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Weiß eignetlich jedes Elternpaar um die Gefahren der Infektionskrankheiten bei Nichtimpfen?

gefragt von windlichtlein am 14.07.2007 um 21:02 Uhr

Werden die Eltern von den Ärzten ao aufgeklärt, daß sie um die Gefahren für die Kinder bei Nichtimpfen wissen? Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand die Impfung nicht zuläßt, wenn man doch hört, daß sein Kind sterben kann. Ich finde alles andere fast schon fahrlässig, denn auch wenn die Gefahr nur gering ist, man kann ja nicht versprechen, daß es dieses Kind ausgerechnet nicht trifft.

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Kinder x 17.815 Impfen x 252 Kinderarzt x 74 Infektionskrankheit x 4

Ignatius
beantwortet von Ignatius am 14. Juli 2007 21:45
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Ich weiß nicht wie heutzutage von Ärzten über das Pro und Contra aufgeklärt wird. Man sollte aber festhalten, dass es sowohl ein Pro als auch ein Contra gibt. Jeder der die Entscheidung für oder gegen eine Impfung trifft sollte sich vorher über beides informieren.

Nicht impfen bedeutet ein Risiko, aber impfen ist auch nicht völlig ohne Risiko.

Die Schluckimpfung gegen Kinderlähmung hat von Mitte der 50er bis Mitte der 60er Jahre riesige Erfolge gehabt. Die Misserfolge waren trotz des damals verwendeten Lebendimpfstoffes verschwindet gering. Diejenigen des es aber damals traf, die z. B. von dem Impfstoff Kinderlähmung bekamen (Impfpolio), jene fanden die Impfung im Nachhinein nicht so positiv. Mir selbst ist es Mitte der 60er so ergangen. Nach der Impfung, durch die Impfung erkrankte ich an der lebensgefährlichen Poliomyelitis. Meine Eltern haben sich damals schwere Vorwürfe gemacht, dass sie mit mir zur Impfung gegangen sind. Leider kann man Polio nicht behandeln, man kann nur hoffen. Mit viel Glück konnte ich die Krankheit überwinden.

Trotz dieser sehr schlimmen Erfahrung käme ich aber nicht auf die Idee Impfungen zu verdammen. Im Gegenteil: Mein Verstand sagt mir die Vorteile des Impfens überwiegen. Aber ich würde jedem nahelegen sich über ALLE Risiken aufklären zu lassen.


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 14. Juli 2007 21:19
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Es gibt auch Eltern, die ihre Kinder aus verschiedenen ideologischen Gründen nicht impfen. (Das macht es natürlich nicht besser.)


anonym
beantwortet von lux23 am 14. Juli 2007 21:09
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Ein ungewöhnlich harmloser Ansatz für eine sehr schwer wiegende Problematik. Die meisten Eltern sind sich ja nicht mal im Klaren darüber, dass ihre Kinder ohnehin irgendwann sterben werden und es scheint ihnen auch egal zu sein. Warum sollten sie sich da Gedanken um eine Impfung machen, wo sie doch ohnehin ihre Kinder zum Tod verurteilen?


anonym
beantwortet von occident am 14. Juli 2007 21:07
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Ich habe es bei einer ähnlichen Frage schon gesagt: Seine Kinder nicht zu impfen heisst mit ihrem Leben zu spielen.


kiramarie
beantwortet von kiramarie am 14. Juli 2007 23:10
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Es gibt leider Eltern, die alles auf homöopathische Art u. Weise versuchen zu heilen bzw. vorzubeugen. Genauso wie viele absolut gegen Antibiotikum sind, genauso viele gibt es auch die Impfungen ablehnen. Es gibt halt Leute, die die moderne Schulmedizin völlig ablehnen. Wie könnte es auch sonst möglich sein, das z.B. Eltern krebskranker Kinder auf Scharlatane hereinfallen (da gab es doch vor einiger Zeit einen Fall, der durch die Medien ging)?


anonym
beantwortet von wiele am 14. Juli 2007 22:18
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Ich finde, dass zu einseitig über die Impfungen informiert wird. Die Risiken der Impfungen sollten genauso genannt werden. Auch sollte darüber informiert werden, dass nicht alle Impfungen wirklich sinnvoll sind!
Ich wehre mich auch gegen die Unterstellung, Eltern, die ihre Kinder nicht impfen ließen, handelten fahrlässig. Wir haben unsere Kinder nicht impfen lassen! Und ich schätze, dass wir uns deutlich mehr Gedanken darüber gemacht haben, als so manche Eltern, die ihre Kinder impfen lassen, weil man das eben macht oder weil der Onkel Doktor gesagt hat, man sollte es tun!
Gerade wenn man seine Kinder nicht hat impfen lassen, ist man immer wieder gefordert, sich Gedanken zu dem Thema zu maachen, da man immer wieder daarauf angesprochen wird, wie unverantwortlich man doch mit seinen Kindern umgeht, indem man sie nicht impfen lässt! Immer wieder muss man die Gegenargumente bringen, Statistiken angeben etc.
Man könnte auch umgekehrt fragen: Weiß eigentlich jedes Elternpaar um die Risiken des Impfens?
Ich behaupte, es sind deutlich weniger als die, die nicht um die Risiken des Nicht-Impfens wissen!
Ein Kind kann sterben, ja klar! Z.B. weil es nicht geimpft ist oder weil es doch geimpft ist oder weil es zur Schule gegangen ist und über die Straße musste oder oder oder...
Gruß wiele

Kommentar von 344770e8fd3b4fcaac0694a44e67e148smallIgnatius am 14. Juli 2007 22:35

Genauso ist es. Man kann die Verantwortung für die Risikoabwägung nicht beim Arzt abgeben. Die Welt ist nicht schwarz-weiß.


Patron
beantwortet von Patron am 15. Juli 2007 19:16
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eltern kann niemand die eigene entscheidung abnehmen. schlimm ist es immer, wenn die information der eltern allein von impfbefürwortern kommt, oder allein von impfgegnern. verantwortliche eltern sollten sich so viel wie möglich informationen von beiden seiten einholen.

historisch interessant ist die geschichte der pockenschutzimpfung. es gab eine gesetzliche pflicht zu dieser impfung. es gab viele impfschäden, die oft nur geringfügig aussahen und nur in wenigen fällen katastrophale ausmaße hatten. wenn sie geringfügig waren, dann sagte die mutter nach längerem befragen zb "ja, wenn sie so fragen, dann muß ich sagen, das kind ist seit dieser impfung irgendwie gehemmt, nicht mehr so vorangekommen in der entwicklung". solche aussagen sind dann alarmierend, wenn viele mütter übereinstimmend so etwas berichten. bei der impfschaden-statistik konnte man bemerken, dass die gesundheitsämter sich ständig bemühten, möglichst nur ganz deutliche fälle darin aufzunehmen. aber das allgemeine bewußtsein - damals, speziell bei der pockenschutzimpfung - war einfach so, dass immer mehr menschen richtig angst hatten vor dieser impfung, mit der folge, dass weit mehr als die hälfte der eltern trotz gesetzlicher vorschrift nicht hingingen zur pocken-impfung. das führte schließlich ganz schlicht zur aufhebung des gesetzes über den impfzwang zum pockenschutz.

es wird viel geld verdient mit den seren für die impfungen. auch diese tatsache muß man kennen. und es gibt eine menge weiterer tatsachen, die man kennen sollte. kinder, welche die masern durchgemacht und überwunden haben - wie das in den allermeisten fällen ja geschieht - diese kinder machen nach dem abschluß der masernerkrankung immer einen aufälligen positiven entwicklungssprung. manche leute formulieren daraufhin, dass kinder die masern brauchen zur richtigen entwicklung, andere sind da nicht überzeugt und reden von der gefahr der masern-encephalitis, die lebensgefährlich ist. und da gibt es schon viele kindergärten, die sich weigern, kinder aufzunehmen, die nicht masernimpfschutz bekommen haben, zb in usa ist das längst fast in sämtlichen kindergärten so. es könnte sich nach jahrzehnten als katastrophale fehlbeurteilung herausstellen - diese befürchtung ist jedenfalls nicht völlig hirnrissig, und sie weist darauf hin, dass nicht jede art von impfschutz gleich zu beurteilen ist, tetanus ist sicher etwas anderes als masern usw.

viele weitere informationen gibt es, und wer sie wirklich sucht, der findet sie auch, und es sei noch einmal wiederholt, was ich am anfang schon sagte: den eltern kann niemand die eigene entscheidung abnehmen.


anonym
beantwortet von Mikolina am 15. Juli 2007 01:54
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Schlimmer finde ich die Antworten vom 13. Juli hier: "In welchem Alter soll man ein Kind gegen Windpocken impfen lassen?" Unwissende die noch nicht mal Kinder haben geben ihren Senf dazu, Kinder nicht impfen zu lassen. Ich hab mir alles genau von der Kinderärztin erklären lassen, besonders die Nachteile der Impfung. Gott sei Dank, dass bei uns im Kindergarten Kinder nicht angenommen werden, wenn sie nicht geimpft sind...


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