Frage von Tekumi, 38

Weitergehende BaFög-Förderung nach Exmatrikulation und Wiederaufnahme?

Hallo zusammen,

mit dem Thema BaFög kann man sich ja tot-beschäftigen, was ich damals auch getan habe. Mittlerweile gab es Reformen mit denen ich mich nicht auskenne und ich weiß nicht genau, wie ich meinen Fall betrachten soll. Überall lese ich von Studienabbruch, Neigungswechsel und Fachrichtungswechsel - das trifft bei mir aber nicht zu!

Ich habe im Wintersemester 2014 angefangen zu studieren und für dieses Semester BaFög beantragt und bekommen. Das Semester habe ich mitgemacht, an den Vorlesungen und Veranstaltungen teilgenommen, jedoch an keiner einzigen Prüfung. Ich habe mich dann für ein Praktikum und eine Ausbildung beworben, das Praktikum hat im April 2015 angefangen. Exmatrikuliert habe ich mich allerdings erst jetzt, zum Ende des Sommersemesters 2016, da ich das Ticket weiter nutzen wollte (ja, ich sollte mich wohl schämen).

Nun möchte ich NACH meiner Ausbildung das GLEICHE Studium wieder aufnehmen und quasi von vorne beginnen, also im ersten Semester. Dies ist kein Fachrichtungs- und kein Neigungswechsel, allerdings habe ich ja quasi 4 Fachsemester "studiert" - oder? Ich lese überall, dass bei einer Exmatrikulation nach Ende des 3. Semesters mit BaFög schluss ist. Verhält sich das in meinem Fall genau so?

Meine Frage habe ich bereits an das zuständige BaFög-Amt in meiner Stadt geschickt, aber die brauchen ja verständlicherweise einige Zeit.

Über jegliche Hilfe freue ich mich sehr, danke!

Expertenantwort
von Fortuna1234, Community-Experte für Bafög, 14

Hi,

da du immatrikuliert warst um Vorteile zu nutzen, die dir eigentlich gar nicht zustehen, da du nur Alibi-Student warst, musst du jetzt mit Nachteilen rechnen.

Für das Bafögamt hast du 4 Fachsemester studiert. Für die Uni auch. Wenn du dich also wieder um gleichen Studiengang einschreibst, bist du im 5. Hochschulsemester, selbst wenn du es schaffen würdest ins 1. Fachsemester zu kommen (was ich als fragwürdig sehe).

Damit hast du null Chancen auf Bafög, denn es ist egal ob du vorher Bafög beantragt, bekommen, nicht beantragt, nicht bekommen hast.

Du hast also für ein billiges Semesterticket deine Förderung verspielt und hast damit wirtschaftlich gesehen einen Totalschaden erlitten...

Dass du dieses Alibi-Studium zum Erschleichung von Leistungen für Studenten schriftlich zugegeben hast, wird auch nicht zu deinem Vorteil sein.

FALLS du in der Zeit dann Bafög bekommen hast, wäre das der absolute Fehlschlag (hoffe ich jetzt einfach mal nicht)

Kommentar von Tekumi ,

Hi,


als "Alibi-Student" kann man mich wohl bezeichnen, ich habe jedoch pro Semester die Warteliste im Auge behalten, um rechtzeitig reagieren zu können, wenn dort jemand drauf steht - was nicht der Fall war.

Ins 1. Fachsemester zu kommen ist gar kein Problem, zugesichert von Uni und FH in 3 verschiedenen Städten, die für mich in Frage kommen.

Danke für deine Antwort, nach moralischer oder ethischer Einschätzung habe ich allerdings nicht gefragt - somit lediglich danke für die (beinahe) sachlichen Antworten.

Kommentar von Fortuna1234 ,

Tja, manchmal muss man um Infos zu bekommen auch den moraischen Zeigefinger bekommen. Wen das stört, der sollte sich die Infos einfach selbst raussuchen ;)

Und ehrlich gesagt hab ich nicht mal die Warteliste angesprochen, sondern nur die Sachen, die für dich persönlich eben Konsequenzen haben. Du solltest dir im Klaren sein, dass du Dinge nicht korrekt gemacht hast, bevor du sie jedem gleich aufs Butterbrot schmierst.

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