Weiter machen oder abbrechen Abitur?

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5 Antworten

In der Ausbildung musst du auch lernen. Bei den meisten Ausbildungen musst du nebenbei die Berufsschule besuchen. Und da wird auch wieder gelernt, Prüfungen geschrieben. Alles ganz normal.

Du würdest also nur von einem (dir) unangenehmen Zustand zum nächsten wechseln

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Du musst dir doch irgendetwas dabei gedacht haben, mit der Ausbildung zum Abitur am Abendgymnastium zu beginnen. Was war dein Ziel? Hast du es schon erreicht? Sicher nicht, wenn die Prüfungen erst im Sommer sind.

Du hast jetzt sicher schon einige Monate mit dieser Qualifikation verbracht. Warum vor dem Ziel aufgeben? Jetzt durchzuhalten und abzuschließen ist ein wichtiger Schritt auch für dein Selbstwertgefühl in der Zukunft. 'Ich bringe das zu Ende! Ich kann mein Ziel erreichen! ' Das ist auch wichtig für den weiteren beruflichen Weg, denn damit zeigst du Entschlossenheit und Disziplin überhaupt Ziele erreichen zu können.

woher kommen deine jetzigen Zweifel? Hast du Schwierigkeiten mit dem Lernstoff? Dann schau mal zurück, wann das begonnen hat. Zu welcher Zeit - was war da noch alles passiert? Welches Thema war da drann, was du vielleicht nicht verstanden hast? Begriffe, die du vielleicht nicht verstanden hast? Schau dir die Bedeutung ggf. in weiterführender Literatur an und probiere an Beispielen aus, ob du es verstanden hast. Nur so gibt es in aufbauenden Lektionen keine Probleme.

Wenn du den Stoff verstanden hast, geh Schritt für Schritt weiter und sorge dafür, dass du alles verstehst und anwenden kannst. Alles, was man anwenden kann, bleibt besser im Gedächtnis. Manchmal macht es sich auch gut, ein praktisches Beispiel dafür zu finden - prägt sich besser ein und holt dich mal aus dem Zimmer heraus. Versuche einen Bezug zur realen Welt zu finden. Wozu brauche ich dieses Wissen? Wie kann ich es anwenden / benutzen? Es macht jetzt vielleicht nicht jedes Kapitel Sinn, aber das Leben ist lang und bringt noch genug Momente, wo du auf dein jetziges Lernen stolz sein kannst. 

Wenn du Hilfe von Anderen brauchst, dann hol sie dir! Frage höflich und verständlich - in einer Wortwahl wo auch du nicht Nein sagen könntest ;-) Gerade bei Lehrern oder Dozenten - egal ob man sie mag oder nicht - macht Nachfragen einen guten Eindruck. (Sicher nicht mehrfach die gleiche Frage, wenn sie bereits beantwortet wurde. Aber im Zweifel kann man auch nochmal nachfragen, ob man die erhaltenen Informationen richtig verstanden hat und wiederholt sie damit auch."Habe ich es richtig verstanden, dass...?")

In Biologie kann dir vielleicht der Besuch einer anatomischen Ausstellung wie den "Körperwelten" helfen. Vielleicht auch etwas Praxis mit der Mutter in der Küche beim Kochen... ein Besuch auf einem Bauernhof ... Aber lass bitte alles Lebendige am Leben! Beobachten, Anfassen und Fühlen reicht meist vollkommen aus. 

Chemie und Physik sind eher praktische Bereiche, wo man viel ausprobieren kann. Bei Manchem bist du in einem Labor der Schule (mit einem Dozenten) sicher besser aufgehoben als daheim im Bastelkeller ;-) 

Geschichte kann man cronologisch erfassen: Region für Region wenn vieles zeitgleich passiert,oder einen Zeitabschnitt auswählen und dort zusammenfassen, was wo passiert ist und sich so durch die Zeit arbeiten. Schau mal, was dir eher liegt, die Gegenwart oder die entfernteste Vergangenheit. Dort fängst du an. Entweder langsam in die Vergangenheit zurück oder aus der tiefen Vergangenheit ins heute vordringen. 

In Deutsch - und anderen Sprachen - kann dir evtl. ein Lieblichsbuch helfen. Gerade was Ausdruck und Grammatik angeht: einen Absatz in verschiedenen Zeitformen neu formulieren oder aus dem Blickwinkel einer anderen Person. Wer war noch bei dieser Szene dabei und wie mag derjenige erleben / erzählen? Für die Rechtschreibung hilft die Ableitung vom Grundwort (wo kommt das Wort her, was beschreibt es, wie verändern die Zeitformen, ist es Substantiv, Verb oder Adjektiv, gibt es alternative Wörter die ich besser kenne?) oder das Wörterbuch kann helfen. 

Mathe ist recht nahe an Physik. Jede Formel hat ja auch irgendeine Geschichte, aus der sie entstanden ist. Was kann die Formel berechnen? Versuche an einem Modell (oder zumindest einer Skizze) die Formel zu verstehen ggf. in verschiedenen Größen. Je praktischer umso einprägsamer.

Und wenn du nicht gerade schreibfaul bist oder geschickt an einem PC, dann notiere dein erworbenes wissen auf Karteikarten - Themenbezogen. Wie Spikzettel. Versuche zu Oberbegriffen zusammenzufassen, dass du wenig aufschreiben musst, aber trotzdem verstehst, wenn du die Karte später wieder liest. Karteikarten machen sie auch gut für die Prüfungsvorbereitung. Plane genug Zeit ein, damit du nicht unter Druck gerätst. Lieber noch Zeit haben für eine zweite Wiederholungsrunde. Wenn dann doch noch mehr Zeit ist, als erwartet, kann man vielleicht noch etwas Hintergrundinfos sammeln zu Wunschthemen oder Themen, die mit Sicherheit drann kommen.

Man kann nie zu wenig wissen!

Auch gemeinsam Lernen kann Spaß machen, so lange alle das gleich Ziel haben und Andere in der Runde nicht aufhalten oder abhalten. sich am ende gemeinsam gegenseitig abzufragen ist auch sinnvoll. So kann man auch seine Ausdrucksweise üben und ist in der Prüfung nicht so aufgeregt. Was nutzt einem viel Wissen, wenn man es nicht kommunizieren kann? 

Nutze auch die Möglichkeit von Vorbereitungsstunden mit Lehrern und Dozenten. Hier gibt es oft schon gute Infos über die relevanten Themen. Mitunter wird dort schon thematisch auf die Prüflinge aufgeteilt, wer mit was dran kommen könnte. Das erleichtert die letzte Zeit erheblich.

Und dann schlaf genug, ernähre dich gesund und ausreichend (nicht übermäßig), so daß dein Kopf im richtigen Moment leistungsfähig ist.   

Du schaffst das!

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Kommentar von Liyah444
10.03.2016, 11:07

Mein Ziel war eine Ausbildung . Ich bin erst im Februar aufs abendgymnasium gekommen und hab noch 2 Jahre vor mir .:( ich weiß das es schwer wird meine Interesse liegen gerade an einer Ausbildung ..

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Hallo,

es ist völlig normal, dass man keine Lust darauf hat und in den Abendstunden lieber was anderes machen möchte. Aber es gibt doch bestimmt auch ein paar Fächer, die dir Spaß machen?

Erfahrungen aus meinem Freundeskreis: 3 Leute mit Abendgymnasium. Zwei davon durchgezogen und einer hat aufgehört. Nun was soll man sagen, die beiden mit Abi machen jetzt etwas was ihnen Spaß macht und der eine verdient richtig gutes Geld. Der Kumpel, der abgebrochen hat, hat jetzt einen Job, der ihm überhaupt keinen Spaß macht und wo er keine Perspektiven hat, sondern den nur macht, um Geld zu für sich und seine Familie zu haben.

Es mögen nicht allgemein übertragbare Erfahrungen sein.. Aber eins sage ich dir: kneif jetzt die Arschbacken zusammen und dir eröffnet sich danach eine unheimliche Auswahl an Berufsperspektiven und du landest nicht bei irgendeine 0815-Ausbildung, die du nur machts, weil du da grade einen Platz bekommen hast.

Zieh es durch!!

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Gibt es einen ganz konkreten Grund, dass Du das Abi machst oder geht es Dir wie vielen Schülern?: Hauptsache Abitur, keine Ahnung wozu.

Warum sollte man etwas machen, bei dem man schlechte Laune bekommt? Was soll dabei herauskommen?

Ich weiß nicht, ob es die Umstände sind (abends noch in die Schule zu rennen), die Dich zweifeln lassen oder ob Du glaubst, es nicht zu schaffen. Wenn es die Umstände sind, könntest Du Dich einfach zusammenreißen. Vielleicht findest Du im Laufe der Zeit Gleichgesinnte, mit denen Du Dich zusammen tun kannst.

Soweit meine Gedankensplitter.

Gruß Matti

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Kommentar von Liyah444
10.03.2016, 11:19

Huhu ich wusste nicht so ganz was ich machen will , also hab ich mich für denn schritt Fachabitur entscheiden . Ich befinde mich gerade im Vorkurs und hab jetzt schon Probleme ☹ seit Wochen beschäftigt mich der gedanke eine Ausbildung zu machen im Krankenhaus .

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Du solltest Dich am Riemen reissen. Schließlich hast Du Dich mal, sicher mit guten Gründen, für das Abendgymnasium entschieden.

Das Leben ist kein Ponyhof, sondern hart und mit Herausforderungen nur so gepflastert. Eine Null Bock Strategie haben heutzutage nur noch die Loser.

Aufgeben ist ein Zeichen von Schwäche, mangelndem Ehrgeiz, Faulheit und Kopf-in-den-Sand-Verhalten anstatt zu kämpfen, sich durchzuboxen und durchzusetzen.

Wenn Du jetzt aufgibst, könntest Du das Dein Leben lang bereuen.

Und eine Garantie, dass Dir eine Ausbildung besser gefällt, Du dann bessere Laune hast und Du die Ausbildung auch wirklich mit Abschluß beendest, hast Du nicht.

Ich denke, Du musst Deine Einstellung grundsätzlich überdenken und ändern in eine positive, konstruktive Richtung anstatt so destruktiv und unmotiviert daherzukommen.

Dann kommen auch der Erfolg, der Stolz über das Erreichte und die gute Laune ganz von selbst.

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