Frage von max230, 80

Weiso akzeptieren manche leute andere aus bestimmten gründen nicht?

Zuerst...

Ich bin Atheist ... Ich glaube weder an Gott noch an ein leben nach dem Tod noch sonst was ...

Dennoch lasse ich jedem seinen glauben bzw greife niemanden wegen seines Glaubens an oder will ihn mit Gewalt davon abbringen ( was leider meiner Erfahrung nach viele Atheisten tun) im Gegenteil ich interessiere mich relativ viel für die Theorie von Regionen ..... Und allgemein ist jede Art von Rassismus mir völlig wesensfremd

Abschließend kann man sagen :

Ich akzeptiere jeden der niemendem in irgendeiner Form schadet .

Doch leider begegnet mir auch oft auf gutefrage.net das Gegenteil

Wie steht ihr dazu ?

(Sei noch gesagt dass ich meine Meinung nicht aufgrund von Antworten ändern werde )

Antwort
von Dxmklvw, 30

Vielleicht kommt es auf mehr als "nur" eine religiöse oder atheistische Überzeugung an.

Ich stelle mir den menschlichen Geist als die Summe kleiner Betriebssystemroutinen vor, die je nach Bedarf für jedes und alles benutzt werden können, wenn es gerade paßt.

Denkfehler wären damit Bugs in solchen Routinen, die immer falsche Ergebnisse zurückliefern. Wenn die selbe fehlerhafte Routine sowohl für das religiöse Denken als auch für politische Entscheidungen als auch für wirtschaftliche oder gesellschaftliche oder geschlechterbezogene Entscheidungen benutzt wird, dann wird derselbe Routinenfehler auch in irgend einer Form in allen diesen Bereichen zu Fehlentscheidungen führen.

So etwas könnte als unbewußtes Wissen in meisten Menschen existieren. Wenn es so ist, dann wäre die Vermutung nicht abwegig, daß es eine quasi natürliche Abneigung gegen widerspruchsbehaftete Überzeugungen gibt, die sich aber hauptsächlich dort entlädt, wo gleichzeitig auch noch Urängste oder überlebenswichtige Grundsatzentscheidungen mitbetroffen sind.

Mit anderen Worten, manche "andere Meinung" könnte auf viele Menschen wie eine heftige Bedrohung wirken, die dann zu Abwehrreaktionen führt.

Es ist sicher nicht zwangsläufig so, daß ein Streit, der durch ein und dieselbe Grundursache entsteht (Bug in einer Routine), sich speziell bei religiösen Themen auswirkt.

Ich kann mir durchaus vorstellen, daß ein sonst total friedfertiger Atheist stinksauer wird und auch überreagiert, wenn sich ein solcher Fehler ausgerechnet bei einer Sache in seinem bisher gut laufenden Geschäftsbetrieb auf eine Weise bemerkbar macht, die den plötzlichen Bankrott bedeuten könnte.

Und ebenso kann sich so etwas natürlich auch auf die Politik oder sonstwas auswirken.

Unter dieser Betrachtung ist da der Standpunkt, niemandem in irgend einer Form schaden zu wollen, eine rundum positive Sache, die aber in frage gestellt sein könnte, da es ziemlich ungewiß ist, unter welchen Umständen in welchen ganz anderen es durch das selbe Grundproblem eben doch sogar zu Ausrastern kommen kann.

Ob an den Überlegungen etwas dran ist oder nicht, weiß ich auch nicht, und beweisen kann ich diesbezüglich auch nichts. Es darf also jeder für sich selbst darüber nachdenken oder auch nicht.

Ich meine, ein nützlicher diplomatischer Weg wäre es, sich aus manchen Themen entweder von vornherein herauszuhalten, oder auch die Diskussion einfach nicht fortzusetzen, wenn etwas anfängt, aus der Reihe zu rutschen.

Jemandem einen verbalen Ausraster dauerhaft übel zu nehmen ist zwar nachvollziehbar, aber Sinn macht es trotzdem nicht, weil man damit nichts verbessern kann.

Kommentar von max230 ,

ich rede nicht speziell über religiösen anliegen das war nur ein Beispiel

Antwort
von feinerle, 15

Znächst zwei kleinere Anmerkungen hierzu:

1.)

Und allgemein ist jede Art von Rassismus mir völlig wesensfremd

Das ist fein, jedoch ist Rassimus eine Wertabstufung aufgrund Abstammung, Rasse oder Hautfarbe. Das hat mit Religion nichts zu tun.

2.)

(Sei noch gesagt dass ich meine Meinung nicht aufgrund von Antworten ändern werde )

zusammen mit:

Ich bin Atheist ...

Leider widerspricht sich das ein bischen, denn Atheisten zeichen sich vor allen dadurch aus, dass die ihrte Meinung ändern können, stets neu überdenken, wenn neue, faktische Anhaltspunkte hinzukommen.

Dann zu Deiner Kernfrage:

Weiso akzeptieren manche leute andere aus bestimmten gründen nicht?

Die ideologische und/oder religiöse (der Übergang ist fließend) Einstellung der Leute hat nichts mit den Leuten zu tun.

Das müsstest Du trennen. Die Ansichten nicht zu akzeptieren bedeutet nicht, die jeweiligen Menschen herabzustufen.

Leider wird das zumeist von religiösen Mitmenschen in einen Topf geworfen, die sich sogleich persönlich angegriffen fühlen, wenn sie ihre Geschichten kundtun und behaupten, man ihnen daraufhin jedoch erklärt, das das so und aus welchen Gründen dann doch nicht sooooooo ganz stimmig sein könnte.

Dabei geht es immer nur um die Inhalte, nicht um die Menschen selbst.

Und eine Argumentation über verbreitete Behautungen ist natürlich notwendig. An dem Tag, wenn das unterbleibt, ist Ende Gelände mit Sicherheit, denn genau dann kann wirklich jeder egal welche Dinge behaupten, ohne hierbei eingebremst zu werden.

Ironischer Weise melden sich viele Menschen zu Wort, wenn es z.B. um braune Inhalte geht, die publiziert werden, aus gutem Grund sei hierbei noch angemerkt.

Wenn man jedoch religiöse Inhalte geht, dann will man das jedoch plötzlich nicht mehr. Ja dann wird sogar behauptet , man sein religiophob oder sowas komisches, Hauptsache eine Auseinandersetzung wird genau dann verhindert.

Ja es handelt sich gar oftmals um die genau gleichen Mitmenschen, die zwar andere Einstellungen anfngen zu diskutieren, welche dann jedoch gleichermaßen verhindern möchten, dass ihre Einstellungen diskutiert werden.

Auch Religionsübergreifend. Da wir über die jeweilig andere Religion gesprochen, dass da das so oder sonstwie nicht sein kann, wenn es jedoch an die eigene geht, he, so gehts ja auch nicht, dann hat man still zu sein.

Hallo??????

Also Leute, entweder immer oder gar nicht. Ein bischen Tot oder teilweise Schwanger ist halt nicht. Entweder es wird alles dsikutiert oder nichts mehr.

Suchts euch aus - und beschwert euch nicht hinterher, och hätte man doch, wenn das Kind doch mal im Brunnen liegt.

Kommentar von max230 ,

OK ... ich habe die Antwort gerade bis ZR Hälfte gelesen aber muss jetzt einfach was ich bisher kenne kommentieren .... das mit der Religion war ein Beispiel ich meinte nicht Das Rassismus das gleiche ist und was du sagst wodurch atheisten sich Auszeichnungen dass sie ihre Meinung ändern bei neuen Fakten ......ja. vielldicht aber was hier jemand antwortet ist ja kein Fakt ...sondern bloß eine andere Meinung

Kommentar von feinerle ,

aber was hier jemand antwortet ist ja kein Fakt ...sondern bloß eine andere Meinung

Wenn man einen empirisch erforschten Anhaltspunkt kund tut, ist das keine Meinung sondern Fakt.

Andererseits, wenn man eine nicht nachgewiesene Schilderung kundtut, ist das eine Meinung.

Eine Meinung als Fakt auszugeben jedoch ist eine Lüge.

Antwort
von Accountowner08, 11

Es gibt, wie du richtig heraus gearbeitet hast, legitime und weniger legitime Gründe, andere (oder deren Verhalten) nicht zu akzeptieren.

Ich finde durchaus, dass auch Sympathie und Antipathie bis zu einem gewissen Grad legitime Gründe sind: d.h. der Mensch darf subjektiv sein bei der Wahl seiner Freunde, er sollte nur nicht aufgrund von Vorurteilen diskriminieren...

Antwort
von danhof, 14

Das fällt den Menschen einfach schwer. Ich kann mich da selbst nicht freisprechen von. Ich bemühe mich, aber manchmal lasse ich mich auch hinreißen.

Man denkt in vielen Belangen "Das MUSS der oder die doch kapieren!" und wünscht sich, dass sein Gegenüber endlich versteht, dass man selbst doch bitteschön Recht hat.

Es ist ein Lernprozess, Menschen und ihre Weltbilder so zu nehmen wie sie sind. Es hängt auch viel an der Art und Weise. Du hast zum Beispiel sehr schön gesagt, du bist Atheist, aber du lässt den anderen ihren Glauben. Das klingt ganz anders als "Ich bin Atheist, aber wenn die Schwachköpfe an ihren Märchenonkel glauben wollen... bitteschön".

Als Christ neige ich natürlich dazu, bei der zweiten Variante auszurasten.

Manche verstehen das mit 16 schon, und andere kämpfen damit vielleicht ein Leben lang.

Antwort
von Patrickson, 22

Ich danke dir sehr für das, was du sagst! Ich bin christ, aber weshalb sollte ich jemanden beschimpfen, der andere Ansichten vertritt wie ich? Es geht doch darum, dass man seinen Nächsten liebt, ist doch wurscht an was er glaubt oder nicht glaubt. Wenn wir jeden beschimpfen würden, der anderer Meinung ist wie wir, so wären wir ja alle nur noch am Schimpfen, und das kann weder das Bedürfnis von Christen sein, noch das Bedürfnis von Atheisten, noch das Bedürfnis von irgenjemandem, ausser vielleicht das Bedürfnis eines bösen Menschen, und dann ist er nichts von alle den möglichen Menschen, sonden dann ist sein Glauben nur noch der Glaube an das Böse und sonst gar nix, egal was er ansonsten noch so behauptet zu sein. Ich liebe doch einen Menschen nicht deshalb, weil er derselben Meinung ist wie ich, sondern ich liebe ihn, weil er gut zu mir ist! Darauf kommt es an! 

Antwort
von Ketzer84, 27

Naja weil viele ein abgeschlossenes Weltbild haben und dort kein Platz für andere ist.

Manchmal hat auch jemand schlechte Erfahrungen gemacht und akzeptiert deswegen bestimmte Menschen nicht.

Antwort
von Loris64, 32

Als Atheist stellst du das Weltbild der Religiösen in Frage, 

das können viele nicht leiden, denn wenn sie ernsthaft überlegen würden, kämen sie ins Schwanken. Dann ist es leider einfacher, dich als Person anzugreifen, fair oder leider häufiger eben unfair. Lieber ihren Glauben aufrechterhalten und steinhart dazu stehen, als unbequeme Gedanken nachgehen zu müssen.

Übrigens kennst du den Satz "Lieber Heidenspass als Höllenqual" :-)

Kommentar von max230 ,

den Satz kenne ich nicht aber ich persönlichen wurde beinahe noch nie wegen meines Weltbilds angegriffen ... leider aber schon öfter z.b. hier auf gutefrage erlebt dass andere wegen ihren Überzeugung runter gemacht wurden

Kommentar von danhof ,

Diese Antwort suggeriert unterschwellig auch schon wieder, dass Gläubige FALSCH liegen. Denn wenn sie unbequemen Gedanken nachgingen und ERNSTHAFT (sie sind also im allgemeinen nicht ernsthaft) überlegten, kämen sie ja ins Schwanken.

Als Atheist stellst du das Weltbild der Religiösen in Frage.

Nein. Ein Atheist glaubt nur selbst, dass es keinen Gott gibt. Natürlich ist das seine Wahrheit. Aber das bedeutet nicht zwangsläufig, Andersdenkenden IHRE Wahrheit abzusprechen.

Das ist das, was ich mit meiner Antwort mit "Der Ton macht die Musik" meinte.

"Ich fahre Mercedes. Du kannst natürlich BMW fahren, wenn du ein Trottel bist und keine Ahnung von Autos hast" ist etwas ganz anderes als "Ich fahre Mercedes." oder "Ich fahre Mercedes, weil ich mit BMW nichts anfangen kann"

Antwort
von Meatwad, 13

Ich akzeptiere jeden der niemendem in irgendeiner Form schadet .

Leider ist dem meist nicht so. Religion schaden tagtäglich Millionen von Menschen. Deshalb mache ich den Mund auf, wenn ich gewisse Lügen/ gewissen Unsinn lese. Ich übe Kritik, weil ich es als meine Pfilcht ansehe, und weil ich es darf!

Ich will niemanden mit Gewalt von seinem Glauben abbringen. Ich frage mich auch, wo das denn angeblich so häufig passiert. Wäre mir neu.  Verwechselst du da vielleicht etwas?

Im Übrigen: Wieso bringst du das Wort Rassismus ins Spiel?

(Sei noch gesagt dass ich meine Meinung nicht aufgrund von Antworten ändern werde )

Sehr fragwürdig.

Kommentar von max230 ,

ich habe die Religion als beispiel für einen ausgrenzungsgrund genannt

Kommentar von max230 ,

auch Rassismus fürt zur Ausgrenzung

Antwort
von RKATHOLIK, 11

Hallo,

ich persönlich habe festgestellt, dass viele Materialisten Rationalität nur Personen zuschreiben, die ihr eigenes materialistisches Weltbild teilen. Dass das materialistische Weltbild auch nur eine Theorie ist, klammern sie dabei völlig aus und wenn man sie dann z.B. darum bittet, auf Grundlage dieses Weltbildes z. B. die eucharistischen Wunder zu erklären, können sie keine Antwort liefern, sondern fallen häufig in genau das Muster, was sie den religiösen Menschen vorwerfen: Sie ignorieren etwas, was nicht in ihr Weltbild passt, statt sich interessiert mit den Thematiken auseinanderzusetzen.

Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass wir andere Diskussionspartner nicht für blöd erklären, nur weil sie unser eigenes Weltbild nicht teilen. Viele derjenigen, die dazu tendieren, herabwürdigende Kommentare zu geben, sind gerade diejenigen, die am wenigsten Ahnung von Philosophie haben und meinen, ihr materialistisches Weltbild, dass ja sowieso richtig sei, weil es Gott ja nicht gäbe (woher sie diese Sicherheit nehmen bleibt häufig ein Rätsel), müssten alle anderen übernehmen.

Viele Grüße

RKATHOLIK

Antwort
von Lexus1206, 26

Weil jeder Mensch unterschiedlich ist und auch anderes reagiert  auf bestimmt sachen.

Antwort
von Thomas19841984, 30

du hast ein gutes Gefühl von dem, was sich gehört und was nicht

Antwort
von muhamedba, 7

Achte mal viel genauer darauf, wer auf wen los geht. Die Atheisten und Christen finden sich immer in "Moslemthreads" wieder und wollen etwas erklären, was Sie nicht verstehen. Logik oder Fakten spielen dann keine Rolle.

Antwort
von Illuminaticus, 7

Akzeptanz funktionert genau wie Liebe nicht mit Einschraenkung. Entweder ist Akzeptanz da oder nicht, willst du es einschraenken auf nicht-schaden, dann ist es keine Akzeptanz, sondern Toleranz.

Das ist immer noch Widerstand in dir, die deine voellige Akzeptanz behindert und dich unfrei macht.

Wenn du alles so akzeptieren kannst, wie es ist, dann kommt Freiheit auf, dann koennen wir reden.

Das Leid in der Welt entsteht durch Widerstand den Dingen gegenueber, dem Denken, dass man es aendern koennte, wenn man es doch nur aendern koennte. Aber Dinge aendern zu wollen bedeutet Widerstand.

Um deine Frage zu beantworten: Man akzeptiert jemanden anderen nicht, weil man in ihm das erkennt, was man bei sich selbst immer unterdrueckt hat. Man wird frei, wenn man erkennt, dass die scheinbaren Probleme der anderen, die eigenen sind und als ein Spiegel funktionieren, um uns wach zu machen!

Antwort
von FelinasDemons, 23

Menschen sind nunmal verschieden.
Nur weil du so drauf bist, heißt es nicht, dass andere Atheisten auch so sein müssen.
Jeder Mensch hat andere Ansichten/Meinungen/Persönlichkeit. Ich find's auch ziemlich lächerlich wenn manche hier total austicken, wenn fragen zu Gott gestellt werden.

Aber so ist es nunmal. Ändern kannst du es nicht und auch nicht immer verstehen, warum manche so sind, wie sie eben sind.

Kommentar von max230 ,

ja ich persönlich habe auch schon theologische fragen gestellte bzw viele beantwortet

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