Frage von NaKommDoch, 85

Welche Bemühungen zum Weltfrieden gibt es überhaupt?

Im Internet finde ich da keine infos. Alles scheint beim altem zu bleiben! Jedes Land bleibt auch ein Land, mit seiner eigenen Sprache, regeln und Gesetze. Sollten nicht alle Menschen die eine gleiche Sprache sprechen, damit sich jeder versteht, die gleichen regeln und Gesetze haben, damit keine Ungerechtigkeit entsteht, die gleichen Standards haben, damit jeder die gleichen Chancen und Sicherheit haben?

Antwort
von Tasha, 14

Das klingt irgendwie nach einer Dystopie. Alles gleich, keiner darf abweichen. 

Eigene Sprachen, eigene Gesetzte, eigene Kulturen sind doch etwas Gutes! Viel zu viel davon ging schon in der "Globalisierung" verloren. Eigene Sprachen, Länder, Kulturen und Gesetze, die nur für bestimmte Länder gelten, manchmal auf die spezielle Kultur zurückzuführen, sind doch kein Hindernis für Verständigung in den gängigen Weltsprachen (meist Englisch, oder auch Spanisch, Französisch oder Deutsch, ggf. noch in anderen Sprachen).

Frieden müsste es in der von dir erdachten Welt nicht zwingend geben, denn auch dort könnten Kriege um Ressourcen, Macht, Land ausbrechen. Es sei denn, es gäbe eine Dachregierung, die über alle Länder herrscht, was aber vermutlich doch einer Diktatur recht nahe käme.

Frieden setzt Toleranz und den Willen zum Teilen voraus. Also Teilen der Ressourcen und Anerkennen des Eigentums der anderen. Auch des geistigen Eigentums/ der Kultur. Frieden setzt voraus, dass jeder so leben kann, wie er will, wenn er niemanden damit einengt oder niemandem schadet und dass man dies zulassen kann, ohne eingreifen zu müssen. Daneben setzt Frieden aber auch eine Verständigung auf Grundrechte voraus, die diese Freiheiten nicht beschneiden dürfen (es dürfte z.B. keiner sagen "in meiner Kultur gehört es dazu, dass Kinder und Schwächere geschlagen werden").


Wir haben schon in der Wirtschaft in vielen Bereichen "die gleichen Standards", da werden Trends in alle möglichen Länder verkauft inklusive zugehörigen Produkten und alle folgen dem gleichen Trend. Das ist teilweise schön, man hat gemeinsame Anknüpfungspunkte, und teilweise schlecht, weil keiner mehr etwas eigenes hat. Und die Standards können oft nur durch Ausbeutung eingehalten werden. Was, wenn alle unser Einkommensniveau hätten? Dann würde so ein I-Phone vermutlich mehrere tausend Euro kosten oder aus Profitmangel nicht mehr hergestellt. Nicht, dass man zwingend ein I-Phone bräuchte!

Außerdem: Wer soll denn für den Weltfrieden seine Kultur und Religion aufgeben?

Das sind die mit am meisten vorgeschobenen Kriegsgründe und die Leute halten meist auch verbissen an ihrem Glauben fest - man sieht es in den Flüchtungsunterkünften: Streit und Schlägereien aufgrund von Relgionsunterschieden. Viele könnten mit Atheismus leben, für viele andere wäre das aber eine persönliche Katastrophe, die ihr Leben völlig in Frage stellen und subjektiv sinnlos machen würde.

Antwort
von Tasha, 5

Weltfrieden müsste im Kleinen anfangen. "Stell dir vor, was wäre Krieg, und keiner geht hin."

Stelle man sich doch mal vor, JEDER würde sich um Frieden bemühen und bei sich selbst anfangen, seiner Familie, seinen Nachbarn, Kollegen. Dann weiter seiner Gemeinde - man setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein, auch ganz praktisch - seinem Landkreis, seinem Bundesland. Dann kann man auf Bundesebene kommen. Und das würden jetzt viele Menschen überall auf der Welt machen. Es könnte demokratische Regierungen *hust* beeinflussen. Es könnte langfristig auch diktatorische Regierungen beeinflussen. Über das Internet könnte man Initiativen schaffen, die Unterschiede zwischen den Völkern so "feiern", dass diese keine vorgeschobenen Kriegsgründe mehr wären. Allerdings: Wenn nun eine Regierung sich um Krieg entschließt, würden Kriegsverweigerer bestraft werden. Das könnten auch viele sein. Nicht immer würde es gelingen, sich als Bürger gegen so eine Regierung zur Wehr zu setzen. Solange noch Anreiz zum Krieg besteht, wird er wohl leider auch weiter geführt werden und es wird schwierig sein, das zu verhindern, aber man kann daran arbeiten, sich nicht in die dazugehörigen Ideologien reinziehen zu lassen. Wie man an der Diskussion der Flüchtungsfrage sieht - handelt es sich um eine Invasion oder müssen wir Fremdenfeindlichkeit bekämpfen - ist das nicht immer ganz einfach.

Antwort
von Gilgaesch, 21

Ja das was du beschrieben hast wäre ein Frieden jedoch diese zu erreichen gibt es viele Wege.

Wenn zb einer alle anderen vernichtet, würden deine angesprochenen Sachen auch eintreffen.

Denn Weltfrieden auch friedlich erreichen zu können müssten ihn auch wirklich alle wollen(was nicht der Fall ist) und alle müssten auf das große Ganze schauen ohne an sich selbst zu denken.

Das ist aber momentan eher Utopie, aber man kann durch immer weitere Vernetzung der Länder und der Bevölkerungen (wie es momentan von vielen angestrebt wird) einen Krieg auszuschließen, da der Schaden dann größer als der Nutzen wäre.

Krieg ist am ende auch nur ein politisches Mittel und man muss dafür sorgen, dass es sinnlos wird es einzusetzen

Antwort
von nextreme, 15

Der Krieg ist immer arm gegen reich. Und wenn Du dich mal umsiehst, wirst Du immer mal wieder lesen, dass es immer weniger Reiche aber dafür mit immer mehr Vermögen gibt. Was meinst Du was passiert, wenn alle Grenzen weg sind und es nicht mehr Regional bedingt überall paar Reichere gibt, die ja auch für Arbeitsplätze und somit zumindest ein bischen Wohlstand sorgen? Solang es noch unterschiedliche Sprachen gibt, muss man auch Dolmetscher bezahlen. Sollang jedes Land noch eigene Gesetze hat, kann es die Binnenwirtschaft vor Billiganbietern aus dem Ausland schützen.

Wenn Du etwas darüber lesen möchtest hier http://www.attac.de/themen/globalisierung/

Antwort
von DinoSauriA1984, 4

Eine friedliche Welt können wir uns gar nicht vorstellen. Selbst Science-Fiction Romane, die von einer geeinten Welt berichten, haben dann einen 'Feind' von außerhalb, den es zu bekämpfen gilt. Und immer ist die 'eigene Seite' die Richtige.

Auf der anderen Seite wäre ein echter, weltweiter Friede leider auch das Ende des Fortschritts. Mit jeder Veränderung müsste ja jedermann einverstanden sein. Währen einzelne oder Gruppen gegen eine Veränderung, würde über kurz oder lang die eine Gruppe gegen die andere stehen und irgendwann hätte man wieder Konflikte.

Als Beispiel für fehlende Weiterentwicklung in friedlichen Systemen führe ich die Handwerkergilden des Mittelalters an: Die Gildenoberen legten fest, Welcher Meister, wieviele Waren herstellen durfte und zu welchem Preis er sie verkaufen durfte. In dieser Zeit gab es kaum technische Verbesserungen, weil jeder sein Auskommen hatte und niemand einen Vorteil z. B. aus einer Qualitätsverbesserung oder Neuerung ziehen konnte.

Wir Menschen brauchen den Wettbewerb, um weiterzukommen. Und leider gibt es zuviele Hitzköpfe und schlechte Verlierer unter uns, als dass wir uns mit dem Zweiten Platz zufrieden geben könnten.

Antwort
von DonkeyDerby, 25

Leider geht die politische "Mode" zur Zeit in die komplett andere Richtung: Kleinstaaterei, jeder möchte am liebsten sein eigenes Süppchen kochen und Nationalismus ist auch wieder modern.

Schade ist das, aber es gibt immer weniger Menschen, die über den eigenen nationalen oder regionalen Tellerrand hinausgucken. Jeder möchte gerne die eigenen Schäfchen ins Trockene führen und Solidarität wird als Schwäche ausgelegt.

Vielleicht kommen ja auch wieder andere Zeiten, in denen sich die Menschen darauf besinnen, dass alle Menschen den gleichen Wert haben und sie sich wieder als Weltbürger begreifen.

Antwort
von DinoSauriA1984, 6

Weltfrieden, eine Sprache, ein Volk, ein Gesetz.

Das ist ein frommer Wunsch, der aber - mindestens in diesem Jahrhundert (und vermutlich weit darüber hinaus) - nicht realisierbar ist. Das funktioniert ja nicht einmal in einem Land.

  • Die Schwaben verstehen Sächsisch nicht, die Friesen nicht die Bayern.
  • Der Westen will den Soli nicht, der Osten will ihn feiern.
  • Die einen helfen Flüchtlingen, bei anderen brennen Heime.
  • So mancher, der mag Schnitzel gern, ein andrer lieber Keime.
  • Am Gartenzaun die Grenze ist, hier mach ich mein Gesetz.
  • 'Frieden' sagst Du? - Brauch ich nicht! Hör auf mit dem Geschwätz!


Antwort
von Marco350, 4

Das wird nicht passieren. Leute mit einem hohen Standard wollen ihn behalten und es kommt schnell Neid auf. Naturgesetze gelten für alle und eine Sprache gibt es nur im sport.

Antwort
von epsi11, 13

Ich stelle mir es so vor, es sind Menschen in der Menge. Hören Sie oder Sehen sie das gleiche ? Wenn sie das gleiche sehen, dann verstehen sie es vom Inhalt her deutlicher, als wenn sie "zu viel hören". Zb. ein Bild mit einer Botschaft für "Frieden". Bemühungen zum Weltfrieden kann viel mit Botschaften in Form von einem Bild beitragen, zb. die helfenden Hände.

Antwort
von Muster247, Business, 25

Es wird mit Krieg versucht Frieden zu schaffen. Ist ja auch logisch : Wenns keine erde mehr gibt beschwert sich keiner mehr.

Antwort
von Braeutigam1993, 22

Mach dir nichts vor, die großen Mächte wollen keinen Weltfrieden.

Das ist ein Hirngespinnst oder vielmehr Wunschdenken der normal denkenden Bevölkerung.

Das ist wie die Frage zum Heilmittel gegen Krebs: Wieso eine Pille verkaufen wenn man die gesamte Behandlung in Rechnung stellen kann? Die Waffenindustrie jedenfalls profitiert nur von Krieg und nicht von Frieden. Und dann schau mal welche Lobbyisten ganz weit oben ihre Fäden ziehen...

Antwort
von Dxmklvw, 2

Schwerpunktmäßig und in Massen sind mir über die Nachrichten usw. immer nur solche "Friedensbemühungen" untergekommen, die garantieren, daß es keinen Frieden gibt.

Wer wirklich Frieden will, der muß aufhören, Bomben zu werfen, zu drohen,  zu erpressen und auszubeuten. Doch das alleine ist es noch nicht. Es gehört vor allem dazu, nicht mehr die eigene Einsichtsfähigkeit zu bekämpfen.

Antwort
von nowka20, 2

die gibt es auch nicht, da wir im zeitalter des kampfes leben

Antwort
von TroubleSpy, 18

Ich finde deine Frage toll, weil das gleiche frage ich mich auch. Es gibt Kriege, um den Frieden und um die Macht. Aber was bringt einem der Krieg? Außer paar Tausend Toten. Die ganze Welt sollte sich gegenseitig zu hören, weil was alles auf der Welt abgeht ist echt krass. Hoffentlich werden mehr Menschen am Frieden beteiligt sein.

Kommentar von Tasha ,

Der Krieg bringt immer den Machthabern etwas, nie den Soldaten oder der nicht-kämpfenden, sterbenden Bevölkerung (s. Syrien: Ja, viele sind geflohen, aber selbst wenn sie zurück wollten; vielerorts ist da einfach gar nichts mehr, wohin sie zurückkehren könnten).

Den Machthabern bringt Krieg aber so viel - und sei es nur, um von innerstaatlichen Problemen abzulenken! - dass er immer noch überall auf der Welt geführt und teilweise von westlichen Staaten befürwortet und unterstützt wird. Man kann das als "kleiner Mann auf der Straße" immer nicht glauben, weil man gelernt hat, was z.B. der letzte Weltkrieg angerichtet hat und was in vielen folgenden Kriegen verloren ging - vor allem gingen vielen Familien die Väter verloren, manchen auch die Mütter - und man denkt, na, ja, die Machthaber/ Politiker sind doch gebildet, die können sich unmöglich für so etwas einsetzen. Wir wissen aber nicht, wie diese geschult wurden, was die tatsächlichen Hintergründe sind und vor allem: Normalerweise gehen diejenigen, die einen Krieg anzetteln, nicht selbst an die Front und leben nicht in Gebieten, die sofort betroffen sind, verlieren nicht ihre Liebsten, Häuser, Habseligkeiten, Lebensgrundlagen. Schon gar nicht, wenn der Krieg einfach nicht im eigenen Land stattfindet!

Kommentar von TroubleSpy ,

Wie wahr. Ich glaub einfach nicht, wie Menschen sich um ihr eigenes Wohlergehen sorgen und ihnen egal ist, dass manche Familien wichtige Menschen verlieren, weil sie sozusagen mal eben Lust auf den Krige haben.

Antwort
von lupoklick, 16

Lies bitte 1984 von George Orwell  ....

 dann findest du unsere jetzige Welt ganz in Ordnung....

Antwort
von SCock, 49

Das kommt mit der New World Order (neue weltordnung) aber glaub mir es ist eher ein Fluch als ein segen...

Kommentar von NaKommDoch ,

was ist das, gehe bitte näher darauf ein?

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Auch die hat kein Interesse am Frieden denn mit Krieg lässt sich gutes Geld verdienen.

Kommentar von SCock ,

globale kollektivismus man möchte wie du es in der er frage erwähnst ein Gesetz für alle eine Sprache für alle usw.. an sich wäre das viell. garnichtmal so schlecht nur der Vorwand und die eigentlichen Interessen dahinter sind erschreckend man kann sagen "vollkommene versklavung der Menschheit" wie die Liebe Frau Merkel in ihrer Rede sagte: "wenn man eine neue weltordnung anstrebt, eine globale politische Ordnung, dann wird man nicht drumrumkommen auf souveränität zu verzichten"

Antwort
von HPG66, 35

Erstmal die Frage, wieviel Waffen wurden produziert..... im Zeichen des Weltfriedens.

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