Welche Bedeutung hat der Buddha für Christen?

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12 Antworten

Ich finde sein Leben interessant, gerade dass er immer meinte er wolle nicht verehrt werden und es nun doch eine Religion ist.

Für mich religiös ist es aber total egal es ob die Religion gibt oder nicht. Ich glaube nicht an seine Weisen der Erlösung, ebenso auch nicht an die Widergeburt. Wenn andere danach leben wollen, können sie es gerne machen, das stört mich genau so wenig wie wenn irgendwo eine Deko-Buddha-Statur rum steht.

Es stört vielleicht die, die versuchen andere zu bekehren, aber wie gesagt: ist mir total egal ob jemand an Buddha, Allah oder gar nichts glaub, an meiner Religion ändert das nichts.

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Für mich bin ich fest überzeugt, dass es nur einen Gott gibt, den, der Himmel und Erde geschaffen hat.

Für andere Götter gilt für mich:

Denn die Satzungen der Völker sind Nichtigkeit; denn Holz ist es, das einer aus dem Walde gehauen hat, ein Werk von Künstlerhänden, mit dem Beile verfertigt. Er schmückt es mit Silber und mit Gold; mit Nägeln und mit Hämmern befestigen sie es, dass es nicht wanke; sie sind wie eine gedrechselte Säule und reden nicht; sie werden getragen, denn sie gehen nicht.

Fürchtet euch nicht vor ihnen; denn sie können nichts Böses tun, und Gutes zu tun steht auch nicht bei ihnen.

Jeremia 10 Verse 3-5

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Da er aus einem völlig anderen Religionskreis kommt, wird er in den Heiligen Schriften der Christen nirgends erwähnt.

Von daher hat er nicht mehr und nicht weniger Bedeutung als jeder andere Weise, für den das obige Kriterium ebenfalls gilt.

Es schadet (vom Standpunkt des "bloßen" Christentums aus) nichts, nichts über ihn zu wissen oder noch nicht einmal etwas von ihm gehört zu haben.

Aber es schadet auch nichts, etwas zu wissen. Solange die Beschäftigung mit ihm nicht vom Eigentlichen ablenkt, ist es auch kein Problem, einiges von ihm zu lernen. (Wobei hier die Ansichten, welche Beschäftigung empfehlenswert bzw. noch tolerabel ist, innerhalb der verschiedenen christlichen Gruppen sehr weit auseinander gehen.)

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Bedeutung hat der Buddhismus für die Christen keine. Allerdings kann ein Christ beim Studium des Buddhismus schon auch ein bißchen was lernen. 

Zum Beispiel erklärt die buddhistische Lehre ziemlich genau, wie die Praxis von "Metta" geht, also die Übung des Mitgefühls mit allen fühlenden Wesen. Im Christentum gibt es eine vergleichbare Tugend namens "Nächstenliebe". Und weil darin das Wort "Liebe" steckt, gibt der Begriff häufig Anlaß zum Mißverständnis - insbesondere dann, wenn es darum geht, weisungsgemäß seinen "Nächsten zu lieben wie dich selbst". 

Da fragt sich so mancher, wie kann das gehen, ich kann doch nicht alle Leute gleich lieb haben, manche mag ich einfach nicht. Aber wer genauer hinschaut auf die "Caritas" (Nächstenliebe auf Latein), der kann mal den Vergleich mit "Metta" heranziehen, nämlich mit dem Mitgefühl, der Empathie. Die nämlich funktioniert auch dann, wenn man jemand nicht ausdrücklich gern hat - jedenfalls mit ein bißchen Übung. 

Und so hilft man dem eigenen Verständnis unter Umständen ganz gut auf, wenn man über den Tellerrand guckt. Gruß, q.

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Christen haben mit Buddha nix zu tun und daher interessiert er sie im Allgemeinen auch nicht sonderlich.

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Historisches

Zur zeitlichen Einordnung: Der Buddha soll vor etwa 2.500 Jahren und Jesus vor etwa 2.000 Jahren gelebt haben.

Es gab bereits im Altertum erste Kontakte zwischen Graeco-Buddhismus und Christentum, eine gegenseitige Beeinflussung ist also nicht unwahrscheinlich.

Den Kirchenvätern Hieronymus und Clemens von Alexandria, waren die Geschichten von der Existenz Buddhas und die Legende um die Jungfrauengeburt offenbar bekannt, da sie in ihren Schriften angesprochen werden.

Im Mittelalter war der Kontakt dagegen lose und erfolgte hauptsächlich über die Seidenstraße. Der Jesuitenpater Francisco de Xavier kam bis nach Japan.

Erst im 18. und 19. Jahrhundert wurde der Kontakt zwischen dem christlichen Westen und dem Buddhismus wieder enger und erste Westler befassten sich eingehender mit dem Buddhismus (Nyanatiloka, Paul Dahlke).

Ähnlichkeiten

Die Betonung von Eigenverantwortung ("den Balken im eigenen Auge") und Mitgefühl ("Liebe deinen Nächsten") finden sich in beiden Religionen.

In beiden Fällen wird den Führergestalten eine Jungfrauengeburt, sowie verschiedene Wunder nachgesagt..

So soll beispielsweise Petrus in seinem Glauben an Jesus auf dem Wasser gewandelt sein, jedoch beinahe ertrunken, als er im Glauben wankte - das gleiche wird im Silanisamsa-Jataka von einem Schüler des Buddha erzählt.

Im Amitabha-Buddhismus erlangt man die Wiedergeburt im paradiesischen Reinen Land durch die Gnade des Buddha Amitabha - Parallelen zur christlichen Lehre von der Barmherzigkeit Jesu ("noch heute sollst du mit mir im Paradiese sein") sind hier durchaus zu sehen.

Unterschiede

Bereits die bildlichen Darstellungen unterscheiden sich, denn während Darstellungen Buddhas ihn in friedvoller Meditation, oder beim Eingang ins Nirvana zeigen, sind die christlichen Kruzifixe eine Darstellung des Leidens
Jesu als Erlösungsakt.

Inhaltlich gibt es wesentliche Differenzen. Die christliche Lehren von der Existenz eines ewigen Gottes und einer Seele widersprechen den buddhistischen Konzepten von Vergänglichkeit und Leerheit.

Die Lehre vom Kreislauf der Wiedergeburten und dem Verlöschen im Nirvana, ist ein Gegensatz zur Vorstellung von der Auferstehung der Toten und dem Reich Gottes.

Der Buddhismus lehrt die Befreiung aus eigener Anstrengung, während im Christentum das Heil durch Jesus zu erlangen ist.

Auch im oben genannten Amitabha-Buddhismus ist die Wiedergeburt im Paradies lediglich ein angenehme Existenzform, in der man leichter an der eigenen Befreiung wirken kann.

Diskussion

Wie groß die Beeinflussung war, ist umstritten. Einige Autoren gehen soweit, Jesus als buddhistischen Wanderprediger darzustellen - eine Interpretation, die in der Fachwelt nicht anerkannt ist.

Christentum und Buddhismus

Insbesondere mit dem Zen-Buddhismus gab es regen Austausch und buddhistische Meditation wird heutzutage in einigen christlichen Gemeinden als Mittel zur inneren Einkehr genutzt.

Da grundlegende Meditationsformen wie Vipassana oder Zazen keine Verehrung Buddhas beinhalten, und die Metta-Meditation beispielsweise die Entwicklung von Mitgefühl fördern soll, scheint dies auch unproblematisch, wenn man keine Heilserwartung hinein setzt.

Radikale Christen lehnen dagegen sogar Meditationsformen ohne Zielsetzung ab, da sie fürchten, dass böse Geister sich der Gläubigen bemächtigen  könnten, wenn diese ihren "Geist leeren" statt ihn Christus zuzuwenden.

Dennoch gibt es, insbesondere durch die innerhalb des Buddhismus umstrittene Sanbo-Kyodan-Linie, christliche Priester, die zugleich als Zen-Lehrer autorisiert sind.

Zu den wichtigen Gestalten in der Beziehung zwischen Zen-Buddhismus und Christentum gehöen historisch Pater Enomiya-Lasalle und Pater Arul M. Ariokasamy, beide Jesuiten.

Der bekannteste moderne christliche Geistliche und Zen-Lehrer ist vermutlich Pater Willigis Jäger, der zwar Benediktiner ist, doch wegen seiner Tätigkeit von der katholischen Kirche weitgehend eingeschränkt wird.

Ein Beispiel für einen evangelischen Geistlichen, der auch Zen-Praxis lehrt ist Pfarrer Stefan Matthias von der Tabor-Gemeinde in Berlin-Krreuzberg

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Buddhisten haben nichts mit Christen zu tun

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"Welche Bedeutung hat der Buddha für Christen?"

Er ist ein Mensch, der verloren ging. Der Gott nicht finden konnte und sich selbst als Gott feiern ließ.

Ein Mensch, der niemandem helfen kann, noch nicht mal sich selbst.

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Kommentar von youngheart
20.06.2016, 18:48

Buddha ließ und lässt sich nicht als Gott feiern, man sieht Buddha als Vorbild wie man zur "Erleuchtung" gelangen soll. Im Buddhismus gibt es nämlich gar keinen Gott!

Setzt man sich mit dieser Religion auch nur im entferntesten auseinander würde man dies wissen.

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Der Name Buddha fällt im Christentum überhaupt nicht

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Gar keine.

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Überhaupt keine

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Gar keine

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