Frage von Tenkushi, 82

Welche Art von Fotografie gefällt euch besser? Bearbeitet vs Unbearbeitet vs simple black and white?

Antwort
von Tasha, 44

Das kommt wirklich sehr aufs Motiv, die Künste des Fotografen und ggf, auch die Kamera an. Und auf die Lichtsituation!

Wenn jemand gut bearbeiten kann, kann er Bildern den letztzen Schliff geben oder unbrauchbare Bilder in Maßen "retten".

Wenn jemand wirklich gut Motive sieht, und eingermaßen mit der Belichtungseinstellung umgehen kann, kann er auch sehr gute Bilder machen.

Jemand, der nur ein bisschen mit der Kamera zurecht kommt, ein mittelmäßiges Auge für Motive und ein wenig Bearbeitswissen hat, kann auch gute Bilder machen.

Ob das Bild in Farbe oder Schwarzweiß besser wirkt, hängt oft sehr vom Motiv und der beabsichtigten Stimmung ab. Das hat oft weniger mit Bearbeitungsfähigkeiten zu tun, aber sehr viel mit Motiv-Sehen, Überlegen, dass das Motiv in Schwarzweiß sehr gut wirken könnte, es dann zur richtigen Tageszeit fotografieren und oft gar nicht oder nur noch minimal nachbearbeiten.

Ich denke auf jeden Fall, dass ein Hobbyfotograf viele Bilder unbearbeitet lassen kann, wenn er das passende Genre aussucht (z.B. bei Landschaft ist das einfacher als bei Portraits, vor allem, wenn die Betrachter kritisch jede Hautunreinheit aufzählen).

Eine gute Bearbeitung kann den letzten Schliff geben, ein unbearbeitetes Bild kann aber auch sehr gut wirken, allerdings oft nicht im direkten Vergleich mit ("professionell") bearbeiteten Bildern.Schau mal auf 500px die besten Landschaftsbilder an, die sind alle stark gesättigt, so stark, wie es in der Natur jedenfalls hierzulande nicht vorkommt. Gutes Bilder von der Wirkung her, schlechtes Bild, wenn man es mit der Natur vergleicht (vor allem, wenn das dann als Werbung genommen wird "schau mal, wie es vor meiner Haustür aussieht - ich vermiete übrigens Ferienzimmer!" - und man dann enttäuscht ist, wenn man das Motiv vor Ort sieht!).


Kamera: Mit den kleinen Digitalkameras kann man nur eingeschänkt in die Belichtung eingreifen und damit bleiben einem viele Möglichkeiten verschlossen. Mit dem Handy geht das, aber erst, wenn man es nachgerüstet hat. Wenn man eine Kamera zugrunde legt, mit der man manuell belichten kann, ist aber die Kunst des Fotografen und die Motivwahl ausschlaggebend, denke ich, und erst in zweiter Linie die Bildbearbeitung, es sei denn, man konkurriert mit Bildern, bei denen standardmäßig sehr viel bearbeitet wird und damit die Erwartung des Betrachters schon weit von der Realität entfernt liegt.

Kommentar von sinari ,

Ein  gutes Bild braucht keinen "letzten Schliff",auch ein Fehlen der Perfektion tut dem keinen Abbruch.

Antwort
von harassity, 26
stark bis leicht bearbeitete Bilder

... bearbeitet, mal mehr, mal weniger...

Gibt nur wenige Bilder, bei denen ich das Fotoprogramm nicht auspacke... :)

Antwort
von Racio, 38
stark bis leicht bearbeitete Bilder

Egal, wie "perfekt" das Bild geschossen wird, es wird immer etwas geben, was man bearbeiten kann. Als beispiel: Mit einen höheren Kontrast erschaffst du Dramatik, Farbe hebt die Stimmung an, Schwarzweiß wirkt nostalgisch oder auch öde. Es kommt immer drauf an, was das Foto bewirken soll.

Manchmal sind Bilde so schon gut, aber man kann sie immer verbessern. (Schwarzweiß ist auch eine Art von Bildbearbeitung)

Kommentar von Tasha ,

Deine genannten Punkte sind sicherlich richtig, aber setzen voraus, dass man nur das Bild betrachtet. Möchte man sich das Motiv in der Realität ansehen und wird dann ständig enttäuscht - vor allem von Urlaubsbildern etc. - ist das übertriebene Bild schlecht, weil es die Enttäuschung bewirkt und steigert. Man hofft immer mehr, die perfekte Landschaft - z.B. das superblaue Meer - zu finden - und findet doch nie das, was man auf dem Bild gesehen hat.

Als Grundlage für eine Urlaubsbuchung ist das nicht so gut...

Kommentar von Racio ,

Hoppala. Ich habe ja total vergessen, zu sagen, dass es situationsbedingt ist. Hehe, da hast du komplett recht.

Antwort
von Kerridis, 4

 Keine Stimme von mir. Das kann man doch nicht verallgemeinern! Das kommt auf das Bild drauf an, auf das, was ausgedrückt werden soll, auf die Art der Bearbeitung etc.

Antwort
von alexbeckphoto, 24

es kommt doch nicht zuletzt auch auf die Qualität (!) von Bild und Bearbeitung an!

Eine gute Bearbeitung erkennst du evtl. gar nicht, hingegen kann man so manches, was an vielen Bildern rumgeschraubt wird auch oft nicht als "Bearbeitung" bezeichnen, sondern bestenfalls als "Pfusch". Einfach irgendeinen 08-15 "Filter" drauf zu klatschen, am Besten noch aus irgendeiner billigen Handy App, ist eher eine verschlimmbesserung als eine richtige Bearbeitung.

Genau so auch bei "Schwarzweiss"… Hier kann evtl. sehr sehr viel gemacht worden sein, um das beste aus einem Bild raus zu holen und du merkst das gar nicht - Schwarzweiss ist nicht gleich Schwarzweiss...

Antwort
von nextreme, 14

Am Ende weiß man es ja doch nie wirklich und selbst zu analoger Zeit wurde bearbeitet was das Zeug hielt. Man denke nur an die Begriffe Abwedeln und Nachbelichten. Die gibts schon weit länger als es Computer gibt.


Antwort
von FragendesWeb, 43

Eher unbearbeitet!

Farbe oder S/W kommt auf das Motiv an.

Mich nerven diese ganzen Bilder vom Meer, wo ein das Blau des Meeres voll anspringt, weil ja niemand erst einen farbfilter und dann auch noch Fotoshop genommen hat ;-) - Gesehen: z.B. Postkartenmotive aus Greichenland

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