Welche Antworten haben Menschen, die Jesus Christus nachfolgen, auf die Frage nach dem Sinn von Schmerz und Leid?

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20 Antworten

Meiner Meinung nach ist es nach dem Verständnis der Bibel der Sinn des Lebens, eine (zeitlich begrenzte) Gelegenheit zu haben, sich für Gott oder gegen Gott zu entscheiden.

Gott möchte, dass möglichst viele Menschen sich für ihn entscheiden, und deshalb lässt er es zu, dass Schmerz und Leid die Menschen dazu treiben, nach Gott zu fragen, sich mit ihm zu beschäftigen.

In der Bibel im Buch Hiob werden diese Dinge dargestellt - insbesondere im Kapitel 2 und dann gegen Ende des Buches, wo darauf hingewiesen wird, wie groß Gott ist, und wie klein wir Menschlein im Vergleich dazu sind (Kapitel 38-42).

http://ww.bibleserver.com/text/HFA/Hiob2

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Hallo jovetodimama,

Gott hatte nie vor, Schmerz und Leid als ständigen Begleiter des Lebens zuzulassen. Beides gehört also keineswegs zu einem glücklichen und erfüllten Leben. Doch früh in der Menschheitsgeschichte ist etwas geschehen, das Gott dazu veranlasst hat, das Leid vorübergehend zuzulassen. Die Gründe dafür will ich Dir nachfolgend gerne erklären.

Vielleicht wäre zuerst einmal zu klären, wie Leid und Böses überhaupt in die Welt kam. Die Bibel zeigt, dass ein ursprünglich guter Engel dadurch zum Teufel wurde, dass er die erste Lüge äußerte. Angetrieben von dem Wunsch, etwas zu erlangen, was eigentlich nur Gott zusteht, nämlich angebetet zu werden, belog er Eva, die erste Frau und verleitete sie zum Ungehorsam gegen Gott. Ihr Mann, Adam, schloss sich der Rebellion an und auf diese Weise kam das Leid und der Tod in die Welt. (siehe 1. Mose 3:1-6)

Viele Menschen fragen sich, ob nicht letztendlich Gott selbst für das Böse verantwortlich ist, da er bei seiner Schöpfung einen Fehler gemacht habe. Dem ist jedoch nicht so, da alle Dinge, die Gott hervorgebracht hat, vollkommen sind. Die Bibel sagt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er." (5. Mose 32:4) Die Menschen, und auch die Engel, waren somit nicht fehlerhaft erschaffen worden und wären daher durchaus in der Lage gewesen, Gott treu zu bleiben.

Dass sich sowohl Menschen als auch Engel dennoch für die Sünde entschieden, hat mit ihrer Willensfreiheit zu tun. Jeder von uns kann entscheiden, ob er das Gute oder das Böse erwählt. Gott hat uns nicht als Roboter erschaffen, die automatisch und zwanghaft seinen Willen tun. Er wünscht sich jedoch, dass ihm seine vernunftbegabten Geschöpfe aus Liebe gehorchen, ähnlich wie sich das Eltern von ihren Kindern wünschen.

Es stellt sich natürlich die Frage, warum Gott das Leid bis heute zugelassen hat. Der tiefere Grund hat mit der in Eden begonnenen Auflehnung gegen die göttliche Herrschaft zu tun. Seit dieser Zeit bemühten sich die Menschen, alle möglichen Regierungsformen auszuprobieren. Außerdem waren die meisten Menschen nicht bereit, sich der göttlichen Herrschaft zu unterstellen. So bevorzugen Menschen bis heute selbst über Recht und Unrecht zu entscheiden, statt sich zu erkundigen, was Gott gefällt und was nicht. Dadurch, dass Gott Zeit verstreichen ließ und Menschen die Gelegenheit gab, zu beweisen, ob ihr von Gott unabhängiger Lauf der bessere ist, wurde deutlich, wer schließlich Recht behalten sollte.

In all den Jahrhunderten Menschheitsgeschichte wurde eines immer deutlicher: Menschenherrschaft trägt nicht zum Wohl und zum Glück der Menschen bei. Das bestätigt die Bibel mit folgenden Worten: "All das habe ich gesehen, und mein Herz richtete sich auf jede Arbeit, die unter der Sonne getan worden ist [während] der Zeit, da der Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat" (Prediger 8:9).  Keine Regierung auf der Erde konnte bisher Kriegen, Verbrechen, Ungerechtigkeiten und Krankheiten ein Ende machen. Gerade in unserer Zeit wird mehr als deutlich erkennbar, wie sehr doch die menschlichen Regierungen versagt haben. Die Zustände auf der Erde werden von Tag zu Tag schlimmer und sogar der Fortbestand der Menschheit ist in Gefahr.

Gott wird dem Treiben der Menschen jedoch nicht endlos zusehen. In dem Bibelbuch Apostelgeschichte, Kapitel 17:31 steht: "Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat.“ Wenn Gott die Erde richtet, wird er dafür sorgen, dass alle menschlichen Regierungen beseitigt werden und an deren Stelle das Königreich Gottes zu herrschen beginnt (siehe Daniel, Kapitel 2, Vers 44). Dies ist das Reich Gottes, um das viele im sogenannten "Vaterunser" beten, wenn sie sagen: "Dein Reich komme". Das wird einen neuen Zeitabschnitt in der Menschheitsgeschichte einläuten. Dann wird es hier auf Erden endlich Ruhe und Frieden geben und niemand wird mehr krank oder sterben. Doch dazu gleich noch mehr.

Dass Gott nicht schon längst in das Weltgeschehen eingegriffen hat, zeigt im Grunde, wie groß seine Geduld ist. Bei der Zulassung des Bösen geht es nämlich nicht nur um die Frage, ob Gott das Recht hat, über die Menschen zu herrschen, sondern auch darum, ob es Menschen gibt, die Gott aus selbstloser Liebe dienen. Diese Streitfrage bezüglich der Treue des Menschen gegenüber Gott ist von weitreichender Bedeutung. Der Teufel hatte nämlich behauptet, es gäbe keinen einzigen Menschen, der Gott aus echter Liebe dient. Das wurde an dem Beispiel eines treuen Dieners Gottes aus alter Zeit mit Namen Hiob deutlich. Satan behauptete, er könne ihn sowie jeden anderen Menschen von Gott abwendig machen, wenn er ihn unter Druck setzen würde. (siehe Hiob, Kapitel 1, Verse 8 - 12) Durch Gottes Geduld kann jeder Mensch den Beweis erbringen, wer in dieser Streitfrage Recht behält: Satan oder Gott.

Hätte Gott gleich zu Anfang das Böse ausgemerzt, in dem er die Rebellen sofort vernichtete, dann wären die erwähnten Streitfragen für immer ungeklärt geblieben. Vielleicht wird die Sache durch folgende Veranschaulichung deutlicher: "Wie könnte ein Familienvater am besten die in aller Öffentlichkeit erhobene Anschuldigung widerlegen, er würde seine Stellung als Familienhaupt missbrauchen, und die Behauptung, seine Kinder wären besser daran, wenn sie ihre Entscheidungen unabhängig von ihm träfen, sowie die Anschuldigung, sie alle würden ihm nicht aus Liebe, sondern um materieller Vorteile willen gehorchen? Wären die Anschuldigungen oder Behauptungen in den Augen der Nachbarn zweifelsfrei widerlegt, wenn er den Falschankläger einfach erschießen würde? Welch eine vorzügliche Rechtfertigung es doch statt dessen wäre, wenn er seinen Kindern die Gelegenheit gäbe, für ihn als Zeugen aufzutreten, um so bezeugen zu können, daß ihr Vater seiner Familie in gerechter und liebevoller Weise vorsteht und sie bei ihm bleiben, weil sie ihn lieben! Würden einige seiner Kinder sich auf die Seite des Anklägers stellen, das Haus verlassen und durch Aneignung eines anderen Lebensstils ihr Leben ruinieren, würde aufrichtigen Beobachtern nur bewußt werden, daß die Kinder sich besser seiner Leitung unterstellt hätten." (Unterredungen anhand der Schriften S. 83)

Wie Du siehst, ist die Frage, warum Gott das Böse zulässt, komplizierter als die meisten zunächst denken. Die Art und Weise, wie Gott in dieser Sache vorgegangen ist, zeugt jedoch von seiner großen Weisheit und seinem Weitblick. Wie die Bibel aber auch zeigt, werden Schmerz und Leid nicht für immer Teil unseres Lebens bleiben. Mehrfach wird in der Bibel vorausgesagt, dass bald alles Böse und auch jegliches menschliches Leid enden wird. Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, stehen die Mut machenden Worte: Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21;3,4).

Dies ist kein leeres Versprechen, denn die Vorhersagen der Bibel haben sich als stets zuverlässig und genau erwiesen. Somit können wir uns auf ein wundervolles Zeitalter freuen, dass bald anbrechen wird! Das ist nur ein Grund von vielen, sich einmal näher mit Gottes Wort zu beschäftigen und den Gott kennenzulernen, der in der in der Lage ist, all das in Erfüllung gehen zu lassen.

LG Philipp

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Kommentar von danhof
22.07.2016, 08:03

Eine richtig tolle und fundierte Antwort. Danke!

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Kommentar von telemann2000
22.07.2016, 15:22

Die Bibel kennenzulernen ist ein hervorragender Ansatz. 

In Bezug auf deine obige Erklärung - die allerdings von den Zeugen Jehovas stammt, kann ich sagen, dass sie ansatzweise durchaus auch vom biblischen Standpunkt aus betrachtet ganz brauchbar ist. 

Allerdings ist den Heiligen Schriften der 'Begriff' Streitfrage' völlig unbekannt - speziell in Verbindung damit, welche angebliche Rolle wir darin spielen..... 

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Ich bin mit Leid groß geworden, so dass ich nicht weiß, wie ich geworden wäre ohne Leid. Doch eins war mir in dieser Zeit besonders gegenwärtig: die Nähe meines Herrn, der mich auch in den schwersten Stunden nicht verlassen hat. Seinen Trost habe ich intensiv wahrgenommen. Die Gemeinschaft mit Ihm war mein Glück.

Ich wusste, Er liebt mich. Und diese Liebe konnte kein Leid auslöschen. So schwer es auch war.

Sein Wort die Bibel hat mir gesagt oder sagt mir immer noch (denn wer ist schon frei von Leid):

10 Denn jene (die leiblichen Väter) freilich züchtigten uns für wenige Tage nach ihrem Gutdünken, er aber zum Nutzen, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden. 11 Alle Züchtigung aber scheint für die Gegenwart nicht ein Gegenstand der Freude, sondern der Traurigkeit zu sein; hernach aber gibt sie die friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind. Hebräerbrief Kap. 12

oder

der Vater der Erbarmungen und Gott alles Trostes, 4 der uns tröstet in all unserer Drangsal, damit wir die trösten können, die in allerlei Drangsal sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden.
Es sei aber wir werden bedrängt, so ist es um eures Trostes und Heiles willen, das bewirkt wird im Ausharren in denselben Leiden, die auch wir leiden; 7
(und unsere Hoffnung für euch ist fest;) es sei wir werden getröstet,
so ist es um eures Trostes und Heiles willen, indem wir wissen, dass,
gleichwie ihr der Leiden teilhaftig seid, so auch des Trostes. 2. Korinther 1

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Dieser Meinung stimme ich als Christ voll zu:

Wir fragen doch oft, ob es nicht besser wäre, in einer Welt ohne Schmerz, ohne Lähmungen, ohne Tränen, ohne Behinderte, ohne Blut, ohne Rollstuhl zu leben. Um uns herum versuchen die Menschen alles Leidvolle auszumerzen. Sie bringen z.B. Ungeborene um, wenn sie behindert sind. Man will eine Welt ohne Tränen, ohne Schmerz.

Die Heilige Schrift macht uns deutlich, dass ohne Schmerz, Tränen und Tod die Welt viel abstoßender sein würde. Vor allem wäre der Mensch weitaus schlimmer, wenn nicht sogar teuflisch, jedefalls vollkommen egoistisch. Niemand würde dann sein Mitleid brauchen, seine Liebe wünschen. Interessant ist das Zeugnis einer Familie mit einem behindertem Kind. Das Kind fordert die Liebe der ganzen Familie heraus. Erstaunlich ist, welche Liebe sich da auch bei den Geschwistern entfaltet. Wäre das behinderte Kind nicht, hätten sich die hohen Werte im Menschen überhaupt nicht entwickelt. Alle wären auf sich selbst zurückgefallen.

Gott hätte zahllose Möglichkeiten, eine andere Welt ohne all dieses Leid zu schaffen. Er ist der Gott des Unmöglichen. Die Sünde hat das Leiden in die Welt gebracht und Gott hat es zugelassen. Da er die unendliche Liebe ist, muss er der Menschheit damit etwas Gutes tun wollen, etwas, das Wichtigeres im Menschen wachsen lässt.

Man bedenke, was für eine Menschheit das geworden wäre, die vielleicht Gott nicht mehr erkannt hätte, wenn die Menschen nur noch Leidenschaften, aber keine Liebe mehr hätten entwickeln können. Die Menschheit ohne leidende Menschen wäre dann eine Katastrophe, wäre wie ein kalter Ofen, an dem jeder frieren müsste. Dann vegetieren wir nur sinnlos bis zum Tod dahin.

Die Macht des Bösen lässt Gott nur zu, weil er die Liebe ist.

Hans Buob „Gott wo warst du?“

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Kommentar von jovetodimama
22.07.2016, 03:11

Die Macht des Bösen lässt Gott nur zu, weil er die Liebe ist.

Was für ein wunderbarer Satz - wahrhaftig, Du hast Recht!

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Viel wichtiger wäre es, Dir selbst die Frage nach dem Sinn des Lebens zu stellen. Denn es ist im Grunde nichts anderes.

Während der ganzen theologischen Vergangenheit ist uns von religiösen Lehrern versichert worden, dass wir, wenn wir bestimmte Riten verrichten, bestimmte Gebete oder Mantras wiederholen, uns gewissen Normen anpassen, unsere Wünsche unterdrücken, unsere Gedanken kontrollieren, unsere Leidenschaften sublimieren, unsere Triebe eindämmen und uns sexueller Ausschweifungen enthalten, dass wir - wenn Geist und Körper ausreichend gefoltert sind - dann etwas jenseits dieses bedeutungslosen Lebens finden werden. 

Und das haben Millionen sogenannter religiöser Menschen Jahrhunderte hindurch getan, entweder in der Abgeschiedenheit, indem sie in die Wüste oder in die Berge oder in eine Höhle gingen oder mit der Bettelschale von Dorf zu Dorf wanderten oder sich in einem Kloster als Gruppe zusammenfanden und ihren Geist zwangen, sich einem festgelegten Vorbild anzupassen. 

Aber ein gequälter Mensch mit einem zerbrochenen Geist, ein Mensch, der diesem ganzen Tumult zu entrinnen trachtet, der der äußeren Welt entsagt hat und durch Disziplin und Anpassung abgestumpft wurde, solch ein Mensch, wie lange er auch suchen mag, wird nur finden, was seinem irregeleiteten Geist entspricht.

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Kommentar von RudolfFischer
22.07.2016, 10:35

Von alle dem, was du schreibst, hat sich das moderne Christentum befreit. Das ist nur weitgehend unbekannt. Ich bin noch in einer Zeit der repressiven Erziehung groß geworden und musste vieles mühsam hinter mir lassen. Heute fühle ich mich mit Gott verbunden, der mir alle Freiheit lässt, und lebe gern. Diese Erfahrungen wünsche ich dir auch. Leben und lieben!

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Wenn man auf einen Berg steigt, hat man unterwegs viel Mühen, manchmal sogar Schmerzen, kommt an seine Grenzen, steht am Ende aber jubelnd auf dem Gipfel. Neben einem können dann Autotouristen stehen, die einfach die Bergstraße hochgefahren sind, aber sie erfasst das "Hochgefühl" nicht.

Um das Triumpfgefühl erleben zu können, muss man etwas Niederdrückendes bewältigt haben, oder allgemeiner: Gutes wird nur sichtbar vor dem Hintergrund des Nichtguten.

Diese Erfahrungen kann man einbetten in folgenden Rahmen:

Der Mensch ist ein Geistwesen, das sich freiwillig zu einem Aufenthalt in den beschränkten 3 Dimensionen entschlossen hat, um Erfahrungen zu machen, die ein Geist in einer Umgebung ewiger Glückseligkeit ("Himmel") sonst nicht machen kann. Damit sind Schmerz und Leid wegen der anfangs geäußerten Gedanken unverzichtbar. Wie groß sie auch sind (siehe den beispielhaften Kreuzestod Christi): sie sind zeitlich endlich und finden ihre Grenze spätestens im Tod; sie sind gegenüber der Ewigkeit letztendlich unbedeutend, so sehr Schmerz und Leid (wieder siehe Kreuzestod) während des Erlebens empfindungsmäßig für den Einzelnen alles dominieren. 

Daraus ist Folgendes abzuleiten:

- Der Tod ist kein unabwendbares drohendes Schicksal, wie man es noch manchmal in der kirchlichen Liturgie hört, sondern äußerst erwünscht, denn niemand möchte _ewig_ in den 3 Dimensionen und ihren äußerst beschränkten Einsichtsmöglichkeiten gefangen sein.

- Schmerz und Leid sind unverzichtbare Bedingungen, um besondere Erfahrungen zu machen. Dazu gehört vor allem, dass man die liebevolle Hilfe anderer Menschen erfährt und diese anderen zukommen lässt. So wirkt man mit dem Maßstab der Liebe an Gottes Schöpfung mit, um diese in Richtung eines Idealzustands weiterzuentwickeln.

Die Menschheit hat auf diesem Weg viel geleistet, auch wenn es zurzeit Rückschläge gibt (hasserfüllte Täter aus entweder irregeleiteten religiösen Gefühlen oder aus Mangel an religiösen Gefühlen). Jeder von uns hat seine Aufgabe. Egal, was wir erfahren, Jesus hat uns durch seine Auferstehung davon erlöst, nur auf das Kreuz zu starren, Schmerz und Leid als Mittelpunkt von allem zu sehen. Der Himmel ist um uns, und unsere Aufgabe ist es, ihn auch in den 3 Dimensionen erlebbar zu machen. 

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Kommentar von telemann2000
22.07.2016, 15:14

Das ist mal ein interessanter Denkanstoß. 

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Kommentar von Giustolisi
22.07.2016, 15:40

Der Mensch ist ein Geistwesen, das sich freiwillig zu einem Aufenthalt in den beschränkten 3 Dimensionen entschlossen hat, um Erfahrungen zu machen, die ein Geist in einer Umgebung ewiger Glückseligkeit ("Himmel") sonst nicht machen kann.Ich bin weder ein Geistwesen, noch habe ich mich entschlossen, mich auf drei Dimensionen zu beschränken. 

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Kommentar von jovetodimama
22.07.2016, 02:58

Danke, unter dieser Frage von neulich gibt´s ja inzwischen viel zu lesen.

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Das wir Christen nicht vom Leid dieser Welt verschont werden ist klar. Ich denke jedoch dass jeder Schmerz uns irgendwie auch zum guten Dient und deswegen auch einen Sinn dahinter steckt. 

In Römer 8,28 heisst es dass uns ALLES zum guten dient und diese Verheißung dürfen wir glauben und in schlechten Zeiten, in Zeiten der Not Jesus Vertrauen. 

Manchmal braucht man Leid um etwas zu lernen, Manchmal braucht man Leid um Stärker zu werden um Erfahrungen zu sammeln um dadurch anderen Menschen weiter zu helfen etc. 

Manchmal lässt uns Gott im Leid weil er einen Plan hat, aber wir dürfen auch immer zu ihm kommen und ihn um Heilung bitten. Manchmal tut er es..manchmal nicht. 

Ich verstehe die Wege Gottes oft nicht und ich kann auch nicht alles Erklären aber das ist ja auch logisch...wir Menschen haben nur einen kleinen Blickwinkel und Gott sieht alles. 

LG 

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Ich bin kein Christ, versuche aber dahinter zu kommen, wie Christen diese Widersprüche ignorieren können. 

Nehmen wir einfach mal die Prämissen hier:

-Gott ist gut
-Gott ist allmächtig
-Es gibt Leid auf der Erde

Es ergibt sich zwangsläufig ein Widerspruch, denn wäre Gott gut, würde er leid vermeiden wollen und wäre er allmächtig, könnte er Leid verhindern. 
Klassische Theodizee. 

Damit der Widerspruch aufgelöst wird, muss der Gläubige zusätzliche Prämissen erfinden, das machen sie alle auch so. 

Um es kurz zu machen, eine schlüssige Erklärung kam dabei noch nicht raus.

Das wirklich Komisch daran ist, dass sie selbst dann an ihrem Schluss festhalten, wenn man ihnen erklärt, warum er eben fehlerhaft ist. Dann werden eben noch mehr Prämissen erfunden und wenn die nicht reichen, eben noch ein paar.

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Kommentar von RudolfFischer
22.07.2016, 10:41

Diese simple Logik greift eben nicht. Ich habe Logik als Nebenfach studiert und daher gelernt, dass die gängige Aussagenlogik sofort zu Widersprüchen führt.

Deshalb geben wir aber Mathematik und Technik nicht auf. 

Der Einstieg, Gott, einem Wesen, das wir per se nicht begreifen können, bestimmte Eigenschaften zuzuordnen und dann Widersprüche daraus abzuleiten, ist eben von Anfang an falsch.

Beispielsweise: Wenn Gott allmächtig ist, kann er dann auch machen, dass er etwas nicht tun kann?

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Hallo,

es freut mich das du diese Frage stellst und das ist auch berechtigt, denn wie du schon gesagt hast nicht alle folgen Jesus obwohl sie es behaupten.

Nun zu deiner Frage: zuerst muss man sich klar machen das weder Gott noch Jesus dafür verantwortlich sind dass das Leid hier auf der Erde ist. Jesus selbst hat auch gelitten als er starb und Gott hat gelitten als der Jesus sterben sah.

Gott hatte es auch nicht vorgesehen das die Menschen leiden müssen, das alles begann mit den Sündenfall von Adam und Eva. Von da an hat Satan die Macht über die Erde bekommen und das Leid kam auf die Erde. Selbst Jesus sagte in Johannes 14:30 "...,denn der Herrscher dieser Welt ist schon gegen mich unterwegs,... ( Neue evangelistische Übersetzung ). Somit kann also Gott nicht der Herrscher sein.

In Sprüche 27:11 sagt Gott: "Sei weise, mein Sohn, so freut sich mein Herz, so will ich antworten dem, der mich schmäht." ( Lutherbibel 1912 ). Gott möchte Satan eine Antwort geben und aus diesem Grund wird das Leid auf der Erde zugelassen.

Falls du noch mehr wissen möchtest kannst du mich gerne privat anschreiben :)

Ich hoffe das die Antwort nachvollziehbar ist

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Kommentar von Giustolisi
21.07.2016, 21:01

Gott hatte es auch nicht vorgesehen das die Menschen leiden müssen, das alles begann mit den Sündenfall von Adam und Eva. Das ist falsch. Vor dem Sündenfall gab es kein Leid und keinen Tod. Gott hatte aber bereits Raubtiere erschaffen, deren körperliche Ausstattung ohne den Tod keinen Sinn gemacht hätte.
Außerdem hätten sich Menschen, Tiere und Pflanzen vermehrt, bis sie die erde mit einer ständig wachsenden schicht vollständig bedeckt hätten.
Der Sündenfall muss also Teil des perfiden Plans gewesen sein.

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Kommentar von HumanistHeart
21.07.2016, 21:14

Gott hatte es auch nicht vorgesehen das die Menschen leiden müssen, das alles begann mit den Sündenfall von Adam und Eva

Da stecken gleich mehrere Fehler drin.

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Kommentar von bigbang92
21.07.2016, 21:14

Natürlich kann man mit unserer Vorstellungskraft uns nicht ausmalen wie sich die Erde entwickelt hätte wenn sie total Überfüllt wäre. Man darf nur nicht vergessen das Gott es schon gerichtet hätte - ich kann nur nicht sagen wie da die Bibel davon nicht berichtet dazu muss man halt vertrauen und glauben haben.

Die Raubtiere haben mit Adam zusammen gelebt, denn ergab ja den Tieren Namen und die Tiere sind nicht ihrem heutigen Instinkt gefolgt und haben Adam und Eva zerfleischt.

Durch den Sündenfall ist vieles durcheinander geraten und somit sind viele Tiere auch eine Bedrohung für uns geworden. Man muss aber dazu sagen es gibt heute durchaus Menschen die mit Tieren zusammenleben können, ohne das etwas passiert. Es kommt nämlich auf die Erziehung drauf an - ist bei Hunden nicht anders

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Die Bibel beschreibt im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht...

Zur Frage, warum Gott Leid zulässt, finde ich auch die Argumentation des folgenden Artikels sehr interessant: http://www.jesus.ch/lebenshilfe/krankheitsbilder/103989-warum_laesst_gott_das_leid_zu.html

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Naja schmerz und leid sind nur durch die Sünde die im Garten Eden begangen worden ist in die Welt gekommen.

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Das ist die strafe Gottes oder die Prüfung

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Meistens gar keine. Man fand den Glauben als man die Wahrheit suchte aber das beinhaltet nicht Antworten auf alle Fragen.

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Solange Du Schmerzen hast, weißt Du, dass noch Leben in Dir ist!

Solltest Du frühmorgens mal aufwachen und niemals mehr Schmerzen verspüren, dann dürfte "er" bzw. "sein" göttlicher Papi nicht mehr weit sein!

(Ich folge "ihm" nicht nach!)

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Eine Ausage aus Johannes 9:2+3
Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren ist?Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern; sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbar würden!

Leid und Schmerz gehören zur Nachfolge und dienen ggf als Züchtigung oder Verherrlichung des Vaters.

Oder, siehe 1. Korinther 5, 1 überhaupt hört man von Unzucht unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, die nicht einmal unter den Heiden vorkommt, daß nämlich einer seines Vaters Frau habe! 2 Und ihr seid aufgebläht und hättet doch eher Leid tragen sollen, damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte getan würde! 3 Denn ich, der ich zwar dem Leibe nach abwesend, dem Geiste nach aber anwesend bin, habe schon, als wäre ich 4
im Namen unsres Herrn Jesus Christus und nachdem euer und mein Geist
sich mit der Kraft unsres Herrn Jesus Christus vereinigt hat, 5 den Betreffenden dem Satan zu übergeben zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn Jesus.

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Gott läst uns den freien Willen, Wir selber bringen das Leid in die Welt,Wir können immer zwischen gut und Böse entscheiden.Das ist die totale Liebe Gottes! wir mißbrauchen sie ,nicht er.

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die überwindung ist ein triumpfgefühl, aber das gilt nicht nur für christen

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"Was ich tue, verstehst Du jetzt nicht, Du wirst es aber hernach erfahren..."

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Hier, ein Video von Dr. Werner Gitt, der das Thema ausführlich betrachtet:

lg

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