Frage von Regulus123, 74

Weiß jemand aus welchen Gründen in den 70er Jahren eine Totaloperation bei der Frau durchgeführt wurde?

Antwort
von Steffile, 48

Genau wie heute: Krebs, gutartige Tumore, schwere und nicht regelbare Entzuendungen, nichtstoppende Blutungen nach Geburt, Endometriose und wahrscheinlich noch mehr Gruende.

Antwort
von Daoga, 51

Krankheiten wie Krebs, Verletzungen - wenn z. B. bei einer Geburt die Gebärmutter zu schwer beschädigt wurde - manchmal ganz ordinär auch zu große Beschwerden bei der Periode, wenn ohnehin kein Kinderwunsch (mehr) vorhanden war. Also so ziemlich genau die gleichen Begründungen wie heutzutage für so eine OP. Warum fragst Du?

Kommentar von Regulus123 ,

Mich würde interessieren, ob als Begründung: "kein Kinderwunsch mehr" ausgereicht hat oder hätte??

Kommentar von Daoga ,

Hing vermutlich von der Umgebung und dem jeweiligen Arzt ab. Bei einem "gläubigen" katholischen Arzt wäre "nur" kein Kinderwunsch mehr vermutlich Grund gewesen, die OP zu verweigern. Damals hatten die Kirchen noch mehr Einfluß als heute. Gibt auch heute genug Ärzte, die vor allem jungen Frauen, die sich in Sachen Kinderwunsch (rein theoretisch) noch umentscheiden könnten, lieber keine OP machen, wenn es medizinisch nicht notwendig ist, um mögliche Klagen später zu vermeiden. Geklagt wird heutzutage bekanntlich gegen alles, auch gegen eigene Fehlentscheidungen.

Antwort
von Barbdoc, 22

In den 70er Jahren reichte der nicht mehr bestehende Kinderwunsch aus.

Kommentar von Steffile ,

Quatsch. Auch in den 70ern wurden die Eierstoecke durchgetrennt, das ist ein viel einfacherer Eingriff.

Kommentar von Barbdoc ,

Das ist kein Quatsch. Es wurde überdies

mit der optimalen Krebsvorsorge argumentiert.

Kommentar von Steffile ,

Meine Mutter hat sich 1974 sterilisieren lassen, das war keine Total OP.

Kommentar von Barbdoc ,

Natürlich konnte man sich damals auch sterilisieren lassen.

Kommentar von Regulus123 ,

Hallo Barbdoc, darf ich erfahren, woher du das so genau weißt. Ich frage deshalb, weil es hier widersprüchliche Aussagen zu der Frage gibt.

Ich persönlich könnte mir durchaus vorstellen, dass ein nicht mehr bestehender Kinderwunsch ausgereicht hat. Die Antibabypille scheint es ja seit den 60er Jahren zu geben, inwieweit diese allerdings verbreitet war.... ich weiß es nicht.

Kommentar von Barbdoc ,

Ich habe in den 70er Jahren Medizin studiert. Das war damals die Lehrmeinung.

Kommentar von Regulus123 ,

Danke!

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