Welche Aufgaben und Ziele hat die Wirtschaft?

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1 Antwort

DIE WIRTSCHAFT ist eine reine Sammelbezeichnung, die zudem sehr unterschiedlich genutzt wird. Als Sammelbezeichnung ist DIE WIRTSCHAFT keien Person, die irgendwelche Ziele verfolgt. Zu Deinen Aufzählungen:

(1) "Darstellung der wirtschaftlichen Lage und deren absehbarer Entwicklung, Untersuchung," Das ist eine Aufgabe, die Wirtschaftsforschungsinstitute und im Auftrag der Regierung der Rat der Wirtschaftsweisen ausfüllen.

(2) "im Rahmen der marktwirtschaftlichen Ordnung gleichzeitig Stabilität des Preisniveaus, hoher Beschäftigungsstand und außenwirtschaftliches Gleichgewicht bei stetigem und angemessenem Wirtschaftswachstum gewährleistet sein können" Das ist ein Ziel der deutschen Wirtschaftspolitik, das im Stabilitätsgesetz (von 1967) festgeschrieben ist. Ist eigentlich überholt, da die Bundesregierung gar nicht mehr die alleinige Souveränität über ihre Wirtschaftspolitik hat.

(3) "Einbeziehung der Bildung und der Verteilung von Einkommen und Vermögen" macht im Zweifel der Rat der Wirtschaftsweisen

(4) "Aufzeigen der Ursachen von aktuellen und potenziellen Spannungen zwischen der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und dem gesamtwirtschaftlichen Angebot" machen die Bundesregierung und der Rat der Wirtschaftsweisen sowie die Wirtschaftsforschungsinstitute

(5) "Aufzeigen von Fehlentwicklungen und Möglichkeiten zu deren Vermeidung oder Beseitigung, jedoch ohne Empfehlungen für bestimmte wirtschafts- und sozialpolitische Maßnahmen" Das ist die Spezialität der Presse: Überall rumkritisieren ohne Verantwortung für bessere Vorschläge zu übernehmen.

Unsere Wirtschaft ist ein wildes Miteinander und Durcheinander von ca. 80 Millionen Menschen, davon ca. 45 Millionen in Arbeitsverhältnissen in ca. 4 Millionen kleineren und supergroßen Unternehmen. Um einen Überblick über dieses Gewusel mit dem Ziel der gegenseitigen Bedarfsdeckung zu haben, gibt es Theorien, die das Miteinander und Durcheinander gliedern und einander zuordnen, am übersichtlichsten in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Es handelt sich aber dabei um eine nachträgliche Betrachtung und auch Prognosen (die fast immer schief liegen) sind nur Verlängerungen von Entwicklungen der Vergangenheit. Den Crash des Finanzmarktes von 2008 hat niemand vorausgesagt. Der hat alle überrascht. Auch der nächste Crash wird uns trotz großer Wissenschaft und statistischem Aufwand überraschen.

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