Hallo allerseits,
unsere Tochter wird bald eine weiterführende Schule besuchen. Wir pendeln zwischen der Gesamt- oder Realschule. Welche Faktoren sind entscheidend um die richtige Wahl zu treffen?
LG
Eine solche Empfehlung dürfte Dir ME der Klassenleher/in geben können, welche weiterführende Schule für die Tochter geeignet ist.
Folgende Faktoren halte ich für bedenkenswert: 1. Wille des Kindes und Elternwille: Wohin möchte Ihr Kind? Das wäre für mich die wichtigste Frage!!! Und was wollen SIE? 2. Leistungsfähigkeit und -wille: Wie sehen die Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachkunde... aus? Fällt dem Kind das Lernen leicht? Lernt es gern? 3. Soziale Kontakte: Wie kommt das Kind mit den übrigen Mitschül. zurecht? Sind soziale Kontakte wichtig? 4. Schulangebot und Schulstandorte am Ort: Welche Schulen sind vorhanden? Wie ist die Entfernung (zu Fuß/Bustransport) zu den Schulstandorten? Wie sieht das "Schulprogramm" der Schulen aus? Wie ist die Ausstattung (personell und sächlich) der Schule? Wie sieht das Schulumfeld aus? Haben die Schulen im Rahmen des Schulprogramms pädagogische Schwerpunkte gebildet (künstlerisch-musisch; bilingual; Informatik etc.)? Bestehen Kontakte zu anderen Institutionen (Sport, Musik, Kunst...) 5. Grundschulgutachten: Was empfehlen die unterrichtenden Lehrpersonen, die das Kind vier Jahre beobachten konnten? Ein von qualifizierten Lehrpersonen erstelltes Gutachten ist von erheblicher Bedeutung! 6. Persönliche Gründe: Welche Schulform besuchen voraussichtlich die jetzigen Mitschül.? Gehen sie z. B. überwiegend zur Realschule, so dass auch Ihr Kind weiterhin mit befreundeten Schül. zusammen lernen kann und von ihnen weiter "begleitet" wird? Ist der Vater oder die Mutter zu Hause, wenn das Kind aus der Schule kommt? Ist Hilfe bei Schulaufgaben möglich? Auf jeden Fall: Erkundigungen über das Schulangebot einholen, den "Tag der Offenen Tür" der jeweiligen Schulform besuchen; mit Eltern von Schül. der Schulformen Kontakte knüpfen/informelle Gespräche führen. - Bei der Wahl zwischen Realschule und Gesamtschule neige ich eher zur Gesamtschule: Sie führt die "Gesamtschule Grundschule" weiter, legt auf soziales Lernen Wert, ist in der Regel eine Ganztagsschule, hat ein breites Angebot von Arbeitsgemeinschaften und Förderunterricht, kommt mit dem Wahlpflicht- und Leistungsdifferenzierungsangebot den Interessen und Lernmöglichkeiten der Schül. näher und hat in der Regel eine Gymnasiale Oberstufe. So können auch "Spätentwickler" u. U. ohne Schulwechsel das Abitur anstreben. - Ich warne jedoch davor, gerade gegenüber der Schulform Gesamtschule falsche Hoffnungen zu entwickeln, wenn das Kind große Lernschwierigkeiten hat: Die Gesamtschule fordert Leistungen wie die übrigen Regelschulen und ist kein "Ersatz" für die Förderschule!

Es gibt gute und leider auch sehr miese Gesamtschulen und für Realschulen gilt sicher dasselbe.
Wenn Eure Tochter etwa eine Realschulempfehlung hat, dann solltet ihr nach der Qualität der Schule (s.o.) auswählen, wohin sie geht.
Falls sie später doch bis zum Abitur gehen will, dann ist das an der Gesamtschule natürlich ohnehin möglich, aber auch nach der Realschule kann sie problemlos etwa auf ein Wirtschaftsgymnasium oder ein Technisches Gymnasium wechseln, wo sie dann überwiegend mit ehemaligen Realschülern in einer Klasse sitzen wird.
Das find ich die beste Antwort. Die Qualität des Unterrichtes kann nicht einfach nur am Label "Gesamtschule/Realschule" festgemacht werden. Schaut euch um, welche Gründefür/gegen eine Schule sprechen: Freunde, die dorthin gehen, wie weit ist der Weg, wie empfindet ihr das Klima im Kollegium und in der Schülerschaft?

Auf den Gesamtschulen in NRW, haben die Eltern kein Mitspracherecht, alles wird vom Lehrerkollegium bestimmt. Das disqualifiziert die Gesamtschulen in meinen Augen.
Na die Leistungen deiner Tochter sind entscheidend !Und was SIE möchte !