .

Ich warte darauf das Menschen per Container verschifft werden , wie bei allem . Dann gibts hier die Reichen die sich ihre Arbeiter importieren . Die wären ja auch froh wenn das "arme" Volk nicht immer so mekkern würde . Wollen Rente wollen Versicherung , immer wollen die wenig verdiener was vom Reichen , dabei ist der Reiche doch so sozial eingestellt . Voll ungerecht .

Antwort
von grtgrt, 10

Welche Jobs bis 2020 an Bedeutung verlieren bzw. an Bedeutung gewinnen werden, findet sich skizziert auf Seite http://greiterweb.de/spw/pix/Employment-Outlook-2016-2020.png .

Ganz allgemein gilt: Wer nicht jede Gelegenheit ergreift, IT-Kenntnisse zu erwerben, wird langfristig schlechte Karten haben.


Kommentar von grtgrt ,

Die komplette Studie findet sich an Stelle : http://www3.weforum.org/docs/WEF_FOJ_Executive_Summary_Jobs.pdf .

Antwort
von Hansdietmer, 40

Altenpfleger. Die Bevölkerung wird immer älter.

Bastatzungsunternehmer. Gestorben wird immer. Ist das kriesensicherste Geschäft der Welt.

Prostituierte. Ist das älteste Gewerbe der Welt.

Harzer. Brauchst keine Ausbildung und kann man quasi immer werden.

Antwort
von Zawyer, 31

Informatik, Gaming, Polizei, Politik, Erotik,

gibt da einige aspekte die du nicht mit digitalisierung weg bekommst

Antwort
von spellon, 43

Alle die wo ein Arbeiter mit Mindeslohn günstiger ist als eine Maschine werden erhalten bleiben. Erstarken werden eben die Technikberufe (z.B. Elektronik und Informatik)

Antwort
von Eos0815, 6

Alles was mit Digitalisierung nichts zu tun hat. Da kann ich spontan einige Berufe nennen, künstlerische Handwerksberufe wie Goldschmied, oder Friseur oder Bäcker oder Straßenbahnfahrer Florist Zahntechniker usw. usw. Gruß Lorbass 

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