Frage von Gustke, 104

Weiterbeschäftigung nach erfolgreicher Umschulung / Resturlaub?

Meine Lebensgefährtin hat nach 1,5 Jahren Krankheit auf Grund von Berufsunfähigkeit (Altenpflege) eine Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen gemacht. Sie war 15 Jahre in einem großen Berliner Unternehmen tätig und beantragte für die Umschulung Sonderurlaub. Nun wird die Maßnahme nächste Woche mit Bestehen der Prüfung beendet sein und der Sonderurlaub endet entsprechend. Ihr Arbeitsverhältnis ist ungekündigt und Sie hat einen Grad der Behinderung von 60.

Sie hat noch Resturlaub aus dem Jahr 2012 (voller Urlaub) und aus 2013 (anteilig für 10 Monate - bis Beginn der Umschulungsmaßnahme).

Meines Erachtens dürfte dieser nicht verfallen sein und Sie hat einen Urlaubsantrag an die Personalstelle gesendet. Die Personalstelle reagiert aber einfach nicht!

Sie hat sich auf mehrere geeignete Stellen als Kauffrau in dem Unternehmen beworben, wurde allerdings nicht berücksichtigt bzw. bekam erst auf Nachfrage die Mitteilung, dass die Stellen neu besetzt wurden.

Sie will ja ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, allerdings nicht im Pflegebereich, da sie dafür berufsunfähig ist. Die Personalstelle sagt, sie solle sich krank melden, allerdings ist sie ja nicht krank, sondern arbeitsfähig (nur im alten Job eben nicht). Eine Krankmeldung würde dem Arbeitgeber natürlich gut gefallen, da in diesem Fall wohl gleich die Krankenkasse einspringen müsste. Aber sie ist nicht krank, sie will arbeiten. Ich finde der Arbeitgeber in in einem Unternehmen mit etwa 10.000 Beschäftigten sollte in der Lage sein einen leidensgerechten Arbeitsplatz zu finden.

Wie soll sie sich verhalten, wenn sie die Prüfung bestanden hat?

Der alte Arbeitgeber müsste sie doch automatisch wieder bei der Sozialversicherung anmelden oder? Im anderen Falle wäre sie nicht mal krankenversichert.

Arbeitslos kann sie sich ja auch nicht melden, da sie in einem unekündigtem Arbeitsverhältnis steht.

Danke

Antwort
von johnnymcmuff, 63

Sie hat noch Resturlaub aus dem Jahr 2012 (voller Urlaub) und aus 2013 (anteilig für 10 Monate - bis Beginn der Umschulungsmaßnahme).

Da gibt es soweit ich weiß eine Entscheidung vom europäischen Gerichtshof, der besagt das Urlaubsanspruch nach so langer zeit nicht mehr abzugelten ist. ( finde gerade den Link nicht), aber hier ein anderer Link:

http://www.dbb.de/dokumente/zbvr/2012/zbvronline_2012_03_08.pdf

Wie soll sie sich verhalten, wenn sie die Prüfung bestanden hat?

Ich beurteile die Sache wie folgt:

Die Arbeitsstelle ist nicht gekündigt bzw. bzw. man ist nicht gekündigt, aber aufgrund der Tatsache das man

Es muss geklärt werden ob und in welcher Form der alte Arbeitgeber noch verpflichtet ist eine geeignete Stelle zu geben.

Um das zu erfahren:

Den Kostenträger der Umschulung fragen, die Agentur für Arbeit fragen, Gewerkschaft fragen oder einen Fachanwalt für Arbeitsrecht fragen.

Antwort
von robi187, 63

behinderte könnne sich dort beraten lassen

https://www.myhandicap.de/job-ausbildung-behinderung/arbeitnehmer/angebote/integ...

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