Weitere Schulden nach Zwangsversteigerung?

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8 Antworten

Das ist nicht nur möglich, dass kommt sogar recht häufig vor und völlig rechtens. Für den Schuldner ist es natürlich nicht schön.

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Die Bank verkauft das Haus nicht, sondern beantragt die Zwangsversteigerung. In diesem Verfahren entscheidet das Gericht über den Zuschlag nach gesetzlichen Regelungen. Wenn der Versteigerungserlös nicht ausreicht, um die Verbindlichkeiten gegenüber der Bank zu decken, dann bleibt die Restforderung aus persönlicher Haftung natürlich bestehen. Das Zwangsversteigerungsverfahren ist kein Insolvenzverfahren.

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Ja das ist möglich weil es immer noch deine Schulden sind, es ist auch möglich wenn das Haus weit über der Wert versteigert wird das du diesen Mehrwert auch dann erhälst weil es dein Geld ist. 

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Die Bank verkauft nicht! Das Haus wird bekanntlich versteigert! Ein Eigentumswechsel erfolgt in solchem Falle nicht durch einen Kaufvertrag sondern aufgrund eines hoheitlichen Aktes durch den Zuschlag an den Meistbietenden.

Der Zuschlag kann im 1.Termin bereits bei nur 5/10 des Verkehrswertes erfolgen, falls die Bank nicht den Zuschlag unter 7/10 des Verkehrswertes verweigert, was ihr freisteht. Unter 5/10 des Verkehrswertes muß der Zuschlag im ersten Termin von Amtswegen versagt werden.

Folglich können bereits im ersten Termin erhebliche Schulden für den Schuldner verbeliben, wenn der Verkehrswert nicht erreicht wird oder die Bank einem Gebot unter 7/10 des Verkehrsswertes nicht widerspricht. Im zweiten Termin kann es dann für denn Schuldner bei nicht erreichen der 5/10-Grenze zu einem finanziellen Desaster kommen.

Alle Beträge, die aus dem Vertsteigerungserlös nicht gedeckt sind, verbleiben dem Schuldner als Restschuld.

Der Schludner hat die Möglichkeit anschließend Privatinsolvenz anzumelden, dann geht die Bank relativ  leer aus! - Hier könnte für den Schuldner eine Chance gegeben sein, im Vorfeld mit der Bank zu verhandeln.

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Deswegen unterwirft man sich in der Grundschuldbestellungsurkunde auch unter dem persönlichen Vermögen. Wenn das Haus für EUR 140.000 versteigert wird an einen Dritten und es gibt Schulden von EUR 150.000 dann schulden Sie der Bank noch EUR 10.000 und haften hierfür mit Ihrem gesamten Vermögen.

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Das ist durchaus möglich. Was zählt, ist die Höhe der Schulden. Wenn Du der Bank 150 T€ schuldest, dann will die Bank 150 T€ haben. Wenn die Zwangsversteigerung nur 140 T€ ergibt, dann musst Du immer noch 10 T€ irgendwie aufbringen.

Darum ist es wichtig, den Kauf eines Hauses auch immer mit etwas Eigenkapital zu finanzieren. Ansonsten kann man nach einer Zwangsversteigerung unter Umständen nicht nur mit nix, sondern sogar mit weniger als nix dastehen.

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Kommentar von schelm1
12.02.2016, 15:04

Darum ist es wichtig, den Kauf eines Hauses auch immer mit etwas
Eigenkapital zu finanzieren. Ansonsten kann man nach einer
Zwangsversteigerung unter Umständen nicht nur mit nix, sondern sogar mit weniger als nix dastehen.




Inreressanter Aspekt! - Eingesetztes Eigenkapital geht folglich nicht verloren?!? - War es bislang nicht so, das nur "unter dem Kopfkissen verstecktes Kapital" nicht in de Zwangversteigerung eines Hauses  untergeht, sondern nur die Bankschulden und das Haus "flöten" gehen

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Natürlich kann sie. Das Haus wird zwangsversteigert. Dem Gericht sind die Höhe der Schulden vollkommen egal.

Entscheidend ist der Verkehrswert. Grundsätzlich muss der Mindestpreis 50% des Verkehrswertes betragen. Der Gläubiger kann beantragen, dass die Zuschlagsgrenze sogar auf 70% angehoben wird.

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Kommentar von schelm1
12.02.2016, 15:07

Die Grenzen gelten aber nur für den 1. Termin! Im 2. Termin droht der freie Fall ins Elend, wenn die Bank aus Furcht vor einem heftigen Ausfall nicht noch einlenkt und das Verfahren zur Einstellung bringt!

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Natürlich ist das möglich.

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