Welche Art der Altersvorsorge eignet sich für Selbstständige mit geringem Einkommen?

gefragt von koffermann am 21.02.2008 um 8:39 Uhr

Mein Cousin hat bisher nur wenig Umsatz und Einkommen mit seinem Geschäft und momentan hat er gar keine Altersvorsorge. Was ist unter seinen Umständen ratsam?

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Niklaus
beantwortet von NiklausDiamant-Fragant am 21. Februar 2008 09:14
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Eine der besten Möglichkeiten ist einen Sparplan mit Investmentfonds einzurichten. Vorzugsweise Aktienfonds. Mindesteinzahlung 50 € pro Monat nach oben keine Grenze. Jederzeit erhöhbar, reduzierbar (nicht unter 50 €) und kündbar. Über das Kapital kann jederzeit verfügt werden. Keine feste Laufzeit, keine Stornokosten. Aktien bzw Aktienfonds haben nachweislich alle anderen Anlageformen in Bezug auf Rendite und Sicherheit weit übertroffen. Die Anlage ist inflationgeschützt, da Aktien Sachwerte sind.

Diese Art des Ansparens ist meines Erachtens, und als Profi weiß ich wovon ich rede, die beste Art des Sparens. Selbst Kursschwankungen sind hier nicht von Nachteil. Denn durch den Cost-Average-Effect erhält man bei gesunkenen Anteile natürlich mehr Anteile. Dies führt über die gesamte Laufzeit des Sparplanes zu einer zusätzlichen Rendite. Die Auswahl des Fonds ist natürlich sehr sorgfältig zu treffen. Wenn du das bei einer Bank machst, erhältst du immer nur die bankeigenen Produkte. Ein unabhängiger Finanzberater hat in der Regel ein viel größerer Auswahl und meist auch die bessere Kenntnis.

Kommentar von anjanniDiamant-Fragant am 21. Februar 2008 09:37

Oh Nein! Sparplan okay - aber bitte keine Fonds. Wenn er dann kurzfristig doch an das Geld möchte, sind die vielleicht gerade im Keller. Gerade in dieser Situation sollte man nicht in Risikoanlagen investieren!!!!!!

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklausDiamant-Fragant am 21. Februar 2008 10:53

Die Frage war eindeutig nach Altersvorsorge. Altersvorsorge ist von Natur aus eine langfristige Anlage. Diese sollte er bis zur Rente überhaupt nicht mehr antasten. Denn Vermögen =GeldxZeit. Es sollte auch nur soviel Geld in einen regelmäßigen Sparplan eingezahlt werden, wie absolut erforderlich ist. Durch Einstellung der Sparplanrate, kann jederzeit die Liquidität verbessert werden.

Ein Banksparplan ist nicht geeignet da 1. er eine Anlage in einen Geldwert darstellt, also nicht inflationsgeschützt ist. 2. nur über ein geringe Verzinsung verfügt. Bestenfalls 4,5 % p.a. das sind gerade mal 2% über der derzeitigen Inflationsrate. Wenn man dann noch die Steuer abzieht, kann man das Geld in die Spardose stecken.

Kommentar von dfrankeBronze-Fragant am 22. Februar 2008 08:27

Sehe ich auch so. Langfristig kommt man an Fonds kaum vorbei, will man eine vernünftige Rendite erzielen. Einzig der Cost-Average-Effekt ist so ein Ding. Obwohl oft und gerne zitiert und zum Beispiel auf http://www.wertpapierdepot.net/boersenlexikon/cost-average-effekt.html nett vorgerechnet, funktioniert er nur, wenn man von volatilen Kursen ausgeht. In einem langfristig steigenden markt hingegen ergeben sich durch ihn keine Vorteile, sondern sogar Nachteile gegenüber einer Einmalanlage, da jeder Nachkauf zu einem höheren Kurs erfolgt, als der Erstkauf bei Einmalanlage.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklausDiamant-Fragant am 22. Februar 2008 08:56

Die Kurse sind immer volatil. Die Börse ist ein ständiges auf und ab und keine Einbahnstraße. Es ist auch festzustellen, dass die Intervalle für Auf- bzw Abwärtstrends immer kürzer geworden sind in den letzen 10 Jahren.

Kommentar von 9f40e825c8c768629635647130baea12smallcharly4everFragant am 11. August 2008 06:51

einmalanlagen rentieren sich ur bei renten- und oder immo fonds. aktienfond werden immer schwankungen unterliegen. schau dir einfach mal den dax - verlauf an. somit profitierst du immer vom cost-average- effekt profitieren. wichtig: langfristig sparen bei einbrüchen nicht panisch reagieren- gerade jetzt profitierst du von günstigen käufen risikostreuung / 3 - max. 5 Fonds)


anonym
beantwortet von FreierRedakteur am 15. April 2009 12:28
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Wie auch in einem Aktiendepot sollte die Altersvorsorge für Selbständige auf mehreren Beinen stehen. Hierzu können Immobilien, Sparplänge, die Rürup-Rente und je nachdem auch die freiwillige gesetzliche Rentenversicherung sein.

Die meisten Elemente haben ihre Vorteile und Nachteile. Eine Immobilie hat zwar langfristig einen hohen Wert. Sollten die Geschäfte jedoch einmal nicht so gut laufen und die Tilgung ins Stocken geraten, kann dies eine sehr schwierige und verlustreiche Situation werden. Einen guten Überblick gibt der folgende Artikel: http://finrex.de/artikel/632/altersvorsorge-fur-selbstaendige/


anonym
beantwortet von RalfCarsten am 22. Februar 2008 11:05
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Für Selbstständige ist die Altersvorsorge leider nicht so einfach. Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Eine Immobilie ist wohl die sicherste Anlage. Aber für Geringverdiener nur schwer umzusetzen. Auf jeden Fall sollte es eine Anlage sein, die NICHT auf Mindestrente angerechnet wird! Wie es zum Beispiel bei der Riester Rente der Fall ist.

Einfach mal bei einer Bank oder Versicherungsgruppe einen Termin machen.

Gruß Ralf http://www.altersvorsorge-vergleich.net


holodeck
beantwortet von holodeckPlatin-Fragant am 21. Februar 2008 09:48
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Eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die man als Selbständiger ohnehin haben sollte, mit Überleitung in eine monatliche Rente bzw. Einmalzahlung nach Ablauf scheint mir sehr passend in solchen Fällen.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklausDiamant-Fragant am 21. Februar 2008 11:00

Man sollte versichern und sparen trennen und nícht in einer Anlage kombinieren.

Kommentar von 36ea780fa5d85085cafc9a9842944636smallholodeckPlatin-Fragant am 22. Februar 2008 11:23

??? Es wurde doch aber nach einer Versicherung gefragt und nicht nach einem Sparplan - mit einer solchen BU schlage ich zwei Versicherungen mit einer Klappe, was also spricht wirklich dagegen?

Kommentar von 9f40e825c8c768629635647130baea12smallcharly4everFragant am 11. August 2008 06:42

sehe ich genauso. das wichtigste, neben der krankenversicherung ist eine berufsunfähigkeitsversicherung! dann hat er erst mal eine grundsicherung. dann sollte er sich erst einmal ein polster schaffen (z.b.: tagesgeldkonto). erst wenn er das geschafft hat, ist es sinnvoll eine rentenversicheung abzuschließen. denn: sollte er bu werden, wovon will er dann leben? und von was will er die beiträge zahlen wenn es einmal "eng" wird?


anonym
beantwortet von BoldtbreguSilber-Fragant am 21. Februar 2008 08:40
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Vielleicht eine Immobilie? Z.B. eine vermietete Wohnung, bei der dann das Finanzierungsdarlehen zumindest teilweise durch die Mieteinnahmen abgedeckt wird.

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklausDiamant-Fragant am 21. Februar 2008 09:15

Grundsätzlich nicht falsch aber, dazu braucht man Eigenkapital und eine gute Bonität. Beides ist bei einem Selbständigen der noch nicht so viel verdient nicht gegeben.


anonym
beantwortet von poldie am 11. Oktober 2008 20:33
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Durch die entsprechende Änderung im Jahressteuergesetz 2007 sind Beiträge in die Rürup Rente bei Selbstständigen ab dem ersten Euro steuerlich absetzbar, von daher bietet sich diese auch als Alternative. Quelle: http://www.pressemitteilungen-online.de/index.php/altersvorsorge-fuer-selbststaendige-ruerup-rente-berechnen/ Durch das Zusammenbrechen der Börsen weltweit sind Aktienfonds wohl eher eine schlechte Altersvorsorge, das ist nach den Bankenpleiten wohl eher ein Scherz sowas zu empfehlen.


Connyconrad
beantwortet von ConnyconradGold-Fragant am 9. August 2008 08:08
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Ein zweites Standbein suchen. hatte ich auch und überstand die Baukonjektur. Wie es geht zeige ich Ihnen gerne. Info über connyservice@aol.com

Kommentar von 9f40e825c8c768629635647130baea12smallcharly4everFragant am 11. August 2008 06:53

sorry, sieht mir sehr nach versicherungen, awd oder ähnliches aus!


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