Frage von JSE1973, 64

Welche Arbeitstage sind als ersatzfreie Tage vom AG zu bewilligen?

bitte bei der Frage grundsätzlich unterscheiden, was kann, was darf nicht. Folgende normale Situation, Auszubildende 5 Tage / 40 Stunden Woche. Der Arbeitgeber setzt den Azubi oft weniger als 8 Stunden ein. Um dann auf die 40 Stunden zu kommen, muss der Azubi einen zusätzlichen Tag arbeiten. Somit kommt der Azubi aber nicht auf seine 5 Tagewoche. Normalerweise sind ja Sonntage und Feiertage in einer Bestimmten Zeit als ersatzfreie Tage vom AG zu gewähren. Jetzt hat der Azubi 7 gearbeitete Feiertage noch nicht frei bekommen. Es sind auch 10 Arbeitstage offen, die der Azubi arbeiten musste, wo er normal frei hätte. Diese kann er aber nicht frei machen, weil er inzwischen dennoch Minusstunden hat. Darf der AG die normal 8 Stunden am Tag so reduzieren und dem Azubi dann eine 6 Tage Woche machen, das dieser auf seine 40 Stunden kommt? Vor allem sind sehr viele Sonntage dabei, 28 Sonntage in 15 Monaten. Laut Gesetzt steht einem Arbeitnehmer aber nur ein freier Tag pro Woche zu. Laut Arbeitsvertrag hat man aber eine 5 Tage Woche und somit stehen einem 2 freie Tage zu. Das man über eine Verteilung reden kann, ist klar, aber darf der AG das eigenmächtig entscheiden?

Der Arbeitgeber ist doch verpflichtet den AN für 8 Stunden zu beschäftigen? Wenn er das nicht kann, kann er nicht den AN benachteiligen. Dann sitzt der AN seine restliche Zeit ohne Beschäftigung ab, oder der AG schenkt dem AN die restliche Zeit?! Aber einfach eine 6 Tage Woche draus zu machen um die Stunden wieder rein zu holen?!

Dazu muss gesagt werden, das der AG sein Geschäft 12h offen hat und somit in Schichten arbeitet. Aber alle AN arbeiten in Teilzeit, nur der Azubi arbeitet in Vollzeit. Was den AG scheinbar nicht interessiert und den Azubi auch auf Teilzeit einsetzt.

Diese Infos habe ich noch gefunden.

Minusstunden

http://www.azubi-azubine.de/mein-recht-als-azubi/arbeitszeit.html#Arbeitszeit%20...

"Wenn Auszubildenden Minusstunden aufgeschrieben werden, ist das in der Regel nicht rechtens. Auch hier gilt laut Berufsbildungsgesetz: Azubis sind keine normalen Arbeitnehmer - sie sind im Betrieb um zu lernen. Sie haben ein Recht darauf, ihre tägliche Arbeitszeit auch im Betrieb zu verbringen. Werden sie also zum Beispiel nach Hause geschickt, weil wenig los ist, ist dies als eine bezahlte Freistellung zu werten, und es entstehen keine Minusstunden. So steht es auch im Berufsbildungsgesetz § 19: Entfällt die Ausbildung, ohne dass der Azubi etwas dafür kann, dürfen ihm keine Minusstunden anrechnet werden!"

Was dann bedeuten würde, das der Azubi nie unter 8 Stunden pro Tag angerechnet werden dürfte!?

"Wenn im Ausbildungsvertrag eine geringere Arbeitszeit als 48 Stunden und eine Fünf-Tage-Woche angegeben sind, gilt laut Günstigkeitsprinzip diese Regelung."

Was dann bedeutet, das der Azubi den 6 Arbeitstag ein andermal Frei bekommen müsste?!

Antwort
von Allexandra0809, 48

Hier läuft etwas ziemlich schief.

Wie sieht es mit Berufsschule aus? ein-/zweimal in der woche oder Blockunterricht? Wie alt ist dieser Azubi?

Der Azubi sollte 8 Stunden am Tag eingesetzt werden, damit die 5-Tage-Woche erhalten bleibt. An welchen Tagen diese 5 Tage sind, ist Sache des Arbeitgebers.

Kommentar von JSE1973 ,

Azubi ist volljährig und er hat Blockunterricht von einer Woche pro Monat.

Kommentar von Allexandra0809 ,

Dann muss ihn der Arbeitgeber an 5 Tagen in der Woche für 8 stunden beschäftigen, also auch so einplanen, wobei Ausnahmen natürlich durchaus zulässig sind.

Hier sollte wohl mal ein Grundsatzgespräch mit dem Arbeitgeber stattfinden, das erst mal auf höflicher, netter Ebene passieren sollte. Wenn das nichts nützt, auch nicht mal vorübergehend, sollte auf jeden Fall die entsprechende Kammer informiert werden.

Kommentar von JSE1973 ,

Der AG ist ein sehr egoistischer AG und Gespräche sind zwecklos. Es wird dann gemoppt, tyrannisiert und schikaniert. Man muss sehr überlegen, ob man sich gegen bestimmte Dinge wehrt um dann vielleicht an andere Stelle wieder eine reingewirkt bekommt. Es gibt noch diverse andere Dinge, die permanent vorfallen. So wird immer wieder nach der Krankheit gefragt bei Krankheit. Dann wird man darauf aufmerksam gemacht, das doch der Chef auch arbeiten geht, bei Krankheit. Normal darf der AN aber gar nicht arbeiten gehen im Lebensmittelbereich. Es sollen Seitenweise Erklärungen geschrieben werden... so "Bart Simpson" mäßig. Oder das man den AG erst darauf aufmerksam machen musste, das Pausen gemacht werden müssen, die es bis dahin nicht gab. Oder das es keine Sitzmöglichkeit gibt in der Pause für die AN. Auf deutsch, der AG behandelt den Azubi wie "Dreck". Der Azubi getraut sich schon gar nicht mehr auf den AG persönlich zuzugeben und hat Angst vor jedem persönlichen Kontakt und Gespräch. Die AN werden mit Videokamera überwacht und bekommen Anweisungen per Telefon, wenn man per Videokamera  was zum Kritisieren sieht. 

Wenn der AG Entgegenkommen wäre und nicht alles ohne zu kommunizieren selber entscheiden würde, wo er doch sollte, dann kommt man dem AG ja auch gerne entgegen. Aber der AG zieht sich die Hosen mit der Zange an und macht aus einer Mücke ein Elefanten. Daher sammeln wir jetzt nur Tatsachen, falls es mal zum großen Knall kommt oder zum richtigen Moment argumentieren zu können um ihm den Wind aus dem Segel zu nehmen.

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