Welche Bedeutung kommt dem Begriff „Zeugnis ablegen“ in der christlichen Auffassung zu?
Diese Begrifflichkeit habe ich in der Bibel und in der christlichen Kultur nie verstanden. Was heißt das? Warum sagt man nicht, wir verhalten uns entsprechend der christlichen Kultur, warum heißt es „wir legen Zeugnis von Gott ab“? Worin besteht das „Zeugnis“, und warum wird es immer betont? Die theologische Fakultät unter euch wird mir vielleicht was dazu sagen können.
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Zeugnis ablegen heißt:
eine Aussage machen
sich zu etwas äußern
falsches Zeugnis ablegen heißt: Lügen
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Zeugnis ablegen über Gott und Jesus Christus, über das was man aus der Bibel gelernt hat; über die gute Botschaft - so wie es Jesus tat, er legte auch Zeugnis ab über seinen Vater und verkündigte die gute Botschaft von Gottes Königreich.
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Antwort von Lorie777 25.06.20092 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Ein Zeugnis nach christl. Verständnis ist etwas was du mit Gott erlebt hast, z.B. wie du ihn gefunden hast, und es anderen weitererzählst. Du gibst dadurch Zeugnis. Nach einer (was meinst du damit?) christlichen Kultur leben? Das ist etwas ganz anderes. Das wäre Religiösität. Zwischen gläubig sein und religiös sein wird übrigens unterschieden.
Kommentar von HarterkampferHarterkampfer 25.06.2009Verstehe! Es ist sicher richtig zwischen den beiden Tatbeständen zu unterscheiden! Allerdings scheint mir dieser Begriffsgebrauch einer Kultur zu entsprechen. Darauf kommt man nicht so von sich aus.
Mir zumindest erscheint das Verhalten der öffentlichen Darlegung des Glaubenserlebnisses einer Kultur zu entsprechen, für die es wichtig ist, über Erfolge Bericht zu erstatten um sich selbst, den Anhängern und eventuellen nichtangehörigen Beobachtern den Wahrheitsgehalt der Glaubenssätze zu bestätigen.
Kommentar von Lorie777 26.06.2009Es ist eine geofferbarte Wahrheit und keine Kultur, Kulturen gibt es viele.
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Ein Zeuge erzählt was er erlebt hat - nicht mehr und nicht weniger. Dabei steht er selbst mit seiner Person für die Richtigkeit seiner Erzählung ein. Im christlichen Kontext geht es dabei um das, was der Einzelne mit Gott / Jesus erlebt hat.
Das ganze dient nicht nur der Mission, sondern vor allem auch der Glaubensstärkung der Gemeinde und der Ehre Gottes. Es tut einfach gut, zu hören, was Er auch heute noch an großen und kleinen Wundern tut. Es stärkt den Glauben, wenn man hört, was andere mit Gott erleben.
Kommentar von StefekStefek 26.06.2009Danke für Deine hilfreiche Erklärung!
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Die Apostel bezeugen, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist.
Die Schreiber des Neuen Testamentes bezeugen Christus als den Erlöser der Welt.
Wer diesem Zeugnis glauben schenkt wird selber zu einem Zeugen, weil er glaubt, dass ihr Zeugnis der Wahrheit entspricht.
Auf diese Weise bezeugt ein Mensch seinen Glauben an Christus, weil er sich durch Ihn gerettet weiß.
Dieses Zeugnis umfasst unser ganzes Leben. Es soll zu einem sichtbaren Zeugnis für Gott werden
Jesus sagte deshalb: " Wenn ihr euch gegenseitig liebt bezeugt ihr damit, dass ihr meine Jünger seid."
Deshalb genügt es nicht nur Christus mit seinem Mund zu bezeugen, sondern unser Leben muss ein lebendiges (sichtbares) Zeugnis für Ihn sein.
Deshalb ist dieses Zeugnis von fundamentaler Bedeutung für den christlichen Glauben.
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Davon berichten, was Gott getan hat - allgemein und persönliche Erlebnisse.
Kommentar von StefekStefek 26.06.2009Finde Deine Aussage gut!
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Zu meinem Glauben bekennen.
Kommentar von FotografinFotografin 25.06.2009DH, so ist es.
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"Zeugnis ablegen" heißt, sich zu etwas,dessen man sich sicher ist (oder wähnt) öffentlich bekennen, als, zu einer Sache oder Angelegenheit stehen.
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Zeugnis ablegen,hat KEINE religiöse Bedeutung,im Strafrecht ist es völlig Wurst,ob Konfesion oder nicht,die Wahrheit einer Aussage ist gefragt,nicht mehr und nicht weniger!!!
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Bekenntnis - Christen war ja auch verfolgt, sind es z.T. heute noch und mußten bzw. müssen zu dieser Zeit ihren Glauben verleugnen.
Das Zeugnis besteht m.E. i.w. in dem Glaubensbekenntnis, das man in der Messe aufsagt - "Ich glaube an...". Aber auch das Verwirklichen der christlichen Werte, das Verkünden der christlichen Botschaft usw.
Am besten im (kath.) Lexikon für Religion und Kirche nachschlagen unter "Zeugnis".
Kommentar von StefekStefek 26.06.2009Das finde ich auch, dass es nicht nur um ein Glaubensbekenntnis geht, sondern um die Verwirklichung des christlichen Lebens.
Wahrscheinlich ist das heute einer der Hauptgründe, weshalb das Christentum keinen guten Ruf mehr hat, weil viele nicht mehr glaubwürdig als Christen leben.
Jesus spricht in der Offenbarung von den lauen Christen. Er ruft sie auf wieder zum wahren Glauben zurück zu kommen.
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Diesen Aberglauben braucht man auch nicht zu verstehen.
Kommentar von daddysdearestdaddysdearest 25.06.2009Das nenne ich doch mal konstruktiv.
Kommentar von ComstockComstock 25.06.2009Was gibt es bei diesem Hokuspokus zu konstruieren? Es ist schlicht ein Unterwerfungsritual für Leute, die sich von Pfaffen gern ein schlechtes Gewissen machen lassen.
Kommentar von NoebianNoebian 25.06.2009Entweder hast Du nicht die leiseste Ahnung oder sehr schlechte Erfahrungen gemacht....
Kommentar von StefekStefek 26.06.2009Wäre es Dir möglich dieses Unterwerfungsritual zu erklären?
Ich verstehen nicht, was Du damit meinst.
Danke für Deiner Erklärung?
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Habe eure Antworten gelesen, danke. Also heiß das Wort einfach nur, etwas tun. Allerdings höre ich immer etwas Weitergehendes raus : ein Zeuge ist einer, der über ein Erlebnis oder Beobachtung öffentlich berichtet! Anders gesagt, ich höre aus der sprachlichen Ausdruckswahl die Verpflichtung heraus, durch eine öffentliche Verkündigung der persönlichen (Glaubens-)Erlebnisse der monotheistisch geforderten Missionierung und Überzeugung anderer zu dienen. Ist es so?
Kommentar von daddysdearestdaddysdearest 25.06.2009Verpflichtung würde ich das nicht nennen, da es freiwillig und aus eigenen Antrieb geschieht. Auch öffentlich muss da nichts sein - im Gegenteil spielt sich so etwas meist im persönlichen Kontakt ab.
Kommentar von GrittiGritti 28.06.2009Hallo, Harterkampfer,
Ich denke, "Zeugnis ablegen" drückt zwar Tätigkeit aus, aber es hat eigentlich mehr mit SEIN zu tun. Ich würde es so sagen: ich bin seit ich Jesus Christus begegnet bin ein anderer Mensch geworden. In meinem Denken, Sprechen, Handeln (und Leiden aushalten) hat sich etwas zum Postiven verändert, und das habe nicht ich aus eigener Kraft vollbracht, sondern ich habe dem Stück für Stück zugestimmt und lebe es mit einer gewissen Leichtigkeit, was vorher nicht möglich gewesen wäre. Und das können andere, wenn sie es sehen wollen, auch durchaus wahrnehmen. Wenn du das näher erläutert haben willst, dann schreib es bitte und ich werde antworten, aber jetzt geh ich schlafen.
LG und gute Nacht!
Kommentar von GrittiGritti 30.06.2009Hallo harterkampfer,
Ich meine, Zeugnis ablegen hat nicht nur mit "Tun" zu tun, sondern vor allem mit "Sein". An der Art, wie jemand lebt, wie er denkt und in der Folge spricht, wofür er sich und seine Ressourcen einsetzt, wie er mit Menschen umgeht, sieht man, was ihm wertvoll ist und woran er glaubt. Missionieren ohne den Hintergrund des persönlichen Lebens ist leeres Gerede, und das kommt auch nicht an.
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kennst du doch bei krimis...waren sie zeuge?in der kirche heißt das man muss sehen das du eun christ bist,in deinem verhalten ,zu deinen mitmenschen,zu gott.also als christ leben so wie es die kirche verlangt
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Zeugnis ablegen bedeutet im Glauben sich Gott hinzugeben, vollkommen zu öffen und seine Sünden zu beichten.
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von etwas Zeugnis ablegen - Bedeutung der Redensart
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Für wen soll man Deiner Meinung nach Zeugnis ablegen?
Am Besten für den, über den auch Jesus Zeugnis ablegte - seinen Vater, oder etwa nicht?