Frage von mia1286, 304

Welche Belege muss ich für die Fahrtkosten einreichen?

Sooo, ich sitze gerade an meiner Steuererklärung für das Jahr 2015 und komme bei den Fahrtkosten nicht wirklich weiter.

Mein eigentlicher Arbeitsplatz liegt 18km von meinem Wohnort entfernt, jedoch fahre ich alle 2-3 (kommt dann abzüglich Urlaub etc. auf 20 Mal im Jahr) Wochen in eine 230km entfernte Stadt zur Werksbesichtigung/Lieferantengespräch. Muss ich hier nur Belege einreichen, wenn ich höhere Kosten als den geltenden Satz von 0,30€ pro Kilometer geltend machen will? Ich verstehe es nicht so ganz.

Mir reicht die Pauschae von 30 Cent, da ich einen sparsamen Diesel fahre und ganz ehrlich gesagt auch keine Lust habe mir jedes Mal die Fahrten vom Geschäftsführer abzeichnen zu lassen.

Hat jemand Erfahrungen damit?

Antwort
von Y0DA1, 261

Du setzt die Tage, an denen du an dein Arbeitsplatz gearbeitet hast mit 18 km je 30 Cent für die Wege zur ersten Tätigkeitsstätte ab und die Fahrten an den 230 km entfernten Ort als Dienstreise mit 230 km * 2 (hin und zurück) zu je 30 Cent ab.

also:   18 km * 0,30 € * X Tage = XXX
   230 km * 0,30 € * 2 * X Tage = XXX
                                   Summe = XXX

Belege brauchst du vorerst keine, erst auf Nachfrage vom Finanzamt und dann die, die sie gerne hätten.

Kommentar von mia1286 ,

Oh cool, den Dienstreisen- Weg kann ich quasi doppelt eintragen?? Das wusste ich gar nicht, danke! Dann gebe ich es so erstmal ab und hoffe, dass keine Rückfragen kommen ;-).

Kommentar von Y0DA1 ,

Ja, da es Dienstreise ist, zählt es hin und zurück. Berücksichtige noch die Verpflegungsmehraufwendungen bei > 8 Stunden weg von zu Hause bei der Dienstreise ;) das sind weitere Werbungskosten für dich.

Rückfragen können da leicht kommen, dass du z.B. eine Bestätigung vom Arbeitgeber bei bringen musst, auf dem die steht, dass du an den Tagen X Y Z dort auf Dienstreise warst. Da es ja der Wahrheit entspricht, sollte es ja leicht sein, die Bestätigung zu bekommen. Aber erst warten, ob eine gewünscht wird.

Kommentar von zonkie ,

Der Grund dafür ist das es für Fahrten Wohn/Arbeit eine Entfernungspauschale ist und bei Dienstreisen die tatsächlichen km sind die du fährst und dazu gehört ja logischerweise auch dein Heimweg :D

Höhere Kosten für den PKW anzusetzten habe ich noch nie gesehen das wird zu viel Aufwand sein.

Du kannst vorauseilend dem Finanzamt eine Liste mitschicken in dem du deine Dienstreisen aufzählst. (Datum; Ort; km * 0,30€; Summe) Habe ich so für meine Fortbildung gemacht und wurde durchgewunken.

Kann aber auch ohne klappen aber zur not anwortest du einfach auf die Rückfrage oder solltest du ein voreiligen  Bearbeiter haben der dir sofort ein Bescheid ergehen lässt eben ein Einspruch mit Aufstellung zurück dann bekommst ein neuen Bescheid.

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