Frage von NORAA85, 53

Weiss jemand, ob die Krankenkasse eine spezielle Aufbaunahrung für einen Hepatitis C Kranken bezahlt, der sehr dünn und kraftlos ist und keinen Appetit hat?

Es geht um einen Mann ( 51 Jahre alt) einen Ex-Drogenabhängigen, der Hepatitis C hat. Er hat sie noch nicht behandeln lassen, hat es aber vor. Ist aber so dünn und kraftlos, immer müde, hat kaum Appetit. Ich habe mich schlau gemacht, da gibt es diese Aufbau-Nahrung "Fresubin-Hepa". Das wäre doch etwas für ihn. Diese Aufbaunahrung ist aber sehr teuer. Gibt es die Möglichkeit, dass die Krankenkasse diese bezahlt. Falls ja, wie muss er da vorgehen?

Antwort
von LiselotteHerz, 38

Da er drogenabhängig war, gehe ich von einer chronischen Hepatitis C aus. Sollte er das große Glück haben, dass die Kasse die Behandlung der Triple-Therapie zahlt, bekommt er mit Sicherheit ohnehin zusätzlich Aufbaunahrung.

Hier ein Link zu dieser Therapie, eine Alternative gibt es meines Wissens nicht.

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=51585

Diese Aufbaunahrung wird er selbst zahlen müssen, ich denke mal, dass die nicht mal verordnungsfähig ist. lg Lilo


Kommentar von LiselotteHerz ,

Der Bekannte von Dir sollte erstmal zu einem guten Internisten und den muss er überzeugen, dass er eine Verordnung für diese wahrscheinlich sehr teure Therapie bekommt.

Dass er so ausgemerkelt aussieht, liegt an der Hep C. Dein Bekannter hat eine chronische Leberentzündung, da sieht man nicht gut aus. Er kann diesen Arzt ja mal fragen, ob er diese hochkalorische Nahrungsergänzung verordnen darf, aber er soll sich nicht allzuviel Hoffnungen machen.

Antwort
von DODOsBACK, 25

Grundsätzlich gibt es zwei Wege: Verordnung über die Krankenkasse, siehe hier:

https://www.fresenius-kabi.de/files/7352611_AMR-Flyer_2015-06_ANSICHT.pdf

oder über die Beantragung von "Mehrbedarf für kostenauwendige Ernährung" beim Jobcenter oder Sozialamt.

https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/...

In beiden Fällen muss er vorher zum Arzt, und der muss ihm auch betsätigen, dass dieses Produkt sinnvoll und notwendig ist. Was er vermutlich nicht tun wird, wenn eine weitere Behandlung nicht stattfindet.

(Man verschreibt einem Menschen, der sich weigert, zum Zahnarzt zu gehen, auch nicht dauerhaft immer stärkere Schmerzmittel!!!)

Kommentar von NORAA85 ,

Es ging ihm eigentlich immer noch gut. Aber in letzter Zeit geht es ihm nicht gut. Zähne hat er sich machen lassen, das hat er durchgezogen. Aber er ist nur noch kraftlos. Er sagte vor kurzem, wenn er jetzt nichts tut, gibt er sich selbst nicht mehr viel Lebenszeit.  Er war auch vor paar Monaten beim Hepatologen. Er weiss schon, wo er sich behandeln muss. Er hat aber Angst davor, dass die Hepatitis-Behandlung seinen Körper zu stark belasten wird, weil er ja nur aus Haut und Knochen besteht. Immer diese Angst, die wird es wohl auch gewegen sein, die zu Drogen führte.

Kommentar von DODOsBACK ,

Hör doch auf, Entschuldigungen zu suchen! Es ist allein seine Entscheidung, wie es mit ihm weitergeht. Und wenn er sich entscheidet, nichts weiter zu unternehmen, ist das eben so.

Er kann natürlich versuchen, sich die Sachen auch ohne weitere Behandlung verschreiben zu lassen. Dazu muss er aber zum Arzt gehen! Wahrscheinlich auch zu mehreren.

Wenn du meinst, ein Tritt in den Hintern hilft ihm weiter, tritt zu. Wenn du Händchenhalten willst beim Onkel Doktor, tu das. Aber "Mitleid und Verständnis" alleine werden ihn nicht weiterbringen! Er muss schon "wollen"!

Kommentar von NORAA85 ,

Er hat eine Lebensgefährtin. Die gibt immer diese Tritte.  Da gibt es oft  Streit deswegen. Sie ist noch etwas jünger und hat viel erreicht in den letzten 2 Jahren. Sie war auch drogenabhängig. Sie hat aber zum Glück keine Hepatitis C.  Die beiden haben kein Internet, haben das irgendwie verpasst, als das mit Internet losging. Da helfe ich manchmal mit Informationen.

Kommentar von NORAA85 ,

Danke für den Antrag. Das ist doch schon etwas für den Anfang. Den druck ich aus und bringe ihn vorbei.

Antwort
von DrStrosmajer, 32

Wenn die KV überhaupt etwas davon komplett oder zum Teil übernimmt, dann nur aufgrund ärztlicher Verschreibung.

Also muß der Patient zuerst mal zum Arzt.

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