Welche Auswirkungen hat eine Temperatursteigerung auf Fische?

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3 Antworten

Hej AnnaSkywalker,

jede Fischart hat ihre eigene Temperaturpräferenz und -toleranz sowie artspezifische Ansprüche an den Sauerstoffgehalt des sie umgebenden Milieus, des Wassers. Innerhalb einer Art können sich diese Ansprüche und Grenzen für die verschiedenen Altersklassen unterschieden.

Auf den bei steigender Wassertemperatur sinkenden Sauerstoffgehalt des Wassers hat @BigLittle schon hingewiesen. Ab einer für eine Art nicht mehr komfortablen hohen Wassertemperatur bzw. einem nicht mehr ausreichenden Sauerstoffgehalt werden die Fische dieser Art versuchen, den betroffenen Gewässerabschnitt zu verlassen, um einen Lebensraum mit für sie günstigeren Bedingungen zu finden. Auf diesen Aspekt ging Norina schon ein.

Diesem Fluchtverhalten sind aber zumindest in stehenden Gewässern ohne Zu- und/oder Abfluss natürliche Grenzen gesetzt und ein Rückzug in tiefere kühlere Wasserschichten ist nur dann möglich, wenn sich dort auch ausreichenden Sauerstoff findet. Dies ist aber in vielen unserer Seen, Teiche und Staustufen aufgrund ihrer hohen Eutrophierung und der daraus resultierenden starken Sauerstoffzehrung in der unteren Wasserschicht, dem Hypolimnion, nicht der Fall.

Auch in Fließgewässern kann es für Fische zu solch ungünstigen Situationen kommen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Elbe im Bereich des Hamburger Hafens, in der alljährlich ein Sauerstoffloch auftritt. Fischen, die sich zu diesen Zeiten nicht im Hauptstrom oder in seiner Nähe befinden, verbleibt dann nur noch eine Flucht "gewässeraufwärts", die nicht selten an der Stirnwand eines Hafenbeckens oder an einer nicht passierbaren Schleuse endet.

Die Wassertemperatur hat darüber hinaus noch weitere entscheidende Einflüsse auf Fische, z. B. auf Fischbewegungen bzw. das Wanderverhalten, den Ablauf des Schlupfes sowie die Entwicklung und das Überleben früher Entwicklungsstadien, die Möglichkeit Nahrung aufzunehmen, die Resistenz gegenüber Krankheiten und Parasiten.

Wenn Du darüber sowie über die Temperaturgrenzen und -präferenzen zahlreicher heimischer Fischarten mehr lesen möchtest, so empfehle ich Dir die Publikation, die sich hinter dem folgenden Link verbirgt:

http://www.nid.bayern.de/doc/Auswirkungen%20der%20Gew%C3%A4ssererw%C3%A4rmung-Literaturstudie%20LFU%20Bayern\_Datum.pdf

Liebe Grüße

Achim

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Wasser ein Lösemittel? Sicher für Zucker oder Salz. Scherz beiseite. Mit höherer Temperatur sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers. Das hat zur Folge, daß die Fische unter Sauerstoffmangel leiden und irgendwann ersticken können. Und ich muß BarneyMHB recht geben, irgendwann sind die Fische gar. Das ist nur eine Frage der Erwärmung und der Zeit.

P:S.: Auch eine sachliche Antwort kann humorvoll sein. Ein bisschen Humor macht Alles etwas erträglicher.


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Hallo AnnaSkywalker,

zum einen stimmt es schon, dass mit zunehmender Erwärmung der Sauerstoffgehalt abnimmt, doch ist meist die Auswirkung auf die Fische nicht wirklich besorgniserregend, denn diese Temperatur gibt es nur in den oberen Wasserschichten!

In einem Teich oder Weiher ist das natürlich anders, da dort meist tiefere Wasserschichten fehlen!

Wärmeres Wasser beschleunigt den Stoffwechsel, doch in tieferen Schichten, wird diese Temperatur meist nicht erreicht!

MfG

Norina

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