Frage von Mariasuch, 29

Weiß jemand, wo der "Maraunenfriedhof" in Königsberg (heute russ. Kaliningrad) war?

Die Gräber meiner deutschen Verwandten waren dort. Ich konnte nie trauern. Nach dem Krieg wurde der Friedhof wohl von russ. Behörden vernichtet oder umgelagert. Ich suche die sterblichen Überreste meiner Verwandten.

Antwort
von Ninni381, 15

Hi Mariasuch! Ich verstehe deinen großen Wunsch, doch löse dich von dem Glauben, nur vor Gebeinen trauern zu können. Meine beiden Opas erlebten die russische Gefangenschaft, beide kehrten heim. Keiner wollte während seines Lebens jemals mehr einen Satz darüber sprechen.

Die Russen hatten wohl insgesamt nach dem eigentlichen Krieg viel mehr zu kämpfen, als es Zeichen darüber gibt. Männer, eigene Männer, wurden gnadenlos immer wieder getötet, wegen angeblicher Verbündung mit dem Feind. Stalin wollte wie Hitler nur tote Krieger; keine Gefangenen.

Kommentar von Mariasuch ,

Ich bin entsetzt über Deine Antwort. Das sind völlig 2erlei Paar Schuhe. Du willst mir also mein Menschenrecht, um Gräber zu trauern, vereiteln? Deine Geschichte hat mit meiner nichts gemeinsam, Du kanntest Deine Verwandten und hast damit Glückgehabt. Ich kannte meine Verwandten gar nicht! Sie wurden ermordet und die Gräber sind verschollen. Ich konnte nie mit Ihnenreden. Es ist ein Menschenrecht, nach den Wurzeln zu suchen. Inzwischen habe ich selbst die Stätte gefunden. Die Russen haben daraus einen Park gemacht, der zur einer Psychiatrie gehört. Ohne Worte! Selbst Kriegstote haben Rechte und deren Angehörige, siehe Abkommen zum deutschen Volksbund. Meine Sache wird vor den Bundesaußenminister gehen, denn es sind die Gräber meines Opas und meines Onkels,die menschenrechtsverletzend vernichtet wurden. Der 50jährige Schmerz wird nie heilen, über dieses Unrecht, was auch mir angetan wurde, keinen Platz zum Trauern zu finden. Im Krieg "gewesen zu sein" ist etwas völlig anderes, was Deine Opas erlebten, als als Toter quasi Ungeschehen gemacht worden zu sein! Es wird ein Buch darüber geben. Anscheinend hast Du keine Empathie zu mir, wenn Du solch kalte Zeilen schreibst. Ich bin sehr mega negativ von Deinem Kommentar angetan, da es ein Menschenrecht ist, trauern zu dürfen und einen Ort dafür zu haben!

Antwort
von Gaskutscher, 18

Sicher das der Friedhof so hieß?

Bei Wikipedia sind diverse Friedhöfe gelistet, der Name ist jedoch nicht mit dabei: https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberg_%28Preu%C3%9Fen%29#Friedh.C3.B6fe

Kommentar von Mariasuch ,

Ja. Er war im Stadtteil Maraunenhof und wurde Marauenhöfer Friedhof genannt. Es befand sich darauf auch ein Urnenfriedhof mit

Krematorium. Er befand sich am Oberteich. Die genaue Adresse kenne ich nicht.

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