Frage von Chata, 29

Welche Ausbildung und welches Praktikum ist sinnvoll, wenn man später evtl. Ingenieur werden möchte?

Ich betreue derzeit eine Schülerin aus Angola, die gerne später Ingenieurin werden möchte. (am liebsten Erdöl, aber da es das in Deutschland nicht gibt, liebäugelt sie mit den Richtungen Energie-Wasser oder Bau.)

Sie ist noch nicht lange in Deutschland und wurde erstmal auf die Hauptschule geschickt, wo sie auch (noch) hin gehört. In Englisch sind ihre Noten nicht gut genug, um den Erweiterungskurs zu besuchen, so dass noch fraglich ist, ob sie den normalen Hauptschlusabschluss 10 macht oder die Chance bekommt, die Fachoberschulreife (Realschulabschluss/mittlere Reife) zu erlangen.Sie ist sehr ehrgeizig und hat in allen Fächern (außer Deutsch 3-4 und Englisch:4 gute Noten); in Mathe macht sie realschulniveau und steht zwischen eins und zwei.

Falls sie die Fachoberschulreife schafft, kann sie die technische Schule am Berufskolleg besuchen und danach dann studieren.

Wenn sie den Hauptschulabschluss nach der 10 bekommt, kann sie natürlich die FOR nachholen und dann auch ans Berufskolleg, aber es steht auch noch im Raum, ob sie nicht doch erst eine Ausbildung machen sollte. (auch aus finanziellen Gründen)

Und da fehlen mir irgendwie Ideen bzw. das Wissen: Welche Ausbildung bereitet denn bestenfalls auf ein Ingenieurstudium vor und ist eine gute Basis oder geht in die gleiche Richtung?
Für die Ausbildung soll der Hauptschulabschluss nach 10 ausreichen!!!

Wo könnte die Schülerin ihr Schülerpraktikum machen?

Antwort
von SPanther1987, 12

Ich selbst bin Ingenieur für Verfahrenstechnik (Also für die Technik hinter komplexen Chemieanlagen, Raffinerien, Kraftwerken usw. von den Verfahren, über Chemie, über Pumpen, Kompressoren bis hin zur Anlagenplanung und Rohrleitungsplanung) Das wäre das passende Studium für sie. Als Ausbildung würden sich da Industriemechaniker oder etwas mit Chemie anbieten. Die praktischen Erfahrungen einer Ausbildung bringen einem jedoch null für das Studium. Im Studium zählt komplexe Mathematik, Chemie, Mechanik etc. sowas lernt man kaum in der Ausbildung aber es bringt einem für den späteren Job etwas. Jemand mit Ausbildung weiss, wie die Arbeiter ticken, er kennt den Aufwand für Reparaturen, Installationen aus erster Hand und er weiss auch mal selbst Hand anzulegen. In der Praxis ist dieses Wissen super und schafft direkt eine Nähe zur Materie. Aber wie gesagt im studium bringt diese praktische Erfahrung gar nichts, da zählt reines theoretisches Wissen in den Klausuren.

Der spätere Job findet zu 90% im Büro am computer statt und man wird fast nie mehr selbst einen schraubenschlüssel halten. Zumindest sehr selten.

Antwort
von Tige8822, 16

Mein Bruder hat neben seiner Fachhochschulreife noch eine Ausbildung als Industriemechaniker gemacht. Jetzt studiert er Maschienenbau um Ingenieur zu werden...ich hoffe ich konnte helfen:)

Kommentar von Chata ,

Hatte dein Bruder auch "nur" einen Hauptschulabschluss?

Kommentar von Tige8822 ,

Nein er hatte einen Realschulabschluss

Antwort
von BridgeTroll, 14

kein ausbildung bringt dir eigentlich für ein studium wirklich etwas

die synergieeffekte werden da völlig überbewertet

du hast vielleicht in den erstsemestern kleine vorteile, aber wenn du die brauchst, ist es eh nutzlos

ich würde schlosser machen und verfahrenstechnik studieren, hatte mein vater gemacht, ist er gut mit gefahren^^

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