Frage von Basti2014, 46

Weiss jemand was man gegen Angstzustände machen kann?

Ich habe in bestimmten Situationen Angstzustände. D.h., mein Puls erhöht sich, ich bekomme schlechter Luft und vom Gefühl her identifiziere ich es als Angst. Was kann man machen???

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Antwort
von EinNarr, 13

Vorweg - bei Angst- und Panikschüben ist es wichtig, sich mit einem Arzt in Verbindung zu setzen. Gerade dann, wenn sich die Abstände verringern oder du merklich spürst, dass du immer weiter an Lebensqualität einbüßt. Es ist ungemein wichtig einen Blick auf die Ursachen zu werfen um auch langfristig etwas tun zu können. 

Wenn du Fragen diesbezüglich hast, also zum Beispiel wo du dich hinwenden kannst, welche Möglichkeiten sich bieten et cetera, dann frage einfach.

Ein paar Tricks gibt es aber auch so schon, die sich anwenden lassen - unabhängig von einer Diagnose, die nur im Verlauf einer Diagnostik gestellt werden sollte.

Der erste Impuls ist oft die Flucht aus einer Situation. Sie zu verlassen ist auch ein guter Weg um sich dann zu beruhigen aber nicht immer klappt das und selbst wenn es funktioniert - die Panik bleibt oft. Sollte es möglich sein, die Situation zu verlassen, dann mache dies. Ruhig und fokussiert. Daraufhin sind aber auch andere Maßnahmen wichtig, um die Situation wirklich zu bestehen.

Eine Möglichkeit sind Atemübungen. Auf viele wirkt das am Anfang etwas seltsam und man kommt sich auch etwas seltsam dabei vor aber die Atmung ist ein wichtiger Bestandteil der Ruhe. Bei einem Angst- und Panikschub gerät die Atmung oft außer Kontrolle, sie stockt oder man beginnt zu Hyperventilieren. Damit das nicht passiert, holt man sich die Kontrolle wieder zurück.

Die Konzentration muss gezielt auf die Atmung gerichtet werden und daraufhin folgt eigentlich nur eines - Atmen. Ruhig ein und aus, bis sie sich anfängt zu normalisieren. Das wird nicht von sofort klappen, aus dem Grunde ist es wichtig, sich ein wenig Zeit dafür zu nehmen. Am besten funktioniert es, zumindest aus meiner Erfahrung heraus, wenn man tief einatmet, gedanklich zählt zum Beispiel "1000..2000..3000..4000" und dann wieder ausatmet. Die Übung geht so lang, bis sich ein Gefühl der Ruhe wieder breit macht.

Ein weiterer guter Ansatz ist kauen. Kaugummis eignen sich zum Beispiel sehr gut dafür, am besten eine schärfere Variante. Ohne der Werbung verdächtig zu werden aber gerade die Airwaves Extra Strong eignen sich gut dafür. Angst- und Panikschübe entstehen durch Stress und erzeugen Stress. Kauen baut Stress nachweislich ab beziehungsweise hilft dabei, der scharfe Geschmack zieht, als Nebeneffekt, die Aufmerksamkeit ab auf den Schärfeimpuls im Mund. Der Effekt ist vergleichbar mit einer Backpfeife - so vermeidet man, dass man sich weiter in die Angst- und Paniksituation hineinsteigert.

Der letzte Punkt sind die Gedanken. Bei einem Angst- und Panikschub gehen die Gedanken chaotische Wege. Meist verursachen die Gedanken sogar diesen Schub erst. "Es ist zu eng und ich komme nicht weg." wäre zum Beispiel ein Gedanke aus einer Bahnsituation. Die Gedanken führen dazu, dass man sich reinsteigert und die Situation zusätzlich dramatisiert. Dort kann man eingreifen. Spreche gedanklich mit dir selbst, mache dir bewusst, dass von dieser Situation keine Gefahr ausgeht. Gut ist es, wenn man ein paar Sätze sich Mantraartig vorsagt. "Hier passiert mir nichts. Alle anderen sind auch entspannt. Ich kann mich auch entspannen." wäre ein Beispiel für besagte Bahnsituation. 

Nun ist jeder Tipp gut aber daran denkt man oft nicht, wenn die Angst- und Paniksituation sich anbahnt. Eine Möglichkeit dafür ist eine Panikkarte. Es ist, der Name sagt es schon, eine Karte. Auf dieser Karte notiert man sich die Reihenfolge und die Hilfsmittel, die man jetzt braucht. Darauf steht zum Beispiel "Denke an deine Atmung. Einatmen 1000..2000..3000..4000 Ausatmen. Nehme dir einen Kaugummi - rechte Hosentasche. Hier passiert dir nichts. Alle anderen sind auch entspannt. Du kannst dich auch entspannen."

Die Karte soll dich im Notfall erinnern und dir helfen, die Hilfsmittel auch einzusetzen. Es ist wie ein "rettender Strohhalm", an dem du dich halten kannst, wenn die Panik ausbricht. 

Kurzum - bei anhaltenden und schlimmer werdenden Schüben ist eine Therapie ein guter Weg, um die Ursprünge dieser auszumachen und aktiv dagegen vorzugehen. Bis dahin ist eine Panikkarte, wo du deine Hilfsmittel notierst, ein guter Weg um durch diese Situationen zu kommen.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Glück auf deinem Weg, hin zu einem angstfreien Leben.

Liebe Grüße.

Antwort
von Feynja, 25

Du solltest einen Arzt aufsuchen. Selbstdiagnosen sind ziemlich oft falsch und helfen den Betroffenen eher wenig. Wende dich an einen Psychologen damit ihr dein Problem wieder in den Griff bekommt. Bleib stark und lass dich nicht unterkriegen 

Antwort
von Muenzmallorca, 19

Ausdauersport kann total helfen. Es gibt Studien die belegen dass man besser damit umgehen kann wenn man regelmäßig seinen Puls rauf und runter bringt wie z.B. durch Ausdauersport.

Antwort
von schnoerpfel, 17

Ablenkung. Du musst davon wegkommen, ständig Deinen Körper zu analysieren.

Falls Du Treppen steigst oder Dich körperlich betätigst, dann lenk Dich ab. Denk an Dinge, die Du erledigen willst und daran, wie positiv Du den Tag gestalten kannst. Dann entsteht kein Angst- oder Kollapsgefühl, kein Gefühl der Brustkorbverengung, keine Palpitation und auch kein Schwindel.


Antwort
von Gerd2020, 22

Wichtig ist, dass Du bereits am Anfang gut dagegen vorgehst, sonst setzen sich solche Ängste fest.

Kennst Du die Seite: http://www.ratgeber-panik.de

Dort sind viele Symptome und deren Herkunft erklärt und dazu auch noch viele Tipps um selber etwas dagegen zu tun.

Antwort
von Arlon, 11

Dann solltest du dich diesen Situationen stellen und dabei lernen, dass du keine Angst davor haben mußt.

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