Frage von keidi, 534

Welche Argumente kann ich beim Finanzamt beim Einspruch gegen die Vorauszahlung bei der Steuer angeben, meine Mutter ist 83?

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Antwort
von NickgF, 518

Sachlich/fachliche Unrichtigkeit bei der Berechnung hätte sehr gute Erfolgsaussichten (Zugrundelegung unzutreffender Besteuerungsgrundlagen).

Emotionales blabla wie "ist doch schon so alt", "war noch nie so", "hat kein Geld" oder "würde lieber später zahlen" bringt dagegen gar nichts.

Wenn ersichtlich ist, dass deine Mutter zukünftig aufgrund der Art und der Höhe ihrer Einkünfte am Jahresende mehr als 400 € nachzuzahlen hätte, muss das Finanzamt nach § 37 Vorauszahlungen festsetzen.

Dass die Finanzamtscomputer hierbei falsch rechnen (sie übernehmen die Daten aus der letzten Steuererklärung) dürfte kaum vorkommen.

http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__37.html

Antwort
von FordPrefect, 475

Glaskugel leider in der Reparatur.

Ohne Details zu den Lebens- und Steuerumständen der Betreffenden ist hier jeder Rat unmöglich.

Tip: Man lese die letzte Seite des aktuellen Steuerbescheides. Da sind die Vorauszahlungsfestsetzungen explizit benannt. Und ja, wenn die Rente steuerpflichtig ist, ergeht auch bei Rentern ein Bescheid auf die Leistung von Vorauszahlungen - um eine ggfs. saftigen Nachzahlung im Folgejahr zu vermeiden!

Antwort
von kevin1905, 448

Den konkreten Sachverhalt hierzu gibt es dann erst nach schriflichem Antrag?

5.000 Zeichen möglich und keins benutzt!

Antwort
von steffenOREO, 407

Ohne Hintergrundinfos wird dir das niemand beantworten können. Wahrscheinlich sind die Vorsorgepauschalen zu hoch angesetzt. Aber da du nicht mal die wichtigsten Eckdaten schreibst wie Steuerklasse, Familienstand etc., kann man dir keine gescheite Antwort geben.

Kommentar von keidi ,

Es handelt sich hier um meine Mutter, die ist 83 Jahre alt. Sie muss auf Ihre Rente und Witwenrente Steuern zahlen. Nun hat das Finanzamt eine Vorauszahlung pro Quartal angesetzt. Ist der Sachverhalt damit klarer?

Kommentar von steffenOREO ,

Auch damit kann man nichts anfangen. Du musst dich auf die Steuererklärung des Vorjahres beziehen. Hat sie Steuern nachgezahlt? Hat sie ihre Steuererklärung in den Vorjahren nicht gemacht? Hat sich etwas in ihren Bezügen verändert? Ist irgend eine Rente dazu gekommen? Da gibt es tausend Punkte, die beachtet werden müssen. Und auf genau diese Punkte musst du dich beziehen. Was wird in den kommenden Jahren nicht mehr passieren, was sie in den Vorjahren angegeben hat, dass sie überhaupt nachgezahlt hat?  Die Gründe liegen in den Steuererklärungen der Vorjahre. Da die hier niemand kennt, kann dir auch keiner einen schlagkräftigen Grund nennen. Frag doch einfach denjenigen, der die Steuererklärung gemacht hat, wenn du es selber nicht weißt.

Antwort
von rallytour2008, 364

Hallo keidi

Voraussetzungen wären Mehrkosten.Das wären beispielsweise besondere Lebensmittel für deine Mutter.Die Belege einreichen.Die Vorauszahlungen werden entweder runtergesetzt und am Ende des jahres im ganzen fällig.

Gruß Ralf

Kommentar von wurzlsepp668 ,

welche besonderen Lebensmittel?

Kommentar von rallytour2008 ,

Besondere Lebensmittel sind beispielsweise Fleisch.Wer dunkles Fleisch nicht verträgt muß helles haben wie Pute und Hähnchen.Bei Mineralwasser genau das gleiche.Vereinfacht gesagt:Wer günstige Lebensmittel nicht verträgt muß teure Lebensmittel haben.

Gruß Ralf

Kommentar von Helefant ,

Besondere Lebensmittel kann man aber steurlich nicht geltend machen :D

Kommentar von rallytour2008 ,

Dann hat da irgendwer drin rumgefuscht.Muß ein Mensch auf Grund von Erkrankungen oder Alter ,nachweisbar Lebensmittel verzehren die den Lebenserhalt fördern,unterstützen und Genesungsprozess erhalten ,sind das Sonderausgaben und Mehrkosten.Diese Mehrkosten dürfen nicht auf Familienmitglieder umgelegt werden.

Gruß Ralf

Kommentar von rallytour2008 ,

Korrektur  Schreibweise

Fuschen  = Inkorrekt

Pfuschen= Korrekt

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Sonderausgaben sind das schon einmal gar nicht. Sonderausgaben sind Spenden, Versicherungsbeiträge. Dinge die eben aufgezählt werden.

Diätische Lebensmittel werden nicht anerkannt. Denn sie sind nicht zwangsläufig. Und fallen auch bei anderen in vergleichbarer steuerlicher Situation an. Bei sogenannter Astronauten-Nahrung gab es mal einen Streitfall, den könntest Du meinen. Allerdings - wenn der Fall so entschieden wurde, wie Du es anklingen lässt - sind die Aufwendungen nach § 33 EStG abzugsfähig. Und das ist in aller Regel auch eine Mogelpackung im Steuerrecht.

Je nach Familienstand und Einkommen gibt es da eine Zumutbarkeitsgrenze, wer die überschreitet hat dann tatsächlich was davon.

Wer aber so spezielle Nahrung benötigt, der hat einen Schwerbeschädigtenausweis mit 100% und dem Merkmal H für hilflos. Da sind dann einige Pauschalen, die bei Regelrentnern bereits so viele Abzugsbeträge auslösen, dass mit keiner Steuerbelastung mehr zu rechnen ist.

Kommentar von rallytour2008 ,

Es darf nicht von Prozentualer Behinderung abhängig gemacht werden.Ein Gesundheitszustand kann auch so gravierend sein das ein Schwerbehindertenausweis nicht ausgestellt wird.

Gruß Ralf

Kommentar von FordPrefect ,

Dann hat da irgendwer drin rumgefuscht.

Aha.

Muß ein Mensch auf Grund von Erkrankungen oder Alter ,nachweisbar Lebensmittel verzehren die den Lebenserhalt fördern,unterstützen und Genesungsprozess erhalten ,sind das Sonderausgaben und Mehrkosten.

Mehrkosten sind es aus Sicht des Betroffenen zweifellos. Sonderausgaben im Sinne des Steuerrechts sind es aber nicht. Wenn überhaupt, wären solche Ausgaben unter "Außergewöhliche Belastungen" in der EStE anrechenbar, aber

a) nur bei Überschreiten der zumutbaren Belastung, und

b) gilt dies für Diätkost etc. explizit nicht.

Denn im entsprechenden § 33 Abs. 2 Satz 3 EStG heißt es wörtlich:

"Aufwendungen, die durch Diätverpflegung entstehen, können nicht als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden."

( http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__33.html )

Diese Mehrkosten dürfen nicht auf Familienmitglieder umgelegt werden.

Auf die Allgemeinheit aber auch nicht.

Kommentar von rallytour2008 ,

Dann gibt es 2 Möglichkeiten.1)Die Allgemeinheit wird nicht krank.Die zweite Möglichkeit siehe 1.Wer eine dritte Möglichkeit findet kann sich gerne melden.Wer weitere Möglichkeiten findet darf sich auch gerne melden.Wer sich nicht meldet wird davon ausgegangen das der oder diejenige krank geworden ist.

Gruß Ralf

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