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Welche Auswirkungen hat die Finanzkrise auf die Bürger?

gefragt von Suedwind am 14.05.2008 um 16:03 Uhr

Muss man sich als normaler Bürger Sorgen machen wenn so etwas bekannt wird wie die Bankenkrise? Hat das Auswirkungen auf Anlagestrategien bei Fonds, sollte man etwas umschichten?


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FrauSchmidt
beantwortet von FrauSchmidt am 14. Mai 2008 16:13
2x
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Also, ich werde mich hüten hier Anlagetipps zu geben, das musst Du schon mit Deinem Anlageberater besprechen. Natürlich können bestimmte Fonds davon betroffen sein. Ansonsten haben sie gestern in Frontal 21 (ZDF) einen ziemlich affigen, aufgebauschten Bericht gebracht, warum auch der normale deutsche Bundesbürger von der Bankenkrise betroffen ist. Die Gleichung lautete: Landesbanken durch Risikoanlagen in den USA verschuldet = Sparkassen müssen für die Landesbanken haften = Sparkassen haben kein Geld mehr für die Kommunen, zahlen weniger Abgaben etc. = Bürger, die in den Kommunen leben bekommen weniger Geld für Straßen, Schulen etc. Fand's angesichts der Summen, die dort genannt wurden eine ziemliche alberne Rechnung. Wollte anscheinend mal wieder irgendein Journalist ein Thema verkaufen....


Patron
beantwortet von Patron am 14. Mai 2008 17:16
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aus einer antwort auf eine ähnliche frage:

ursache ist die abzocke-mentalität aller banken, die geschäfte machen wollten mit hypotheken. die gierige absicht war, den hypothekenkunden ihre grundstücke wegzunehmen, sobald die ratenzahlungen stocken, und mit den grundstücken dann einen riesengewinn zu machen. sehr viele deutsche banken haben das spiel auch mitgemacht. alle sind mit ihrer gier auf den bauch gefallen, die verluste müssen die steuerzahler zahlen. das war alles schon ganz ähnlich 1929 so, als durch solche gier die weltwirtschaftskrise ausgelöst wurde, mit pleiten, wertverlust von aktien, arbeitslosen, inflation, politischer instabilittät...

auf dem boden dieser abzockerei und dem folgenden vertrauensverlust gegenüber banken und regierungen wurden die nazis groß, vier jahre nach dem schwarzen freitag von 1929 übernahmen sie deutschland, und 12 jahre später hatten sie die verantwortung für 60 millionen tote, die größte katastrophe der gesamten menschheitsgeschichte.

die experten zittern alle vor angst, dass die jetzige krise noch längst nicht vorbei ist, sondern noch weit größer wird als 1929. und der eigentliche hintergrund ist die tatsache, dass wir alle gewohnt sind, grund und boden wie eine produzierte ware zu behandeln, wie kartoffeln oder stahlblech. aber grund und boden kann kein mensch produzieren, grund und boden ist vergleichbar mit der atemluft, die für alle da ist. grund und boden als ware zu behandeln, ist ein fehler, auch als lüge anzusehen. auf lügen kann niemand stabile wirtschaftliche verhältnisse aufbauen, und wenn wir das nicht einsehen, wird die jeweils nächste darauf beruhende katastrophe noch viel schlimmer. das könnte man zwar jedem grundschüler verständlich machen, aber unsere politiker und wirtschaftswissenschaftler sind auf dem auge einfach blind. also: auf in die nächste katastrophe!


Niklaus
beantwortet von Niklaus am 14. Mai 2008 17:29
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Also ich sage meinen Kunden nach wie vor. Anlegen in Investmentfonds. Je nach Anlagehorizont und Risikoneigung können das Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds oder auch Dachfonds sein.

Es gibt fast keinen besseren Zeitpunkt als jetzt um zu investieren. Die Kurse sind um 20-30 % tiefer als vor einem halben Jahr die Unternehmen sind immer noch unterbewertet und die Abgeltungssteuer steht vor der Tür.

Das ist meine persönlich unabhängige Meinung, die ich auch bei meinen Kunden vertrete.


anonym
beantwortet von Pumuckel100 am 14. Mai 2008 18:19
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Die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise kommt und geht wie hunderte Krisen in den letzten Jahrhunderten auch.

Jedesmal schien die Welt zusammenzubrechen und das Ende nahe zu sein.


Janopholes
beantwortet von Janopholes am 14. Mai 2008 20:54
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Die aktuelle weltweite Finanzkrise scheint gefährlicher zu sein als alle bisherigen, weil viele Systeme schon sehr heiß gelaufen sind. Egal ob man die weltweite Staatsverschuldung betrachtet, die uferlose Spekulation, das ungelöste Problem der Überalterung, die unlimitierte Geldmenge (die zu Inflation führt) usw. usf. Das System kann m. M. nach nicht mehr lange überdauern, auch wenn es die Mächtigen noch schaffen, den überfälligen Kollaps noch eine Weile hinaus zu zögern.

Aufgrund der nie dagewesenen Geldmenge und Verschuldung kann kein Mensch sagen was kommt. Andererseits: Unser System ist mittlerweile sehr empfindlich. Es gibt keine funktionierende Landwirtschaft mehr, die Menschen sind nach 40 Jahren Wohlstand denkbar verwöhnt, es gibt kaum eine Lagerhaltung usw. Sollte es zu einem Bankencrash kommen, greift dies sofort in die reale Welt über mit Schließungen von Geschäften und dann kann man sich vorstellen, was hier los ist. Wenn die Versorgung unterbrochen wird und die öffentliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist, wird es in unserem dicht besiedelten Land zu großen Problemen für den Einzelnen kommen. Ich kann daher nur zur größter Vorsicht und einer umfassenden Vorsorge raten. Bezüglich Finanzen würde ich aus allen Papiergeldanlagen gehen.


rubensdario
beantwortet von rubensdario am 26. September 2008 13:00
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Ja, wenn die Risiken nicht mehr beherrscht werden. Denn dann droht ein Kollaps des Finanzsystems und der Währungen. Bisher klappt alles und damit werden die Disportionen "nur" mit einer Inflation bereinigt. Aber an Kaufkraftverlust haben wir uns doch seit DM Zeiten gewöhnt.


anonym
beantwortet von mwolff am 5. Oktober 2008 18:14
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Der bekannte US-Investor Warren Buffett hat sich Anfang Oktober zu den Auswirkungen der aktuellen Finanzkrise in einem Fernsehinterview geäußert. Seine Kommentare können hier nachgelesen werden: http://www.valueinvesting.de/chronik/2008/warren-buffett-zur-finanzkrise/

Demnach sind inzwischen sämtliche Industriezweige und auch der amerikanische Normalbürger von der Bankenkrise betroffen. Zwar sind wir hier in Deutschland noch ein Stück weit von dem Zentrum der Krise entfernt, werden uns in einer globalisierten Welt ihrem Einfluss aber nicht entziehen können. Insofern bleibt zu hoffen, dass die Regierungen der einzelnen Länder nun gegensteuern. Auch in Europa scheint das mittlerweile zu geschehen.


anonym
beantwortet von Regenbogenland am 26. Oktober 2008 10:34
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Also angesichts der Tatsache, dass ein bis über die Ohrspitzen (bei den Banken!) verschuldeter Staat den Banken ungeheure Mengen Geld hinterherschmeißt (woher hat er das wohl???), würde ich keine müde Mark auf irgendwelchen Konten lassen oder gar auf den Rat von Bank-Mitarbeitern (= Bock zum Gärtner ...) hören! Wenn dieser Staat nämlich seine eigenen Gesetze beachten würde - siehe Gleichbehandlungsgrundsatz in der Verfassung - müsste er nun auch jedem kleinen Ich-AG-Gründer im Bedarfsfall aus der Breouille helfen! Da der Staat das nicht tut ist deutlich sichtbar, von wem Deutschland tatsächlich regiert wird! Ich vermute, dass es "demnächst" eine neue Währungsreform gibt, bei der alle Schulden, aber auch alle Guthaben halbiert werden (falls 1:2, sonst schlimmer). Mein restliches Geld habe ich gerade in eine Umstellung der Heizungsanlage investiert - weg vom teuren Gas, dessen rasant steigende Preise Andere nach Lust und Laune bestimmen!


anonym
beantwortet von Inside am 6. Mai 2009 21:22
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Die Staatsverschuldung explodiert, die Infaltion wird sich in ein bis zwei Jahren stark erhöhen. Das muss alles die grosse Masse zahlen.

Wie unser (Zentral-)Bankensystem funktioniert und wieso nur mehr 10 % echtes Geld im Umlauf ist.

BERND SENF, geboren 1944, lehrte von 1973 bis März 2009 als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin.

Einfach auf Videos klicken und anschauen, ist ein einfacher und aufschlussreicher Vortrag:

www.berndsenf.de


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