Frage von Zuckerwattemaus, 73

Weissjemand àhnliche beispiele (philosophie)?

Mùssen keine schwierigen sein :) So wie im bild:

Antwort
von Grautvornix16, 13

Das ist das Ergebnis wenn Philosophie an Schulen kein Pflichfach mit Ausbildungsstandards für entsprechende Lehrer ist. - Ich fasse es nicht!!!

Frag deinen Lehrer mal warum das Kernelement einer Demokratie die Mehrheitsentscheidung (möglichst auf der Grundlage gleicher Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und -verarbeitung) ist.

Na? - Richtig! Weil es völlig bescheuert ist zu glauben, dass es etwas im sozioplitischen Alltagsraum geben könnte, dass so eindeutig "evident" ist, dass sich ein "vernünftiger" Mensch nur dagegen oder dafür entscheiden könnte und es nur eine Frage der allgemeinen Vermittlung von "Fakten" und Verteilung von Bildung wäre, um sowas wie einem "echten" allgemeinen Willen zur Geltung zu verhelfen. Die Erfahrung mit den westlichen Pseudo-Demokratien und ihren psychologischen Mechanismen der Mehrheitsbeschaffungen müßte eigentlich ausreichen, um diesen Unsinn zum "Allgemeinen Willen" zu entlarven.

Ja, Vernunft und Rationalität bleiben unverzichtbar um die Wahrscheinlichkeit falscher Entscheidungen und Urteile möglichst zu minimieren.

Aber darüber hinaus bleibt es auch in einem Idealsystem bei der Unvollständigkeit menschlicher Erkenntnis und Theoriebildung. Und es ist gerade ein Verdienst der Aufklärung, Vernunft als Selbsterkenntnis und damit als kritische Einsicht in diese Unvollständigkeitsbeschränkung zu begreifen. Genau deshalb haben Mehrheitsentscheidungen ihre Berechtigung.

Der Begriff "Allgemeiner Wille" ist aus der Klamottenkiste totalitärer Systeme!

PS. Rousseau wird völlig überbewertet - bevorzugt von "Pädagogen". Er war ein lausiger Philosoph in einer Zeit in der er eine intellektuelle Nische gefunden hat.

Gruß


Kommentar von Zuckerwattemaus ,

Danke fùr die sehr ausfùhrlich lange antwort... Ist bei uns ein pflichtfach, wir kónnen nichts abwàhlen

Kommentar von Grautvornix16 ,

Philo sollte man auch auf keinen Fall abwählen. Das wäre ein grobes Mißverständnis gewesen. Solange Philo kein, durch ein, von ordentlichen Universitäten mitentwickeltes  Curriculum besitzt und als definiertes Pflichfach ab Sek. II läuft, solange sind auch oft die Lehrer das Problem. Philo ist eben nicht dasselbe wie Reden. Mit etwas mehr Bildungs- statt Ausbildungsperspektive und gesellschaftlichem Bewußtsein für diesen Bedarf wäre vieles klarer und so eine "Graupe" wie Rousseau würde nicht als Philosoph an ahnungslose Schüler verkauft sondern als Negativvorlage und Trainingsobjekt für das Erlernen analytischen Denkens und sauberer Argumentation genommen.

Gruß

Antwort
von berkersheim, 14

Das Ganze ist ein Prachtbeispiel für Schülerverdummung. Diese Kopfgeburt "Allgemeinwille" des Herrn Rousseau kann man getrost als Blödsinn vergessen. Realistischer ist die Aussage von Jean-Claude Juncker, aktuell Präsident der Europäischen Kommission: Wir Politiker führen die Leute hinters Licht, schaffen nach unserer Überzeugung Tatsachen, und wenn sich niemand heftig dagegen wehrt, wird das Fakt. So läuft Politik und nicht in einem "Staat" mit zwei Leutchen und Tortenstücken, da geht es um Macht, und dabei wird nie jemand satt.

Antwort
von Satiharu, 23

Beispiel Palästina-Israel, Beispiel Satan-Gott, Beispiel Vater-Kind

, gibt doch beinahe endlos viele, oder versteh ich die Frage nicht richtig?

Kommentar von Zuckerwattemaus ,

Doch verstehst sie schon... Kannst du deine beispiele nàher erkleren vill? :)

Kommentar von Satiharu ,

Israel war nach dem Krieg von Palästinensern besiedelt, Juden hatten keine Heimat mehr. USA schickte sie dorthin und gab Ihnen das Land zurück. Nun sind die Palästinenser in Armut, weil die Israelis die besten Plätze bekamen, sie würden auch gerne von dem Wasser profitieren, und die Israelis denken(kommts mir vor), die Muselmänner in unserem Land sollten dankbar sein überhaupt da zu sein dürfen, und drängen sie immer mehr aus dem Land. Freundschaften können oft weiterhelfen!

Satan (Teufel) will Jahve nicht als Gesetzesgeber anerkennen und macht seine eigenen. Gott verbannt ihn.

Kind will draussen spielen, Papa hat kalt und war nun ne Zeit lang draussen und will rein, Kind will noch lange nicht rein, Papa wird ungeduldig, und erklärt Gründe oder verhandelt, in einer dem Kind noch unbewussten Art und Weise.

PS: Das Adam-Laura finde ich ein doofes Beispiel, denn oft lassen sich solche Probleme nicht so leicht einigen, oft erst wenn beide fähig sind nachzugeben. ZB das letzte Stück dem Nachbar zu bringen (;

Kommentar von Zuckerwattemaus ,

Danke :)

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