Frage von Mektaaab, 69

Welche Ausbildung ist besser? Sollte ich mich lieber für ein größeres oder ein kleineres Unternehmen entscheiden?

Hallo Leute,

Habe die möglickeit bekommen eine Ausbildung als steuerfachangestellte in einem großen Unternehmen zu machen, und eine Ausbildung als Kauffrau für Spedition und Logistik im kleineren Unternehmen. Bin mir aber noch unschlüssig für was ich mich entscheiden sollte..

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dirk-D. Hansmann, 15

Ganz einfache Sache: Man kann in beiden nichts lernen. Oder eben doch.

Die Größe ist inzwischen nach meinen Beobachtungen nur noch dann eine Frage, wenn ein Betrieb im handwerklichen Bereich Ausbildungswerkstätten nutzt. Wo Ausbilder dann auch Zeit haben für die Übungswerkstücke.

Ich würde hier nach den Berufen entscheiden. Welcher Beruf passt zu Deinen Zukunftserwartungen besser?

Nach dem Logo bist du weiblich. Im Bereich der Speditionen gibt es Situationen mit Nachtbereitschaft usw. Heimarbeit kaum. Das ist in dem anderen Berufsfeld anders. Überstunden die eigentlich mit dem Gehalt abgegolten sind.

Wenn mal Nachwuchs da ist, ist ein Wiedereinstieg oft gleitend möglich. Es ist ein Frauenberuf. Es sind sehr unterschiedliche Bereiche, die mit einem relativ breitem Wissen zu bearbeiten sind.

Gerade in den ersten Jahren nach der Prüfung ist es nicht ungewöhnlich in drei oder vier Bereichen arbeiten zu müssen.

Allerdings: Männer gibt es weniger und die haben es oft leichter gerade die umsatzträchtigeren Arbeitsbereiche zu bekommen.

Eine schwere Abwägung. Beide Bereiche sind mit guten Zukunftschancen versehen. Wenn auf der einen Seite der Kapitalbedarf für eine Speditionsgründung hoch ist, so ist auf der anderen Seite die Zahl der ausgebildeten Steuerberater zu hoch.

Was den Anspruch der Prüfung angeht, da kann ich Dir nur was aus dem Bereich Steuerfachgehilfen sagen. Es gab in meiner Ausbildungs- und Anfängerzeit tatsächlich Leute die Probleme hatten.

Es ist eine entsprechende Logik zu lernen. Es ist ein allgemeines Interesse für Zusammenhänge notwendig. Bei einem Computerhändler und auf einer Hühnerfarm muss man sich ganz schnell einfinden können.

Wenn die Hühnerfarm ein Computerbauteil kauft, dann findet das Ding eine andere Verwendung (im Sinne des Steuerrechts und auch nur in der Regel), als bei einem Computerhändler.

Das muss man erkennen lernen. Und vieles andere natürlich auch. Es gibt Aufgaben, da wirst Du nie sicher sein, ob Du sie richtig gelöst hast. Nicht einmal nach einer Prüfung durch das Finanzamt oder sogar einen Klage vor Gericht.

Damit muss man einfach leben. Wer in den Bereich geht, der sollte bei seiner Arbeit auf Perfektion und Geschwindigkeit stehen. Hier auch wieder ist 'Langsamkeit' beim Denken und in der Erfassung ein Gehaltskiller. Gehälter werden nach Umsatz festgelegt.

Wer schnell ist bekommt mehr. Darunter darf aber die Gründlichkeit nicht leiden. Dann kommt die Arbeit unter Umständen mal zurück und man kann alles kontrollieren und berichtigen. Oder jemand anderes macht das und bekommt den Umsatz nicht angerechnet.

Was nicht gut für das Betriebsklima ist.

Hoffe Dir etwas weiter geholfen zu haben. Viel Erfolg bei Deiner Ausbildung und möge es der richtige Beruf für Dich sein!

Kommentar von Mektaaab ,

Vielen dank für die ausführliche Erläuterung. Habe drei Semester Wirtschaftsrecht mit Spezialisierung auf Steuerrecht studiert und es war echt schwer. Hätte niemals gedacht das die mich nehmen, da ich im Studium keine guten Noten hatte. In der Spedition wurden mir Aufstiegschancen garantiert vom Leiter und sie sind auch ein relativ junges Team (niemand über 31).

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Die Vorbildung aus dem Studium ist eine Garantie für frühe Einsetzbarkeit. Das kann ich verstehen, dass da ein Daumen hoch gestellt wird.

Außerdem sollte man annehmen, wenn Du in einem solchen Bereich bereits Erfahrungen hast, dass Du bei thematischer innerer Sperre nicht wieder in den Zweig gehen würdest.

Dazu kommt das Problem im Studium: Du musst Dir eben viel selber beibringen. In einer Ausbildung ist dieses ein ganz anderes Niveau.

Weil Du eben die notwendigen Grundlagen in der Schule erzählt bekommst. Im Betrieb wird lediglich die Anwendung dieses Wissens verlangt. Viel einfacher!

Aufstiegsgarantien kann man so sehen und so sehen. Das vermag ich nicht abzusehen. Egal wie jung die Leute sind. Aber erst erklären sie Dir was und dann sollst Du Leuten auf gleicher Ebene Anweisungen geben?

Vielleicht sogar Deinem Ausbilder/Deiner Ausbilderin? Da passt was nicht. Selbst bei modernsten Führungsmethoden finde ich keinen Ansatz.

Ich will Dir da aber keinesfalls abraten! Außerdem kenne ich die Abläufe in Speditionen nur von außen. Obwohl die glaube ich ganz gut sind, weil ich absichtlich ein paar Jahre Kurierdienste gearbeitet habe. Da kommt man auch in die Bereiche.

Wie gesagt: Kein Abraten. Ich habe meine Ausbildung zum Steuerfachgehilfen (die damals umgangssprachliche Bezeichnung) gemacht. Kann Dir daher auch nur schildern, was in der Branche so los ist.

Kenne Dich nicht, kenne Deine Vorkenntnisse nicht usw. Hier steht immer Kommentar über den Texten. Ja, einen Kommentar kann ich liefern. Aber nur als Unterstützung beim nachdenken. Mehr nicht!

Antwort
von AliG38, 36

Das kann man so nicht ganz genau beantworten. Grosse Unternehmen haben den Vorteil ( unter anderem ), dass bei einem kranheitsfall man nicht so auffällt als in einer kleineren Firma. Im gegensatz in einem kleinen Unternehmen jeder bescheid weiss, und es ein mobbing bespiel schonmal entsteht. Muss nicht sein, aber in der heutigen arbeitswelt gehört es zum alltag.

Ein anderer vorteil einer grossen firma ist unter anderem der, dass man bei späteren bewerbungen bessere karten hat, wenn man zB in einer grösseren steuerkanzlei wie pwc erfahrungen gesammelt hat, als in einer 5 mannkanzlei mit geschäftsführer und sekretär.

Das allerwichtigste ist die harmonie in der arbeit, und das es spass macht. Am besten zuerst ein praktikum machen, alles austesten.


Kommentar von Mektaaab ,

Jaa, dass stimmt muss mir darüber echt Gedanken machen.. 

Kommentar von AliG38 ,

Steuerfachangestellte lieber, du kannst 24 monate nach der ausbildung dein steuerfachwirt machen, danach steuerberater. Dann hast du deine ruhe, steuern wirds immer geben, ob der jesus wieder kommt, moses, oder djingis khan, ganz egal wer. Solange du lebst, wird es steuern geben, ganz egal von wem. Denk daran, "das leben ist steuerbar, nur träume sind steuerfrei"

Kommentar von Mektaaab ,

jaa, das stimmt, aber kann ich vom Ausbildungsvertrag zurück treten, wenn ich ihn schon unterschrieben habe?

Kommentar von AliG38 ,

mit sicherheit

Antwort
von greenhorn7890, 44

In größeren Unternehmen hast du auf jeden Fall mehr Sozialleistungen und oftmals eine gute Bezahlung.

In kleineren Betrieben ist es oft harmonischer, was das zusammenleben mit den Kollegen angeht.

Kommentar von Mektaaab ,

Hab die möglickeit im großen Unternehmen als Steuerfachangestellte und im kleineren als Kauffrau für Spedition und Logistik Dienstleistungen 

Kommentar von greenhorn7890 ,

Informiere sich über die unterscheide und entscheide was dich eher anspricht. 

Antwort
von wlonski11, 32

Ich würde das größere Unternehmen nehmen. :)

Antwort
von lilya1712, 12

ich würde ehr zu Steuerfachangestellte raten .......bessere Verdienstmöglichkeiten und sicheren Arbeitsplatz bzw. wirst du immer schnell was finden. und größere Unternehmen haben die Vorteile das du sehr viel hoffentlich an Wissen mitnimmst aus jeder Abteilung und die verschiedensten Geschäftsfälle........Bei kleinen bist du etwas eingeschränkt nimmst zwar auch alles mit als Speditionsfrau aber denke es könnte zu Monoton werden.

Antwort
von kh023, 13

Ein kleineres Unternehmen ist natürlich besser, da dein Arbeitgeber dir dort mehr beibringen kann. Bei einem größerem Unternehmen sind natürlich viele Mitarbeiter, da lernt man auch aber nicht so gut wie in einer kleineren Firma.

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