Frage von LifeLess27Club, 25

Weis nicht mehr weiter... Leben widert mich an. Kennt das jemand und wie damit umgehen?

Eigentlich weis ich selber nicht, was ich mit dieser Frage bzw. mit diesem Beitrag erreichen möchte. Auf jeden Fall weder Aufmerksamkeit, noch Mitleid, noch Beleidigungen. Am ehesten eine objektive neutrale qualitativ hochwertige Rückmeldung.

Ich möchte hier öffentlich gar nicht so viel von meiner Lebensgeschichte erzählen, da ich die Ereignisse, auch wenn es Traumata waren, nicht als Grund für meine Lage ansehe. Mein eigentliches Problem ist, ich empfinde den Leben nichts gegenüber, es bedeutet mir nichts, ich empfinde keine Freude ihm gegenüber. Leben bedeutet für mich das, was man wohl oder übel machen muss, wozu man gezwungen wird, wenn man es nicht wagt, das Leben erfolgreich zu beenden. An "den guten" Tagen zieht die Zeit einfach so an mir vorbei, nehme nur den Moment war, an den schlechten habe ich ich den Drang mich und die ganze Welt zu vernichten und damit das nicht passiert, verletze ich mich.

Warum es mir so schlecht geht, ist einfach nicht greifbar, und das macht es so schwierig. Ich lebe nicht, ich existiere nur noch. Meine Seele ist einfach kaputt, ich kann nicht mehr...

Support

Liebe/r LifeLess27Club,

Deine Situation klingt besorgniserregend. Aber auch wenn es hier um einen guten Rat geht, ist es schwierig Dir einen zu geben, ohne Deine tatsächliche Situation genauer zu kennen. Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Herzliche Grüsse

Eva vom gutefrage.net-Support

Antwort
von Elisamaus55, 16

Ja das kenne ich nur zu gut ...

Was mann dagegen tun kann, suche dir ein Ziel irgend eins, es ist egal was es ist ob du dir vornimmst zu reisen, weg zu ziehen,neuen Job/Umschulung, ein Projekt zu starten schreib doch ein Block, du schreibst so schön ... oder Geschichten, können ja auch Drama sein, so kannst du dein ganzen Seelen schmerz zum ausdruck bringen und aus deinem Kopf aufs Papier bringen.

Such dir ein Chat oder Forum für Menschen mit gleichen Problemen so kann man sich austauschen und auch da schreiben wie es einem geht, ab und an bekommst du nicht nur tröstende Worte sondern auch gute Ratschläge

Da ich nicht weiß welche Weltanschauung du vertrittst, lege ich dir einmal nahe dich mit Religion insbesonderen der Bibel auseinander zu setzen....ich habe seit dem ich mich mit der Heiligen Schrift befasse zwar immer noch Depression, Hoffnungslosigkeit, Selbstzweifel etc. ABER ich habe seit dem nicht einmal mehr versucht mir das Leben zu nehmen (vorher verging kein Tag wo ich nicht daran gedacht hatte) und auch das Selbstzerstörerische Verhalten hat sich etwas abgebaut, wofür ich schon sehr Dankbar bin. 

Was ich auch noch wichtig finde zu erwähnen, es gibt sicher viele Möglichkeiten, doch jeder Mensch ist verschieden und muss an für sich selbst heraus finden was einem hilft und bei mir war es auch so das es Problemlösungen gab die sich vielleicht Tage, Wochen vielleicht auch Monate bewehrt haben und dann plötzlich sogar alles schlimmer machten, also versuche immer wieder neu zu prüfen welche Möglichkeiten/Lösungen im Moment gut sind und welche aus gedient haben.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft um einen Weg zu finden der dich wieder halbwegs auf die Spur bring

Antwort
von EinNarr, 25

Mein Problem ist jetzt, dass mir die Frage fehlt, der Anhaltspunkt, die Richtung in die du mit diesem Beitrag gehen möchtest.

Das ist eine vage Vermutung, also verstehe mich bitte nicht falsch aber das was du beschreibst klingt für mich nach Apathie, die wechselt in eine dystropische Wahrnehmung deiner Umgebung und deiner Selbst. Vielleicht ist diese Apathie ein psychischer Reflex um dich selbst "funktionsfähig" zu halten für den Alltag.

Ich weiß nicht wie deine Biografie aussieht aber eine derart dystropische Wahrnehmung, die sich in deine beschriebene "Vernichtungsfantasien" äußern kommen nicht von ungefähr und wenn du von verschiedenen Traumata berichtest, dann ist es naheliegend, dass diese dich geprägt haben.

Sowas kann sich mit der Zeit auch festigen und je nachdem wie man lebt, was man sieht und was passiert ist es auch keine große Kunst den "Hass" zu schüren.

Im Kern ist das alles eine Form der Unterdrückung und so wie du schreibst, scheint das auch nicht erst seit gestern der Fall zu sein. Es ist weiter nur eine Vermutung aber vielleicht fehlte der Knackpunkt in deiner Biografie, wo du dich mit all dem begleitet beschäftigen konntest, um es auch richtig auf- und verarbeiten zu können. So bleibt es halt bei dieser Monotonie aus einem Schutz unter der Apathie, den impulsiven und gefühlsgeladenen dystropischen Momenten und der damit einhergehenden Selbstverletzung.

Ich weiß nicht ob es das ist, was du dir erhofft hast als Reaktion auf deinen Beitrag. Vielleicht nicht, vielleicht doch. In jedem Fall wünsche ich dir alles Gute und hoffe das du einen Ausbruch aus diesem Kreislauf findest.

Liebe Grüße.

Antwort
von Thelostboy342, 21

Alles wird besser.
Glaub mir

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