Welche Bedeutung hat eine Rezession?
Hallo,
mich würde mal interessieren, warum in den Medien der Rückgang der Wirtschaft so dramatisch dargestellt wird. Vor allem in den USA, denn die Vereinigten Staaten stehen vor der Fiskalklippe. Wie kommt es überhaupt zustande, dass die Wirtschaft so "leiden" muss.
Vielen Dank im Voraus
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Gansh, hat es treffend bereits geschrieben. Rezession bedeutet, dass die Wirtschaft nicht wächst. Wenn die Wirtschaft nicht wächst, investiert die Wirtschaft in sich selbst und in Arbeitskräfte nicht mehr oder weniger. Dies bedeutet natürlich dann steigende Arbeitslosigkeit. Diese produziert aber Konsumverlust, d. h. die Leute sparen lieber und kaufen nur das nötigste ein. Dies führt aber bei den Unternehmen wieder zu noch mehr Probleme, weil die Gewinne schrumpfen und man in die Verlustseite kommt oder falls bereits Verluste vorhanden waren kommt man einem Konkurs nahe! Und weiter gehts --> Arbeitslosikgeit steigt noch mehr --> Wirtschaft wird noch schwächer und so weiter runter!
Darum kommt der Staat und versucht das zu verhindern in dem dieser selber Geld ausgibt und so der Wirtschaft wieder was zu tun gibt, also braucht die Wirtschaft dann doch ihre Arbeiter und feuert diese nicht oder muss im günstigsten Fall sogar neu anstellen. (Oder der Staat hilft mit Kurzarbeitgeld den Unternehmen die ihre Arbeiter nicht brauchen, weil sie mehr produzieren als verkaufen können und verhindert Mitarbeiterrauswürfe - so wie es übrigens die Regierung bei Ausbruch der aktuellen Finanzkrise erfolgreich gemacht hat) Also nochmal wenn es runter geht, wirkt der Staat ein (falls er kann) und verhindert den zu starken Niedergang und kann im günstigsten Fall die Unternehmen und damit auch die Arbeiter (Wohlfahrt aller Bürger) schützen oder verbessern.
Was die anderen bezüglich Geldentwertung, Inflation oder Währungsschnitt schreiben hat hiermit nix zu tun.
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
In erster Linie denkt man an den Verlust von Arbeitsplätzen. Und das ist, wie mancher leidvoll erfahren hat, nicht nur ein Problem der Finanzen, sondern darüber hinaus auch für viele ein menschliches. Unternehmen sind gefährdet, weil ihre fixen Kosten bleiben, was dann sehr schnell das Ende sein kann. (denk an Zinszahlungen, Miete uw. usw. Dann sinken die Staatseinnahmen, weil aufgrund fallender Gewinne weniger Steuern zu zahlen sind. Welche Folgen das für das "Gemeinwohl" haben kann, ist hinlänglich bekannt.
-
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
rezession heisst,dass die auftragsbücher nicht mehr voll werden,weniger verkauft und produziert wird d.h. mehr arbeitslosigkeit entsteht. was da im moment in usa abläuft,ist parteienkrieg,die werden und müssen sich einigen.
-
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
D.h der Staat druckt zu viel Geld und die Wirtschaft bricht ein.War damals nach dem Krieg so.
VG
Kommentar von Pupil94 29.12.2012Ist das, was du beschreibst nicht eine Inflation ?
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Weil der Staat mehr Geld ausgibt als er hat. Nicht nur in USA. Auch hier in D. Dann gibt es eben einen Währungsschnitt und alle bezahlen. Oder eine Wirtschaftskrisen und viele sind arbeitslos. Die können dann alle hier User werden.
Ja propag. In gewissen Teilen hast du Recht. Der Staat hilft mit Kurzarbeitergeld ect. Das ist aber keinesfalls ein Garant dafür, dass produzierte Waren auch verkauft werden. Das ist vorübergehende "Kosmetik" , die sich irgendwann mal negativ auswirkt. Was uns die Finanzkrise noch kosten wird, ist derzeit gar nicht abzusehen. Das Geld, welches der Staat hier zur Verfügung stellt, wird entweder aus Steuergeldern genommen und wenn diese nicht reichen, dann steigt eben die Staatsverschuldung. Deshalb bin ich nicht der Ansicht, dass hier die Regierung "erfolgreich" agiert hat. Irgendwann zahlen wir die Zeche dafür. Die Konjunktur künstlich anzukurbeln, ist immer nur eine Momentaufnahme keinesfalls eine Dauerlösung. Dient eher der Machterhaltung der Politiker. Wir sind nun mal ein Exportland, dessen Wohlergehen davon abhängt, ob und in welchem Umfang wir unsere Produkte auf dem Weltmarkt absetzen können. Die Binnenkonjunktur alleine hilft da nicht. Bricht der Absatz im Export ein, hat das in unserem Land Arbeitslosigkeit zur Folge. Eine weitere Krise steht uns bevor, so man sich in den USA nicht einigen kann. Das könnte sich dann zu einer Weltwirtschaftskrise entwickeln. Unser Staat ist hoch verschuldet und Zusatzlasten, egal in welcher Form, würden neue Schulden auslösen. Irgendwann ist auch bei uns mal Fahnenstangen Ende.
Ontario, ich hatte versucht diesen komplexen Zusammenhang zu verallgemeinern und pauschal zu beurteilen, da eine Rezession in jedem Land unterschiedlich ist und von vielen sehr vielen Faktoren beeinflusst werden kann. Du hast natürlich Recht, wenn ein Staat nicht genug Geld hat dann kann er das nicht machen, aber das habe ich ja auch schon geschrieben. Aber du hast leider Unrecht bezüglich des Erfolgs oder Misserfolgs des Kurzarbeitsgeld. Ich habe die Zahlen nicht im Kopf aber ich glaube es hat ca. eine halbe Miliarde gekostet, was im Vergleich zur Bankenrettung ja die berühmten "Peanuts". Das letzte mal hat die Regierung dadurch viel Leid durch Arbeitslosigkeit verhindert und dazu auch noch Steuergelder die sonst in die Arbeitslosenversicherung gegangen wären gemindert. Von daher war das letzte mal ein großer Erfolg!
Das ist 100% so!
Aber natürlich die Ausgaben die der deutsche Staat hat sind immens und wenn es so weiter gehen würde würden wir in große Probleme kommen aber das gute ist, die Regierung hat in den letzten Jahren eingespart und kann jetzt für die drohende hoffentlich kleine Rezessionsphase 2013 wieder einwirken und dennoch droht Deutschland überhaupt noch nicht die Pleite wegen einer Rezession! Noch lange lange lange nicht!
Was aber uns drohen kann ist eine Weltwirtschaftskrise die ganz einfach unabhängig ist von dem was wir hier machen! Nämlich durch mehrere Brandherde! Die USA kann eine Weltwirtschaftskrise verursachen eine wirkliche Pleite von Griechenland oder gar die Abkehr vom Euro könnte eine Weltwirtschaftskrise verursachen, die uns stärker schadet. Aber auch da wäre ich nicht so ängstlich bezüglich der Schuldensituation Deutschlands! Es ist meines Erachtens (das ist bei den Wirtschaftswissenschaftlern unterschiedlich bewertet, daher schreibe ich meines Erachtens) das richtige nicht immer zu sparen sondern auch als Staat auszugeben, damit er Arbeitslosigkeit den Menschen erspart, ich z.b. arbeite sehr gerne und finde es sehr sehr psyschich anstrengend arbeitslos zu sein.
ABER das ist das große Aber! In guten Zeiten muss dann der Staat sparen! Dies wurde von den letzten Regierungen egal welcher Koleur der letzten Jahrzehnte dann versäumt, weil sie aus wahltechnischen Gründen halt Wahlgeschenke machen wollten. Jetzt Geld auszugeben oder den Menschen Steuern zu ersparen ist wie ich bereits gesagt habe meines erachtens GUT und Richtig und Notwendig. Aber sobald es wieder gut geht sollte man mit Sparen anfangen und dies sollte man mit den Hohen Ausgaben für Subventionen endlich mal beginnen. Ich sehe es nicht ein warum man mit Agrarsubventionen Milchproduktion unterstützt wo das Milch am Ende sogar noch weggeworfen wird. Solche Beispiele machen mir mehr Sorgen als das Kurzarbeitergeld. Und sind in der SUmme vieeeeeeeeeeel höher!
Achja, in dieser kleinen Weltwirtschaftskrise der letzten Jahre hat gerade der Konsum in Deutschcland angezogen und hat uns somit auch der Wohlfahrt genutzt, gerade weil der Export eingebrochen war! ;)