Frage von Starving2death, 84

Weis nicht weiter (Magersucht, Depression, Eltern)?

Hallo, Zunächst mal bin ich neu hier, 16 Jahre und weiblich. Ich leide jetzt seit ca. 2 Jahren an Magersucht und habe auch schon vieles versucht (alleine), jedoch ohne wirklichen Erfolg. In letzter Zeit ist es wieder sehr schlimm (ich esse fast nichts und wenn dann um die 0-200 kcal pro Tag). Da ist es klar, dass das meiner Familie irgendwann auffällt.

Ich habe meiner Mutter vor einigen Wochen in einer ähnlich schlimmen Phase meinerseits alles gebeichtet (vom tagelangen Fasten, bis hin zu den unausweichlichen Fressattacken. Vom ritzen jedoch nicht.) und sie hat relativ gut reagiert. Sie hat mir zugehört und dann langsam mit mir gesprochen. Nur dass ich es absoulut nicht leiden kann wenn sie einen auf "intimes Gespräch" dabei macht. Ich hasse das. Zu meinem "Glück" war obriges natürlich ganz genau der Fall, weshalb ich meine Entscheidung ihr das zu sagen danach auch bitter bereute. Ich hatte ihr jahrelang keine Gefühle gezeigt, nicht vor ihr gelacht geschweige denn geweint...und dann öffne ich mich ihr plötzlich.... Naja. Am Anfang war sie wie erwähnt sehr unterstützend und verständnisvoll. Ich fing wieder an zu essen und mein Verhältnis zu ihr besserte sich schlagartig. ABER nach nur 3 Tagen dachte sie es wäre vorbei. Sie kümmerte sich nichtmehr drum, ob ich aß. Und wie ich später erfuhr merkte mein Vater garnichts von der Sache. Demnach wurde ich schnell wieder rückfällig. Ich nahm wieder ab (diesmal noch stärker) und rutschte in das tiefe, dunkle Loch, in dem ich heute festsitze. Ich begann wieder zu ritzen (nach 4 monaten 'clean'.) dachte und denke oft über selbstmord nach und - so sinnlos es auch sein mag - machte oft Sport bis ich in ohnmacht falle, nur um dieses kurze Gefühl der kompletten inneren Ruhe zu spüren, dass ich beim Aufwachen habe. Ich hoffe zwar immer dass ich nicht aufwache, weiterschlafe und mir nie wieder um irgendetwas sorgen machen muss, aber es ist -wie man sieht- bis jetzt nicht passiert, und ich weiß nicht ob ich glücklich oder traurig darüber bin... Meine Depressionen sind mittlerweile wieder da ~ stärker als zuvor~ und ich weiß nicht wann ich mich das letzte mal nicht in den Schlaf geweint habe. Meine Mutter macht, seitdem ich wieder angefangen habe nichts zu essen, immer einen auf vertrauensperson. Sie sagt oft ich soll mit ihr reden wenn mich etwas bedrückt, aber das kann ich nicht denn was mich bedrückt ist sie. Ich will nichtmehr dass sie mich anfasst, mit mir redet oder mich überhaupt ansieht. Ich liege den ganzen Tag nur in meinem Bett, wo mich keiner sehen kann und lese. Ich meine...das ist doch nicht normal! Ich fühle mich so unwohl wenn ich unter Menschen bin - egal wie vielen - und das bringt mich einfach um, da sie überall sind! Ich fühle mich in Menschenmassen als würde ich erdrückt werden und ersticken! Was ist los mit mir? ;-;

Ich sperre mich abends in mein Zimmer und setze mich nichtmehr zusammen mit ihnen in das Wohnzimmer um etwa einen Film zu schauen...nein, (weiter in Antworten)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TimmiTurner007, 43

das was du da geschrieben hast, hat mich teilweise ein bisschen an mich und meine mutter erinnert. mein verhältnis zu meiner mutter war auch nicht immer das allerbeste, nur dass ich ihr ständig vorgeworfen habe, dass ich ihr nichts bedeute und ich sie nicht interessiere. das resultat war teilweise das gleiche..ich sehe manche dinge immer noch verzerrt und aus meinem "falschen, kranken" blickwinkel, deshalb finde ich es auch nicht erstaunlich als außenstehender, dass deine mutter dich in ruhe lässt, nachdem ihr gesprochen habt und du wieder gegessen hast zeitweise. Dennoch ist das alles sehr bedrückend, was du beschreibst. Ich denke, bevor es dir selber nicht besser geht, wirst du auch an deinem verhältnis zu deiner mutter nicht so schnell was ändern können. hast du bei diesem vielen problemen vielleicht schon mal über einen krankenhausaufenthalt nachgedacht?

Kommentar von Starving2death ,

Danke für deine Antwort. Ja, daran habe ich schon so einige male gedacht. Ich werde so oder so in der nächsten Woche zum Artzt müssen, wegen eines Bluttests. Aber irgendwie habe ich Angst davor. Ich möchte einfach nicht die  Kontrolle und mein derzeitiges Gewicht verlieren und ich glaube das werde ich beides, wenn ich in ein Krankenhaus gesteckt werde.

Kommentar von TimmiTurner007 ,

die magersucht ist nur eines deiner probleme und es ist normal, dass man vor unbekannten sachen angst hat. im endeffekt muss man wissen, wie man sich gerade fühlt und dann entscheiden, was einen persönlich wichtiger ist. mir persönlich ist es z.b. sehr wichtig, mich jeden tag halbwegs ausgeglichen zu fühlen

Antwort
von Michipo245, 27

Du Arme. Ich glaube bei dem langen und intensiven Text traut sich kaum einer zu antworten. 

Du hast erkannt, dass du krank bist und Hilfe brauchst. Hol sie dir! Geh Montag zu deinem Hausarzt und lass dich beraten wegen einem Psychologen. Warte nicht länger. Du musst ergründen warum du deine Mutter verabscheust und das aufarbeiten. Das kannst du nicht alleine. Das Leben kann auch wunderschön sein und Spaß machen. Du musst nur lernen wie es geht... mit Hilfe eines Psychologen 

Kommentar von Starving2death ,

Ich werde mich sicherlich nach einem Psychologen umschauen, meinem Hausartzt muss ich so oder so bald einen Besuch abstatten. Da werde ich das mal ansprechen. Er meinte das letzte mal auch, dass er mein Gewicht im Auge behalten würde, demnach dürfte er dort die richtige Wahl sein.

 Danke übrigens, dass du dir die Zeit genommen hast. 

Antwort
von Starving2death, 46

stattdessen sitze ich an meinem Fenster und heule mir die Seele aus dem Leib, während ich mich aus verzweiflung ritze. Jedes mal tiefer und tiefer.
Ich möchte mein Leben ändern. Ich will glücklich sein! Aber alleine schaffe ich das nicht und deshalb denke ich schon länger darüber nach zu einem Psychologen zu gehen. Aber jedes mal, wenn ich mit meinen Eltern darüber reden will überkommt mich dieser...fast schon ekel. Ich denke immer daran wie meine Mutter vor mir isst und schmatzt, wie sie mir sagt was ich tun soll, wie sie mich fragt ob und was ich gegessen habe, wie sie mich ausquetscht, mir nicht vertraut und mir die Kontrolle nimmt. Sie macht mich einfach KRANK!
Und mein Vater? Der weiß immernoch nichts! Nicht einmal, dass ich eine Esstörung habe (was ich ja eigentlich schon eingesehen und 'zugegeben' habe). Er sagt, 'dass ich mir das doch nur einrede um Aufmerksamkeit zu bekommen.' Dazu kommt noch, dass immer wenn ich esse, scheinen mich meine Eltern regelrecht anzustarren! Ich esse deshalb auch nurnoch nachts, alleine, in meinem Zimmer. (Wenn überhaupt.)
Mein Leben ist einfach so besch*ssen und ich weiß sehr wohl, dass es viele Menschen gibt die es schlimmer haben als ich, aber ich halte das nichtmehr aus!! Ich will einfach nur weg! Aus diesem Haus, aus dieser Welt, aus diesem Leben! Der Tod ist langsam wirklich das Einzige, das mir als Ausweg noch bleibt. Ich habe Angst. Angst, dass mich mein gesunder (oder auch nicht gesunder) Menschenverstand eines Tages verlässt und ich mich umbribge. Irgendwie will ich das, aber irgendwie auch nicht. Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll. HILFE!

Danke für's lesen. Das musste einfach mal raus. Ich hoffe sehr dass mir jemand helfen kann. :(

Und ich entschuldige mich für alle Rechtscheib- und Grammatikfehler. Es ist sehr schwer zu tippen, während man weint. Danke.

Eure starving2death.

Antwort
von Kiwchen, 33

Okey das ist wirklich schlimm wieso gehst du nicht alleine ohne deine Eltern zum Psychologen .mein Rat ist auf jeden Fall einmdu musst dir eine Person suchen der du dich anvertrauen kannst sonst bekommst du das nie In den Griff.Ich finde nur ritzen ist keine Lösung und Selbstmord schon garnicht!Du bist bestimmt wunderschön nimm dir nicht das Leben bitte😯

Antwort
von Mikafan111, 28

Ich denke du musst aus deiner situation zuhause raus. Vllt ne stationäre Therapie

Kommentar von Starving2death ,

Das wäre villeicht wirklich das beste. Jedoch habe ich gehört, dass so ein Aufenthalt um die 3 Monate dauern kann, auch wenn mir das sicher helfen würde, mache ich mir doch etwas sorgen um die Schule. Weißt du eventuell ob man dort den Unterrichtsstoff bekommt bzw. man dort unterricht hat?

Kommentar von TimmiTurner007 ,

an vielen uni-kliniken wird bei längerfristigen aufenthalten auch unterricht angeboten...hatte ich damals auch

Kommentar von Mikafan111 ,

da müsste man mit dem klassenlehrer sprechen ob das geht. Ich habe mit meinem einfach abgemacht dass ich das Schuljahr im nächsten Jahr ,oder wann auch immer ich wieder dafür bereit sein würde, einfach wiederholen kann

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