Frage von wirbeide102007, 58

Welche Aufgaben/Pflichten hat ein Makler?

Hallo :-)

Wir sind auf der Suche nach einem Grundstück und haben ein passendes gefunden und daraufhin den zuständigen Makler kontaktiert. Es ist ein sich über 2 Ebenen erstreckendes 4000 m² Grundstück und auf dem unteren Teil steht eine alte Scheune mit kleinem angrenzenden Bauernhaus. Im Expose steht "Abriss und Neubebauung möglich". Nun ist unsere Frage, für was der Makler über 7% des Kaufpreises von uns als Provision bekommen soll? Hat er dafür irgendwelche Verpflichtungen? Wir mussten uns das Grundstück inkl. Gebäude selbst (ohne ihn) anschauen, mussten uns die Flurkarte besorgen und die Einwilligung von den Nachbarn einholen. Jetzt müssen wir beim Bauamt einen Antrag auf Vorbescheid stellen, um zu erfahren, ob wir auf der oberen Ebene bauen dürfen. Der Makler meinte nur, dass keine Vorbescheide vom Bauamt vorliegen. Aber wie kann er dann im Expose behaupten, dass ein Abriss der alten Gebäude und eine Neubebauung möglich ist? Wenn es nicht einmal dazu einen Bescheid gibt, müsste ich ja widerum einen " Antrag auf Beseitigung von Anlagen" stellen, um sicher zu gehen, dass die Gebäude wirklich abgerissen werden dürfen. Ich müsste also sehr viel Geld in Bescheide investieren, obwohl ich das Grundstück noch nicht einmal gekauft habe. Wenn dies jetzt aufgrund eines negativ ausfallenden Bescheides nicht unser Grundstück werden sollte und wir ein neues finden, muss ich das selbe Geld immer und immer wieder investieren?

Darum nun meine Frage, ob der Makler in diesem Verfahren irgendwelche Pflichten hat oder ob es wirklich sein kann, dass wir uns um alles selbst kümmern müssen?

Vielen lieben Dank :-)

Antwort
von schelm1, 17

Die Aufgabe des Maklers besteht ausschließlich darin, ein Grundstück zu präsentieren und Verkäufer sowie Käufer zusammen zu führen.

Bei seinem Angebot stürzt er sich auf die Angaben des Verkäöufers.

Der Makler tritt weder als Bauplaner noch Architekt auf und hat insoweit auch keine weiteren Leistungen zu erbringen.

Dafür scheint er im vorliegenden Fall eine Provision nur auf Käuferseite von 6 % (übrigens recht üppig und eher untypisch!) zzgl.1,14 % Mehrwrtsteuer, also 7,14 % incl. MWST zu verlangen.

Der Provisionsanspruch des Maklers als Erfolgshonorar, entsteht nur bei Zutandekommen eines Kaufvertrages über das durch ihn dem Käufer nachgewiesen Grundstück.

Sie können selbstverständlich handeln - wenn Ihnen niemand anders ohne Handlungsbedaf nicht zuvorkommt!


Gute Makler leisten in aller Regel übrigens deutlich mehr für ihr Geld als dies üblich ist.


Antwort
von ChristianLE, 18

Darum nun meine Frage, ob der Makler in diesem Verfahren irgendwelche Pflichten hat

In diesem Zusammenhang hat er keine Pflichten. Der Makler verdient seine Provision damit, das er Verkäufer und Verkäufer zusammenbringt und hieraus ein Kaufvertrag entsteht.

Im Expose steht "Abriss und Neubebauung möglich".

Grundsätzlich ist das ja möglich, vorbehaltlich entsprechender Genehmigungen. Ich wette, dass in dem Exposé ein Haftungsausschluss zu finden ist.

Antwort
von sassenach4u, 35

Alles nicht sein Job. Der Verkäufer hat ihn beauftragt einen Käufer zu finden, den hat er mit euch gefunden.

Ihr habt ihn in Anspruch genommen, indem er euch das Grundstück vermittelt hat.

Das war es- mehr muss er nicht tun.

Kommentar von BellAnna89 ,

Er könnte aber. Wir haben ganz andere Erfahrungen gemacht.

Antwort
von jetztgehtslos, 20

Der Makler bekommt seine Courtage nur für die Vermittlung zwischen Verkäufer und Käufer. Allerdings sollte der Verkäufer schon ein paar wichtige Unterlagen besorgt haben wenn er das bebaute Grundstück erfolgreich verkaufen will.

Du als Käufer musst dich über die Gegebenheiten des Grundstückes selber informieren.

Ein guter Makler wird aber dabei behilflich sein für seine 7 %.

Antwort
von brido, 31

Wer Geld für 4000 qm hat müßte auch Geld für einen Notar haben. 

Kommentar von BellAnna89 ,

Makler...

Kommentar von wirbeide102007 ,

Was ist denn das für ein unsachlicher Kommentar? Natürlich ist es groß, aber als Bauerngrundstück auf einem Dorf kostet es weniger als ein 500 m² Grundstück in der Stadt.

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