Frage von Karaev,

Welche Auswirkungen hat erhöter Blutzucker?

Ich frage hier direckt nach dem Blutzucker. Das erhöter Blutzucker mit Diabetis zusammenhängt und dadurch die Insulinausschüttung gehämmt wird oder der Körper dagegen immun wird ist mir bekannt. Ich habe gelesen das Längerfristig erhöhte Blutzucker-Werte zu einer Schädigung praktisch aller Organsysteme, insbesondere der Blutgefäße, der Augen, der Nieren und der Nerven führen. Das müsste aber durch den Insulinmangel passieren, wodurch die Glucose nicht in die Zellen kommt und diese deshalb geschädigt werden und nicht direckt durch den hohen Blutzuckerspiegel der nur ein Indiz dafür ist. (Nehme ich an) Deshalb will ich wissen ob und was zuviel Zucker im Blut schädigt. Vielleicht eine Verstopfung der Arterien oder ähnliches. Muss ja einen Grund haben, dass es über den Urin abgeführt wird falls das Insulin keine Abhilfe schafft.

Antwort von Mucker,
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Welche Folgen haben hohe Blutzucker-Werte?

Für die Entwicklung mikroangiopathischer Folgeerkrankungen sind die durchschnittlichen BZ-Werte über viele Jahre entscheidend.

Die Makroangiopathie hingegen hängt auch von kurzfristigen Blutzucker-Spitzen ab. Sind diese Spitzen sehr ausgeprägt, können akut lebensbedrohliche Erkrankungen die Folge sein.

** Die Blutzucker-Werte sind beim gesunden Menschen recht genau reguliert und schwanken üblicherweise zwischen etwa 70 und 120 Milligramm pro Deziliter Blut (mg/dl**).

Von einer Hyperglykämie bzw. Überzuckerung spricht man bei Blutzucker-Werten, die nüchtern über 126 mg/dl liegen.

Längerfristig erhöhte Blutzucker-Werte führen zu einer Schädigung praktisch aller Organsysteme, insbesondere der Blutgefäße, der Augen, der Nieren und der Nerven.

Langfristige Folgen: Mikro- und Makroangiopathie

Für die Entwicklung der so genannten mikroangiopathischen Folgeerkrankungen (Schädigung von Augen, Nieren und Nerven) des Diabetes mellitus sind die durchschnittlichen Blutzucker-Werte über viele Jahre entscheidend – je höher sie sind, desto häufiger und ausgeprägter sind die Spätfolgen.

Nach neueren Erkenntnissen hängen aber auch kurzfristig erhöhte Blutzucker-Werte, so genannte „Blutzucker-Spitzen“, mit der Entwicklung vor allem der Makroangiopathie, also einer vorzeitigen und ausgedehnteren „Wandschädigung der großen arteriellen Gefäße“ (z.T. mit Verkalkung, d.h. der Arteriosklerose) zusammen.

Nach heutigem Kenntnisstand gibt es mehrere wichtige Mechanismen, die in der Entwicklung der diabetischen Folgeerkrankungen eine Rolle spielen.

Die andauernden erhöhten Blutzucker-Werte führen zu einer Anlagerung von Zuckermolekülen an körpereigene Eiweiße (so genannte Glykierung).

Diese „glykierten“ (verzuckerten) Eiweiße werden in ihren Eigenschaften weiter verändert, vor allem oxidiert, sodass sie ihre eigentlichen Funktionen im Körper nicht mehr ausreichend erfüllen können.

Diese veränderten Eiweiße setzen außerdem eine Reihe von weiteren Stoffwechselvorgängen in Gang, beispielsweise chronische Entzündungsvorgänge.

Zusätzlich spielen Aktivierungen von Enzymen, Hormonen und Wachstumsfaktoren eine Rolle.

Da nicht alle Menschen mit Diabetes gleichermaßen von Folgeerkrankungen betroffen sind, scheinen auch Erbfaktoren einen wesentlichen Einfluss zu haben.

http://www.diabetes-world.net/Portal-fr-Patienten-u

Kommentar von Karaev,

Ist zwar die beste kopierte Antwort, aber wäre gut wenn sich damit jemand auskennen und in eigenen kurzen Worten schreiben kann was genau im Blut zirkulierender Zucker schädigt oder nicht.

Kommentar von Mucker,

Ja, ich habe mir bei der Recherche und der Aufbereitung richtig Mühe gegeben - ich hätte dir auch was Ähnlichrs schreiben können - dies aber hier ist so was wie amtlich.

Der im Blut zirkulierende erhöhte Zucker ist vor allem eine Gefahr für das Gefäßsystem mit Arterien, Venen, grossen bis feinsten Gefäßen - sie versorgen den ganzen Körper, d.h. jede Zelle mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Wenn diese Gefässe geschädigt werden, sozusagen "verzuckern", wenn sich Ablagerungen bilden etc. - ist die Versorgung gestört - und die Gesundheit gefährdet.

Damit es nicht so weit kommt - ist es wichtig dass sich der Blutzucker in einem bestimmten Rahmen bewegt. LG

Kommentar von asystolie,

Naja, wieso ist es die beste kopierte von ALLEN?

Ich habe nicht kopiert...

Antwort von asystolie,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Begriff Diabetes mellitus stammt aus dem altgriechischen und bedeutet: „honigsüßer Durchfluss“ Früher einmal hatte man den Urin der Patienten diagnostisch „erschmeckt“. Aus dieser zeit stammt noch diese Bezeichnung.

Klassifikation Die häufigsten Diabtetesformen sind die Typ-1-Diabestes und die Typ-2-Diabetes, wobei es auch weitere Detaillierungen gibt. Der Typ-1 tritt typischerweise im Kindes- oder Jugendalter auf, allerdings können auch Erwachsene an diesem Typ erkranken. Er Typ-2 galt lange Zeit als Alterskrankheit, durch die häufiger werdende Fehlernährung erkranken auch immer mehr jüngere Menschen daran – sogar Kinder. Eine weitere Diabetesform ist zb die Schwangerschaftsdiabetes. Außerdem versucht man nach der Ursache der Diabtest zu unterscheiden – und zwar:

A – wenn sie auf einen genetischen Defekt der Zellen der Bauchspeicheldrüse zurückgeführt werden kann

B – wenn die Insulinsekretion genetisch defekt ist

C – wenn die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) erkrankt ist

D – wenn die Diabetes auf hormonelle Störungen zurückzuführen ist

E – wenn die Krankheit durch die Einnahme von Medikamenten oder Chemikalien hervorgerufen wird

F – wenn es sich um eine Infektion handelt, die die Erkrankung hervorruft

G – wenn es sich um eine ungewöhnliche Form von Diabetes handelt

Verbreitung Der Großteil der Diabetiker nämlich rund 90% - leiden an der Typ-2 Diabtes. Heute sollen rund ein viertel Milliarde Menschen erkankt sein und Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl in den nächsten 20 Jahren verdoppeln wird. In Amerika rechnet man damit, dass jeder Dritte an Diabetes mellitus erkranken wird. In Österreich ist die Situation nicht viel anders. Heute geht man von rund acht Prozent aus, die wissen oder unwissend an Diabetes leiden. Da gibt es einen Zusammenhang mit Übergewicht und man rechnet, dass bald 60% der Österreicher übergewichtig sein werden, wird also auch die Zahl in der Diabetiker ansteigen.

Was macht der Körper? Im Normalfall bezieht der Körper Glukose – also Zucker aus mehreren Quellen. Zucker ist der Energielieferant für den Körper und wird in Leber, Muskeln und anderen Geweben als Glykogen gespeichert. Braucht der Körper Energie, wird Glykogen wieder in Glukose gespalten und in den Blutstrom abgegeben. Von dort aus gelangt es dahin, wo Energie gebraucht wird. Verschiedene Hormone sorgen dafür, dass die Glukoseabgabe und –aufnahme präzise funktionieren. So erhöhen zb die Hormone Adrenalin, Glukalogen aber auch andere Blutzuckerspiegel. Insulin kann als einziges Hormon den Blutzuckerspiegel senken. Dieses Hormon wird von den sog. Beta oder Inselzellen der Bauchspeicheldrüse gebildet. Insulin senkt also den Glukosespiegel im Blut, indem diese Hormon Glukose aus dem Blut in das Gewebe transportiert. Dort steht es auf Abruf bereit, wenn es wieder benötigt wird.

Nimmt der Mensch Nahrung zu sich, dann wird die Glukose im (Muskel)Gewebe gespeichert – und zwar rund 80% des zugeführten Zuckers. Im nüchternen Zustand wird es von dort wieder in die Blutbahn abgegeben – zb braucht das Gehirn ausschließlich Glukose als Energieträger. So wird auch verständlich, dass bei einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel es zu Konzentrationsschwierigkeiten, Schwinden oder sogar zu Ohnmachts- oder Krampfanfällen kommen kann.

Was passiert bei Diabetes Typ-1? Bei dieser Form handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Jene Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die für die Produktion von Insulin verantwortlich sind, sind ganz oder teilweise zerstört und können somit kein oder nur mehr wenig Insulin produzieren. Die Konsequenz ist, dass der Blutzuckerspiegel nicht mehr reduziert werden kann. Betroffene müssen also von außen – mittels Spritzen oder Pumpen Insulin zuführen.

Was passiert bei Diabetes Typ-2 Bei dieser auch „Altersdiabetes“ genannten Form kommt es zum einer verminderten Empfindlichkeit der Körperzellen auf Insulin. Man spricht auch von einer Insulinresistenz. Zum anderen ist es auch auf eine Reduktion der Tätigkeit jener Zelle, die Insulin produziert, zurückzuführen. In den meisten Fällen ist also bei diesen Patienten der Insulinspiegel durchaus normal oder sogar erhöht – aber die Wirkung bleibt aus, der Blutzuckerspiegel kann nicht gesenkt werden und die Glukose kann nicht in den Muskelzellen gespeichert werden. In der Leber kann das Insulin nicht mehr die Produktion neuer Glukose und den Abbau von Glykogen zu Glukose entsprechend unterdrücken. Die Folgen sind ein zu höher Glukosespiegel im Blut – man spricht von einer Hyperglykämie.

2Teil folgt sofort!

Kommentar von asystolie,

2 Teil:

Wie erkennt man Diabetes? Die frühen Symptome sind unspezifisch. Müdigkeit, Abgeschlagenheit sind die erste Anzeichen. Manche neigen zu Infektionen - zb der Harnwege. Klarere Symptome sind ein erhöhtes Durstgefühl mit permanentem Trinken und einhergehenden mit erhöhtem Harndrang. Beim Typ-1 kommt es dadurch auch zu einer Dehydration und zu Gewichtsverlust. Beim Typ-2 kann es lange dauern, bis man Beschwerden hat. Daher bleibt dieser Typ oft auch über Jahre undiagnostiziert und deshalb ist die Dunkelziffer von Diabetes so hoch.

Therapie Ein wichtiges Therapieelement ist eine intensive Schulung. Bei vielen Typ-2-Patienten reichen Tabletten. Schwerere Fälle sowie Typ-1-Patienten müssen Insulin zuführen. Dafür ist es wichtig, die Einstellung eines Diabetikers zu überwachen. Dabei ist das glykosylierte Hämoglobin (HbAlc) der entscheidende Wert. In den meisten Messverfahren wird ein HbAlc Wert <6.1% als normal angesehen. Der angestrebte Zielwert für Diabetiker beträgt <7.0% oder sogar <6.5%.

Dieser text wurde NICHT im Internet kopiert!!

MfG

Asystolie

Kommentar von Karaev,

Könntest auch was über Krebs reinkopieren. Meine Frage ist was Blutzucker verursacht und nicht was Diabetes ist. Kurze und knappe Worte würden ausreichen.

Kommentar von asystolie,

Da merkt man wie viel die Leute lesen ;-)

und du hast als Thema: Diabetes angegeben und nochwas, der text wurde nicht kopiert. Google ihn doch mal,lool^^

Kommentar von Brigitta270755,

Tja.... schade. Wie man es macht, isses verkehrt, was, Asystolie ?

Karaev, deine Frage war keineswegs, was den Blutzucker verursacht, sondern deine Überlegungen zum Thema waren relativ differenziert, daher hätte man schon voraussetzen können, dass dir eine differenzierte Antwort zu Ursache, Unterscheidungsmerkmalen und Folgeerkrankungen des Diabetes, wie sie hier gegeben wurde, durchaus Recht ist.

Das Einzige, wo ich dir - angesichts deiner Rechtschreibung in der Fragestellung zustimmen muss: Kurze und einfache Worte hätten sicherlich ausgereicht, deshalb tut es mir im Nachhinein Leid, dass Asystolie hier seine Zeit verschwendet und soviel Fachwissen inseine Antwort investiert und somit Perlen vor die Säue geworfen hat. Schade drum.

Antwort von rovercraft,

durch die schädigung der gefässe können diese ihre hauptfunktion (blutversorgung des gewebes) nicht mehr gewährleisten, folge gewebe stirbt ab (z. b. diabetes typ 2). bei dieser krankheit gibt es ausreichend insulin im umlauf, dieses kann allerdings nicht in die zellen reingepresst werden und dadurch der zuckerspiegel abgesenkt...

Kommentar von Karaev,

Hat der Satz auch einen Anfang? Schädigung der Gefässe durch was? Blutzucker?

Kommentar von rovercraft,

Ein ständig überhöhter Blutzuckerspiegel ist für den Körper toxisch. Neben dem Kohlenhydrat-Stoffwechsel ist auch der Eiweiß- und Fett-Stoffwechsel gestört Weil die Zellen trotzdem mit Energie versorgt werden müssen, werden die Fettreserven mobilisiert. Dadurch zirkulieren im Blut sehr hohe Fettmengen, die zusammen mit einem hohen Glucosegehalt Blutgefäße und Nerven schädigen. Spätschäden an den Kapillaren der Augen, Nieren oder Nerven sind mit einem hohen Risiko für Erblinden, Nierenversagen oder Neuropathien (Nervenschädigungen) gekoppelt.

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