Welche Art von Recht?

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10 Antworten

Sollte das Ergebnis des Sachverständigen tatsächlich stimmen könnt Ihr die Kaltmiete kürzen und rückwirkend, wie lange weiß ich jetzt nicht, die Differenz vom Vermieter einfordern.

Die Kosten für den Sachverständigen werdet Ihr wohl nicht erstattet bekommen.

Mal davon abgesehen hättet Ihr die Wohnung auch selbst ausmessen können.

Sind alle Räume, nicht nur die individuell nutzbaren Zimmer, hinter der Wohnungstür rechtwinklig und die lichte Höhe der Grundflächen überall mindestens 2 m ist das ein Klacks.

Gehört zur Wohnung ein Balkon oder eine Terrasse zählt natürlich auch die anteilig, zwischen 25 und 50 % der Grundfläche, zur Wohnfläche.

Ebenso zur Wohnfläche zählen die Grundflächen von Bade-/Duschwanne und Einbauküche. Da können schon mal locker 10 m² zusammenkommen.

Zur Hauptfrage, das betrifft Mietrecht.

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Die grundlegende Streitigkeit ob der Tatsache einer zu kleinen Wohnung ( Wohnung ist MINDESTENS 10% kleiner als im Mietvertrag angegeben ) folgt erst einmal dem "Fachbereich Mietrecht". Hier kann grundlegend gegen die mietrechtlichen Vereinbarungen mit dem Vermieter vorgegangen werden und somit eine angemessene Mietminderung künftig wie auch rückwirkend entsprechend der Abweichung auch als Rückforderung erstritten werden.

Dabei werden zunächst aber nur die diesbezüglich direkten Forderungen aus dem Mietvertrag berücksichtigt.

Andere finanzielle Forderungen z.B. für Anwalt und Sachverständigen müssten dann ggf. "Zivilrechtlich" noch mals gesondert geltend gemacht werden. ( zumindest laut meines Wissens )

Ob wir hier auch das allgemeine Strafgesetzbuch ( StGB ) z.B. wegen möglichen Betruges berühren ( bewusst deutlich kleinere Wohnung als vertraglich vereinbart zum Nachteil des Mieters abgerechnet ) , das vermag ich als Laie aus der "Ferne" leider nicht zu beurteilen.

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Die Sache ist rechtlich etwas komplizierter als hier dargestellt.

Zunächst wäre wichtig zu wissen ob die qm- Wohnfläche im Mietvertrag explizit aufgeführt ist.

Wenn JA - darf diese angegebene qm- Wohnfläche um bis zu 10% ohne rechtliche Konsequenzen unterschritten werden.

Wenn NEIN -ist dies laut AG München von 2013 ein Kriterium dafür, dass der Vermieter eben keine Wohnflächenangabe als Grundlage für den Mietpreis gewollt und gewählt hat und demzufolge bleibt auch eine Wohnflächenabweichung von mehr als 10% ( z. B. wie hier vorliegend von 20 qm) völlig ohne Folgen und Konsequenzen ( Mietreduktion oder Mietrückzahlungen) selbst dann, wenn die Wohnung beispielsweise per Anzeige oder von einem Markler mit der falschen qm-Zahl beworben wurde.

Fazit: Nur wenn eine Wohnflächenangabe im Mietvertrag fixiert wurde kann dies zum Nachteil der Vermieter rechtlich ausgelegt werden wenn die tatsächliche Wohnfläche dann um mehr als 10% von der im Vertrag vereinbarten Fläche abweicht. Unrichtige Angaben in einer Anzeige bleiben rechtlich folgenlos wenn keine mietvertragliche Vereinbarung zur Wohnflächengröße getroffen wurden

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Der Sachverständige hat die Differenz konkret ermittelt. Damit ist diese bestätigt und Grundlage für zum Einen Mietminderung ab Mai und zum Anderen für die Rückzahlung, Sprich Herausgabe, ab Mietbeginn wegen ungerechtfertigter Bereicherung gemäß § 812 BGB.

Die Forderung zur Herausgabe der unrechtmäßig erlangten Miete sowie Betriebskosten (soweit nach Wohnfläche berechnet) schriftlich per Einwurfeinschreiben mit Frist bis zum 31. Mai mit der Ankündigung, dass bei Verfristung der Rechtsweg beschritten wird. Das wäre zunächst der Mahnbescheid, bleibt dieser erfolglos, die Klage. In der ersten Forderung neben der aufgeschlüsselten Summe (monatlich Betrag für die überzahlte Miete und monatlich die zuviel gezahlten Betriebskosten . Beides ist sehr wichtig!). Die Forderung nach Ersatz der Gutachterkosten beifügen und dafür als Beweis die Rechnung des Gutachters als Kopie. Im Mahnbescheid die Gutachterkosten als Nebenkosten festsetzen. Zusätzlich darfst du natürlich jeweils die Zinsen für die Zeit ab Mietbeginn berechnen. Wieviel über dem Basiszins kannst du über Tabellen im Internet errechnen.

Natürlich ist der Rechtsstreit  Mietrecht.

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Um eine solche Differenz festzustellen, die so groß ist (20 m² ist ein mindestens mittelgroßes Zimmer) braucht man keinen Sachverständigen. Es sei denn, es geht um ein ganzes verwinkeltes Haus, aber es ist Eure erste Wohnung.

Was man braucht, ist ein Zollstock. Ein Blatt Papier und was zum Schreiben. Dann vielleicht noch jemand, der wenigstens in der Mittelschule mal aufgepasst hat, als es darum ging, eine Fläche auszurechnen.

Schließlich noch die Addition der Ergebnisse. Wenn man dann noch die Prozentzahlt der Abweichung wissen will, wird es natürlich schon schwierig. Dreisatz ist fast schon höhere Algebra.

Wer aber dennoch einen Sachverständigen beauftragt, weil dieser all diese Fähigkeiten eigentlich mitbringen müsste, muss ihn auch bezahlen. Schließlich ist man als Geschädigter immer auch verpflichtet zur Schadensminderung.

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Die Kosten für den Sachverständigen wieder zu bekommen halte ich für unwahrscheinlich, aber die zu viel gezahlten Kosten der Nebenkostenabrechnung zu bekommen, das ist möglich.

Es gab mal ein Urteil wo der Mieter die Nebenkosten der letzten 5 Jahre zurück bekommen hat.

Zur Durchsetzung der Forderung werdet Ihr wohl einen Anwalt einschalten müssen. Mietrecht)

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Kommentar von Gerhart
27.04.2016, 10:11

Das ist der rechte Weg: Der nächsten BK-Abrechung mit Verweis auf Wohnfläche widersprechen, die BK-Vorauszahlung einstellen bis zur Korrektur und falls der Vermieter den Klageweg beschreitet, Sachverständigen-Gutachten einfordern. Deine Kosten sind nicht erstattungsfähig.

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Das erzählt euch ein Anwalt. Der muss noch nicht mal darauf spezialisiert sein. Allerdings zweifel ich das Ergebnis an - 20 qm erscheint mir doch recht viel! Das müßte doch viel früher auffallen (wenn die Wohnung nicht gerade 200 qm groß ist...)

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Kommentar von noob8664
26.04.2016, 21:10

DEKRA , extra gewählt....

wer den deutschen TÜV ausführt müsste doch kompetent genug sein oder?

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Ist beides,sozusagen im Schlepptau von Betrug,so dieseDifferenz stimmt

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Kommentar von noob8664
26.04.2016, 21:07

eine Rechtsschutzversicherung die Vetragsrecht
aber nicht Mietrecht beinhaltet
würde das übernehmen?

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Ich schließe mich bwhoch2 an,

Zollstock ,Blatt  Papier, gesunden Menschenverstand...Im übrigem, das war das erste , was ich getan habe, als ich in meine Wohnung zog....

Alles Gute

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Jeder Mieterschutzverein o.ä. gibt Dir darüber Auskunft!

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Kommentar von noob8664
26.04.2016, 21:09

wozu gibts die plattform?
mietverein ist dran....

würde die Frau nur erstmal gerne die  eine Baustelle schliessen lassen, bevor ich das nächste anfrage....

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